Baden auf eigene Gefahr

20. Juli 2018 07:00; Akt: 20.07.2018 07:37 Print

Luxemburgs Seen werden nicht ständig überwacht

LUXEMBURG – Auch wenn die Rettungswache im Einsatz ist, sind die Badenden oft auf sich selbst gestellt. Eine vollständige Überwachung sei nahezu unmöglich, sagen Einsatzkräfte.

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Luxemburgs Seen laden zum Baden ein. Doch das sollte mit Bedacht und Eigenverantwortung geschehen. (Bild: Editpress/Herve Montaigu)

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Der Badeunfall, bei dem ein junger Mann im See von Remerschen Anfang des Monats ertrunken ist, hat aufgezeigt, dass Baden in Seen durchaus zur Gefahr werden kann.

Zwar gibt es eine Überwachung durch Rettungsschwimmer auf dem Badegelände, da diese von der Gemeinde Schengen verwaltet wird. Doch betrifft sie nur den Abschnitt, an dem Kinder baden und spielen können.

Überwachung gibt es nicht überall

«Der Rest des Sees wird nicht überwacht, weil er zu groß ist, das ist nahezu unmöglich. Es wird durch Schilder angezeigt, dass das Baden dort auf eigene Gefahr hin stattfindet», erklärt Tom Weber, Schöffe der Gemeinde. Außerdem sei die Sicherheit in dieser Saison bereits verbessert worden. Im Vergleich zu anderen Seen liege sie auf einem hohen Niveau.

Am See in Weiswampach hingegen gibt es keine Rettungswache. Hier wie übrigens auch im ganzen Rest des Landes kann nur das Wasserrettungsteam des CGDIS (Corps grand-ducal incendie et secours) bei einem Notfall eingreifen.

Badegäste sollten ihre eigenen Fähigkeiten nicht überschätzen

An der Erste-Hilfe-Station in Lultzhausen – am Ufer des Obersauer-Stausees – sind die ehemaligen «Froschmänner» des Zivildienstes vom 15. Mai bis zum 15. September, an Wochenenden und Feiertagen im Einsatz. «Wir erkunden den See mit dem Schnellboot, damit die Leute uns sehen können und greifen ein, wenn es nach einem 112-Anruf ein Problem gibt», berichtet Fred Werer, stellvertretender Gruppenleiter. Die rund dreißig Taucher können bei ihren Einsätzen von Rettungsschwimmern unterstützt werden.

Werer hält es für ein großes Risiko, den See von einem Strand zum anderen überqueren zu wollen. Die meisten Schwimmer würden sich und ihre Fähigkeiten da überschätzen. Er empfiehlt auch bessere Markierung entlang den Ufern des Sees, damit Betroffene ihren Standort bei einem Hilferuf klar erkennen können. Dies würde schnellere Eingriffe ermöglichen.

(Mathieu Vacon/ L´essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ralf am 22.07.2018 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    im Stau an den Badeplätzen könnten Schwimmboyen sein,damit sich die überschätzten Schwimmer erholen können oder um Hilfe schreien,damit die Froschmänner nicht zu spät kommen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ralf am 22.07.2018 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    im Stau an den Badeplätzen könnten Schwimmboyen sein,damit sich die überschätzten Schwimmer erholen können oder um Hilfe schreien,damit die Froschmänner nicht zu spät kommen.