Europaweites Bündnis

05. März 2018 12:00; Akt: 05.03.2018 13:48 Print

Luxemburg will Allianz gegen Atomkraft aufbauen

LUXEMBURG – Das Großherzogtum will gemeinsam mit Österreich eine «Renaissance der Atomkraft» verhindern. Beide Länder klagen gegen die EU-Kommission.

storybild

So könnte die geplante Atomanlage im britischen Hinkley Point aussehen. (Bild: DPA)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Großherzogtum will gemeinsam mit Österreich eine europaweite Allianz gegen die Förderung der Atomenergie gründen. Das geht aus einem Communiqué des luxemburgischen Umweltministeriums vom Montag hervor. Eine entsprechende Vereinbarung trafen die österreichische Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus, Elisabeth Köstinger, und die luxemburgische Umwelt-Ministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) am Rande eines Treffens der EU-Umweltminister in Brüssel am Montag.

Das Ministerium betont, dass beide Länder in der Atom-Frage bereits jetzt aktiv zusammenarbeiten und diese Kooperation in Zukunft vertiefen und europaweit ausbauen möchten. Bei einem weiteren Treffen der deutschsprachigen Umweltminister im Frühjahr mit Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein soll eine gemeinsame Positionierung diskutiert werden. Im Mittelpunkt stehen dabei außerdem die «unzureichende Mitbestimmung der Bürger bei der Energiepolitik». Im einem zweiten Schritt soll die gemeinsame Plattform auf Länder im südlichen Europa erweitert werden.

Luxemburg unterstützt Klage gegen Paks II

Carole Dieschbourg hat darüber hinaus angekündigt, dass Luxemburg Österreich bei seiner Klage gegen die öffentliche Subventionierung des Ausbaus des ungarischen Atomkraftwerks Paks II unterstützt. Dies wurde von der luxemburgischen Regierung am vergangenen Freitag in einer Kabinettssitzung beschlossen. Österreich klagt vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die EU-Kommission, weil diese die Subventionierung als unbedenklich eingestuft hat. Das Großherzogtum unterstützt Österreich bereits bei seiner Klage gegen die öffentliche Förderung des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point C.

Laut Dieschbourg fördert die Subvention neue Geschäfte für die Atomindustrie. Entwicklungen der erneuerbaren Energien würden dadurch in der EU blockiert. Dadurch würde eine Renaissance der Atomkraft gefördert werden.

(sw/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • muppes am 05.03.2018 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bonne chance , mee huet dach kee wärt

Die neusten Leser-Kommentare

  • muppes am 05.03.2018 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bonne chance , mee huet dach kee wärt