Studium
23. März 2017 16:25; Akt: 23.03.2017 17:07 Print
Luxemburg will Ärzte im eigenen Land ausbilden
LUXEMBURG – Medizinstudenten sollen schon bald in der Lage sein, ihr Studium auch nach dem ersten Jahr in Luxemburg fortzuführen.

In einem zweiten Schritt wird ein Master eingerichtet. (Bild: DR)
Die Regierung hat sich dazu entschieden, das Studium der Medizin in Luxemburg zu erweitern. Marc Hansen, Minister für höhere Bildung, und Gesundheitsministerin Lydia Mutsch haben auf einer Pressekonferenz am Donnerstag Details verraten. Die Uni Luxemburg soll bald einen ersten Zyklus für Medizinstudien (präklinisch) entwickeln.
Bildstrecken Schön ungesund: Mode, die den Körper ruiniertDie Kontakte mit der Universität in Straßburg sind sehr eng, etwas weniger eng sind sie mit der Université de Lorraine. Diskussionen mit belgischen und deutschen Einrichtungen laufen. Das Ziel: Den Studenten Zugang zum zweiten Zyklus der Medizinstudien (Master) ermöglichen.
Erster Zyklus schon 2020
Der erste Zyklus der Medizinstudien könnte mit dem zweiten Jahr der Studien zu Beginn des akademischen Jahres 2020-2021 starten, mit 25 Studenten. «Wenn der erst Zyklus etabliert ist und wir signifikante Rückmeldungen bekommen, werden wir untersuchen, ob wir die Möglichkeit eines zweiten Zyklus der Medizinstudien entwickeln, vom Typ Master», präzisiert Marc Hansen. Die Allgemeinmedizin, die Onkologie und die Neurologie sind die ersten Spezialisten, die von der neuen Ausbildung betroffen sind, die Chirurgie steht auf der Startrampe.
«Onkologie und Neurologie sind zwei Sektoren, die sich in unserem Land in den vergangenen Jahren sehr entwickelt haben», sagt Mutsch. «Unser Ziel ist es, den zukünftigen Studenten auch den Zugang zur medizinischen Forschung zu bieten.» Spezialisierte Ausbildungen in Onkologie und Neurologie können im akademischen Jahr 2018/2019 an den Start gehen. All das wird einen finanzielle Auswirkungen auf die öffentlichen Finanzen haben, die werden auf sieben Millionen Euro für den ersten Zyklus und 4,6 Millionen Euro für die Spezialisierungen geschätzt.
Mehr Geld
Der Staat muss sich also dazu durchringen, die Gelder für die Mediziner, die in der Allgemeinmedizin oder in den Spezialbereichen ausgebildet werden, zu erhöhen. Das Gehalt für die Nachwuchskräfte soll von 2500 Euro auf 4000 Euro monatlich im ersten Jahr der Spezialisierung auf bis zu 5000 Euro im fünften Jahr angehoben werden. Assistenzärzte sollen eine Geldleistung von 1300 Euro bekommen.
Studenten, die ihr erstes Jahr hinter sich haben, werden immer noch in der Lage sein, den Rest ihrer Ausbildung im Ausland zu machen, wenn dort eine Partneruniversität ist und wenn sie möchten, sagen Lydia Mutsch und Marc Hansen.
(Pascal Piatkowski/L'essentiel)
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