Sekundarstufe

13. Juli 2017 12:40; Akt: 13.07.2017 13:26 Print

Luxemburger Schule startet deutschen Zweig

DIFFERDINGEN – Um auch im multikulturellen Großherzogtum allen die gleichen Bildungschancen zu bieten, startet jetzt ein neuer Zweig an der «École Internationale».

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Die Internationale Schule ist in Differdingen momentan in der alten Hauswirtschafts- und der Berufsschule untergebracht. 2020 soll sie neuen Räume auf dem Plateau du Funiculaire beziehen. (Bild: Editpress/Editpress)

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Die staatliche internationale Schule («École Internationale Differdingen & Esch-sur-Alzette», EIDD) bietet mit dem kommenden Schuljahr auch einen Zweig mit Deutsch als Grundsprache an – allerdings zunächst nur für die erste Klasse der Sekundarstufe. «Wir wollten das eigentlich auch für die Grundschule entsprechend anbieten, hatten allerdings nicht genug Anmeldungen», erklärt Gérard Zens gegenüber L’essentiel.

Zens ist Leiter der Schule, die im vergangenen September eröffnet wurde und die nach dem Prinzip der Europäischen Schulen aufgebaut ist, wie es sie auf dem Kirchberg und in Mamer gibt. «Aber bei uns muss man kein Kind eines EU-Beamten sein oder Schulgeld bezahlen», erklärt Zens.

Hin zur Vielsprachigkeit

Der neue Zweig erlaubt deutschsprachigen Schülern, den Unterricht grundsätzlich zunächst in ihrer Muttersprache zu erhalten. Erst ab dem dritten Jahr der Sekundarstufe werden Fächer wie Erdkunde oder Geschichte in einer Fremdsprache (Englisch oder Französisch) gehalten. Letztlich sei es ja «das grundsätzliche Konzept der Schule, die Kinder zum Multilinguismus zu führen».

Ab nächstem Jahr sollen auch die ersten zwei Grundschuljahre in Deutsch angeboten werden, während die Schüler, die dieses Jahr die Sekundarstufe in Deutsch begonnen haben, in ihr zweites Jahr starten. Schließlich soll in beiden Stufen der deutschsprachige Zweig sukzessive auf alle Stufen strecken.

Luxemburg wird nicht vergessen

Dabei wird übrigens keineswegs vergessen, wo man sich eigentlich befindet: «Luxemburgisch-Unterricht ist für alle Schüler verpflichtend», stellt der Schulleiter klar.

(Frank Goebel/L’essentiel)

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