Blitzer

30. März 2016 16:00; Akt: 30.03.2016 17:30 Print

Messen die Luxemburger Radarfallen falsch?

LUXEMBURG – Verwirrung um ein Knöllchen: Eine Autofahrerin will nachweisen können, dass sie zum Zeitpunkt ihres Blitzerfotos nicht in der Nähe der Radarfalle war.

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Wer hat an der Uhr gedreht? Möglicherweise ticken die Luxemburger Radarfallen nicht richtig. (Bild: Editpress/Ifinzi)

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Die neuen Radarfallen sorgen seit zwei Wochen für Riesen-Aufregung auf den Straßen des Großherzogtums. Jetzt, nachdem die ersten Knöllchen eingeflattert sind, kommen Zweifel auf. Funktionieren die neuen Geräte etwa nicht richtig? Diese Frage hat die CSV-Abgeordnete Martine Hansen am Mittwoch Verkehrsminister François Bausch (Déi Gréng) gestellt, nachdem sie eine Stellungnahme von einer Autofahrerin zugeschickt bekommen hatte.

Diese hatte eine Verwarnung zugeschickt bekommen, ein fest installierter Blitzer soll sie wegen zu schnellen Fahrens abgelichtet haben. Das Problem: Zum Zeitpunkt der Aufnahme will die Frau gar nicht in der Nähe der Radarfalle gewesen sein. Sie behauptet, dass sie zum Zeitpunkt des vermeintlichen Fotos sieben Kilometer – oder sechs Minuten Fahrstrecke – von dem Gerät entfernt war. Und das will sie mit Daten ihres Navigationssystems auch nachweisen können.

Maschinen sind von der SNCH zertifiziert

Das nationale Blitzerzentrum in Batringen erklärt, dass «alle Maschinen vom der Eichbehörde SNCH zertifiziert worden sind, und dass bis jetzt über keine Fehlfunktion berichtet wurde». Falls es tatsächlich zu einem Fehler gekommen sei, könne der betreffende Autofahrer Widerspruch einlegen, dann würde ein Gericht entscheiden. Angemerkt sei, dass die (vermeintlichen) Verkehrssünder ihren Schnappschuss nicht gemeinsam mit dem Bußgeldbescheid zugestellt bekommen, sondern dafür die Bartringer Blitzerzentrale konsultieren müssen.

Besonders bei unseren französischen Nachbarn sorgten Fehlfunktionen der im Jahr 2003 eingeführten Blitzer für Aufregung. So wurde ein Mann in Paris geblitzt, während er sich eigentlich in den Vogesen aufhielt. Und 2005 wurde ein Fahrer mit 91 Stundenkilometern geblitzt – am Steuer eines Traktors.

(MC/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jean Claude Mattern am 30.03.2016 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    Nee, die Dinge messen richtig: der Staat wird reicher und der Bürger ärmer. Wenn es überhaupt um "Verkehrssicherheit" ginge, wurde der Staat mehr in ein vernünftige Fahrausbildung investieren, statt Blitzer.

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  • Kenny B am 31.03.2016 07:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn nur die Uhr falsch geht, diese besagte Dame also 6 Minuten vorher mit zu hoher Geschwindigkeit durch die Kontrolle gerauscht ist, steht trotzdem fest, dass sie zu schnell war. Zahlen bitte !

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  • irgendeen am 31.03.2016 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et gett jo eng Foto gemeet, soss hätten se jo keen nummeren scheld. Et gett den beweis dass se physikalesch do wo. Do spillt den navi keng roll

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marita E am 05.09.2016 15:03 Report Diesen Beitrag melden

    Die Luxemburger Behörden könnten einem wenigstens die Fotos online oder in Papierform den Beweis des Blitzers zusenden. Es ist mir zu teuer nochmal das Bild in Luxemburg vor Ort zu kontrollieren.

  • Charles am 31.03.2016 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Den Minister soll net soen et wär selwecht wei bei den Franzousen do seed hien net Wourecht well do ass et 10 % ech wees et krutt der schons drei do

    • De Kritiker am 27.04.2016 19:39 Report Diesen Beitrag melden

      Den Här Bausch ass keen vunn deenen schlechstens Ministeren`!!

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  • Komisch am 31.03.2016 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mich wundert nur dass heute morgen kurz nach 10 uhr ein paar Facharbeiter den Radarpfosten an den computer angeschlossen haben "Schieren Ettlebrück"

  • irgendeen am 31.03.2016 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et gett jo eng Foto gemeet, soss hätten se jo keen nummeren scheld. Et gett den beweis dass se physikalesch do wo. Do spillt den navi keng roll

    • Fred Becker am 01.04.2016 08:43 Report Diesen Beitrag melden

      Dennoch handelt es sich dann bei dem Protokoll um einen Formfehler, da Tatzeit und Tatort nicht mehr in Kongruenz stehen. somit ist der Bussgeldbescheid hinfaellig, Pech fuer die Behoerde. Jedoch wird man sicherlich dies schnellstens durch juristische Winkelzuege wieder zurechtbiegen.

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  • M. MM am 31.03.2016 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Bin einferstanden mit den Blitzern aber sie übertreiben es ein bisschen! Limitation de vitesse : 70 km/h Vitesse mesurée: 74 km/h Vitesse retenue: 71 km/h und für dass bazahlt man 49€ Bei 500 wagen am tag die mit 1 km/h zu schnell fahren macht dass fast 9.000.000 € in einem jahr Dass ist nicht normal

    • Rossma am 31.03.2016 17:17 Report Diesen Beitrag melden

      Seit die Blitzer in kraftgetreten sind ist der verbrauch meiner Lieferwagen (5st ) trastdich erhöht ,die Fahrzeuge sind mit dem neusten GPS Fuhrparkerkennung ausgerüstet wo man Verbrauch und Bremsmanöver auslesen kann .Die Fahrer bremsen und beschleunigen mehr, das erhebt den verbrauch und mehr Bremsstaub mehr Umweltschaden .Das ist ja denen Politiker (Déi Gréng) egal hauptsache es kommt mehr Geld in die Kassen. Luxembourg bekommt Protzentual mehr Blitzer als in Deutschland oder Frankreich . Luxembourg ist immer einen schritt voraus .

    • Tweety am 31.03.2016 20:34 Report Diesen Beitrag melden

      Ein Schritt näher am Abgrund oder ????

    • Fred Becker am 01.04.2016 08:47 Report Diesen Beitrag melden

      hier sollten in der Tat die Strafen abgestuft sein. in der Schweiz ist es fuer 1km/h zu schnell noch krasser. Aber einfach eine Blitzer app fuer das Handy nutzen. Diese Radargeraete sind eine Abzocke fuer den Ortsunkundigen. Wenn dann richtig und eine permanente Geschindigkeitsueberwachung anhand der Durchschnittsgeschwindigkeit wie in den Niederlanden. Anstatt etwas fuer umwelt und Gesundheit zu tun und den ausufernden Dieselsubventionen Einhalt zu gebieten hat man nichts besseres zu tun....

    • Marc am 01.04.2016 17:17 Report Diesen Beitrag melden

      Et ass nët 1 km ze schnell,me der 4 wou Toleranz ofgezunn gëtt. An daat ass maer och schons amFrankreich geschitt. An daat mam Verbrauch vun den Ween elo ze ëntschëllegen, soen ech just, datt dier dann och een vun den Patroen ass deen séng Leit schikanéiert fir ëmmer un der Limit ze fueren, dozou soën ech just selwer Schold.

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