Bildung in Luxemburg

12. Juni 2018 14:10; Akt: 12.06.2018 14:23 Print

Neue Abendschule für Lehrlinge und Berufstätige

LUXEMBURG - Das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife (DAES) dient Erwachsenen als Zugangsticket für die Uni. Nun wird das Kursangebot erweitert.

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Das Diplôme d'accès aux études supérieures richtet sich an junge Menschen, die ihr Abitur nachholen wollen.

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Wer die Schule vorzeitig abbricht und es später bereut, kann sich auch mit dem sogenannten DAES (Diplôme d'accès aux études supérieures) an der Uni einschreiben. Das Zeugnis ist insofern gleich viel «wert» wie das herkömmliche Abitur. In Luxemburg wird die Ausbildung, die an das französische DAEU angelehnt ist, seit 2016 angeboten. Der Unterricht nimmt 30 Stunden pro Woche in Anspruch. Weil die Kurse tagsüber stattfinden, bleibt dieser Bildungsweg aber für viele Berufstätige verschlossen.

«Es gab sehr wohl Abendkurse. Aber das Angebot war zu begrenzt», erklärt Koordinator Jos Bertemes. Deshalb bietet die Schule des zweiten Bildungswegs (E2C) nun eine neue berufsbegleitende Studienberechtigungsprüfung an. Der Vorteil des berufsbegleitenden DAEU beruht darauf, dass jeder Teilnehmer seine Kurse über ein Modul-System selbst aussuchen kann. Angeboten werden zwei Sprachkurse, einer in Mathematik, je einer für Geistes- und Naturwissenschaften, ein projektbasiertes Modul und eine betreute persönliche Arbeit.

Anmeldungen bis 15. September

Lehrer der E2C und des Athénée halten die Kurse an drei Abenden pro Woche. Die Kursteilnehmer werden kontinuierlich benotet. Die Ausbildung dauert ein Jahr (beziehungsweise zwei Semester). An wen richtet sich das Angebot? Bertemes: «An Jugendliche und Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren, die ein Uni-Studium absolvieren oder sich sich für das Staatsexamen im öffentlichen Dienst einschreiben wollen.»

Seit 2016 haben 70 Personen die Ausbildung absolviert. Durch das neue Angebot mit Abendkursen sollen sich nun logischerweise mehr Menschen für den zweiten Bildungsweg begeistern. Interessierte können sich bis zum 15. September auf der Website der E2C einschreiben.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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