In Luxemburg

25. Juli 2018 12:10; Akt: 25.07.2018 13:07 Print

Namen oder Geschlecht ändern wird viel einfacher

LUXEMBURG – Dank eines neuen Gesetzes können Luxemburger und hier lebende Ausländer künftig relativ unkompliziert eine Änderung des Geschlechts und des Vornamens beantragen.

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Aus Ridgley (l.) wurde Bridget. (Bild: L'essentiel)

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Die Chamber hat am heutigen Mittwoch ein Gesetz verabschiedet, das es möglich macht das Geschlecht oder den Vornamen ohne weitere Umstände ändern zu lassen. Das ist vor allem für transsexuelle Menschen wichtig, die sich nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren können. Mit 57 Ja-Stimmen vonseiten der CSV, der DP, der LSAP, von déi gréng und déi Lénk und drei Nein-Stimmen von der ADR war das Votum beinahe einstimmig.

Der Gesetzestext sieht eine Vereinfachung des administrativen Verfahrens vor. Es soll diese Änderungen des Personenstands ermöglichen, ohne dass ein ärztliches Attest vorgelegt oder ein medizinischer Eingriff durch Operation oder Hormonbehandlung nachgewiesen werden muss.

Harte Kriterien und Gerichtsentscheide

Neuerdings muss man hierfür lediglich einen schriftlichen Antrag stellen und einige Dokumente wie das Strafregister und die Geburtsurkunde vorlegen. Außerdem wurden mehrere Kriterien definiert, anhand derer festgestellt werden kann, ob jemand eine begründete Änderung des Geschlechts wünscht. Die betroffene Person muss glaubhaft machen, dass sie sich öffentlich zu dem gewünschten Geschlecht bekennt, dass sie im Familen-, Freundes-, Berufs- und Bekanntenkreis entsprechend auftritt und dass der geänderte Vorname dem neu gewählten Geschlecht entspricht.

Es ist geplant, das Verfahren für Ausländer, die seit mindestens einem Jahr im Großherzogtum registriert sind, und luxemburgische Staatsangehörige, die im Ausland leben, zu öffnen. Minderjährige sollten ebenfalls berechtigt sein, sofern die Eltern zustimmen. Bei Meinungsverschiedenheiten kann der Antrag an das Bezirksgericht gerichtet werden, das im Interesse des Kindes entscheiden muss. Für Minderjährige unter fünf Jahren ist ein Antrag beim Bezirksgericht zwingend erforderlich.

(Olivier Loyens/L’essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • loshein am 25.07.2018 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich kann ich meinen Namen von ‚Paul Idiot‘ nach ‚Emil Idiot‘ ändern.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • loshein am 25.07.2018 15:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich kann ich meinen Namen von ‚Paul Idiot‘ nach ‚Emil Idiot‘ ändern.

    • Linda Reiter am 25.07.2018 18:35 Report Diesen Beitrag melden

      Deet mir leed. Mee Dir sidd en I....! Vir esou topesch hei ze pousten. Sidd frou datt Dir den Probleem net hudd. Mengt Dir datt déi Menschen frou sinn? Ass leider en laangen an schwéieren Wee vir kenen sain Numm ze wiesselen. Ech beneiden déi Menschen vir den Courage ze hun.

    • Djidane am 25.07.2018 21:18 Report Diesen Beitrag melden

      Beneiden? egw et net maachen an aktzepteieren waat een ass ass besser. Et sinn keng studien eraus wou iwwer de mentalen zoustand vun deenen Persounen mecht wou de wandel duerch gaang sinn. An UK hunn se emmer mei ee indentiteit probleem wou d'Psychologuen bekaemfpen well der emmer mei de Wandel maachen ewei wann daat ee spontanen Tattoo wier. An plaatz et mei einfach ze maachen sollt ee iwwerpeifen op et deenen Leit net eppes aanescht am Liewen feelt aplaatz direkt daat mam Geschlecht op den Desch ze leeen

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