Vor Parlamentswahlen

04. April 2018 07:03; Akt: 04.04.2018 08:01 Print

Parteien sind offen für Legalisierung von Cannabis

LUXEMBURG – Laut einer aktuellen Umfrage ist die Mehrheit der Einwohner für die Legalisierung von Cannabis. Auch in den Parteien wird darüber nachgedacht.

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Medizinisches Cannabis ist bei den großen Luxemburger Parteien keine Streitfrage mehr. (Bild: DPA)

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Sechs Monate vor den Parlamentswahlen werden Wahlprogramme geschmiedet. Die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel wird darin wohl auch eine Rolle spielen. Während die Mehrheitsparteien (DP-LSAP-Déi Gréng) einen Gesetzentwurf zur Legalisierung der medizinischen Verwendung von Cannabis vorlegte, ändern sich auch die Einstellungen der Oppositionsparteien. Die CSV und die ADR sind nicht mehr gegen eine gewisse Flexibilität bei der medizinischen Verwendung. Aber sie sind nicht bereit, sich auf eine vollständige Legalisierung einzulassen. Déi Lénk fordern derweil «Straffreiheit bei Konsum und Besitz im Falle des Eigenbedarfs», wie es Parteisprecher Gary Diderich formuliert.

Auch Déi Gréng «setzen sich seit langem für die Liberalisierung von Cannabis ein», erinnert Parlamentssekretär Dan Michels. Auf dem Kongress am 30. Juni wollen die Befürworter einen Entwurf vorstellen, der zur Legalisierung von Cannabis beitragen soll. «Déi Gréng werden in der nächsten Legislaturperiode mehr einfordern», heißt es aus Parteikreisen. Auch bei der LSAP werde «das Thema Cannabis während der Entwicklung des Programms eine Rolle spielen», erklärt Generalsekretär Yves Cruchten. «Die LSAP hat sich immer für die Straffreiheit beim Konsum von weichen Drogen eingesetzt.»

In der DP ist die Entwicklung hin zu einer Legalisierung am stärksten zu erkennen. Im Jahr 2013 weigerte sie sich noch, diese im Koalitionsvertrag festzuschreiben. Heute scheint die Partei um Premierminister Bettel einen aufgeschlosseneren Kurs zu fahren.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Die Dröhnung am 04.04.2018 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Sollte schnell passieren damit Luxemburg absahnen kann bevor es auch in Deutschland und Frankreich legalisiert wird. Am Morgen ein joint und der Tag ist Dein Freund.

  • wann d'Cana bis grouss gin ... am 04.04.2018 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wann de Cannabis legal ass, kënnt och Roue an de Prisong, well manner Krimineller ! ... Déih Parteien, déih d'Legaliséirung net an hieren Programm ranhuelen, haten dann eben Päsch, wann sie net gewiëlt gin ! Dofir därfen sie awer weiderhin mam Crémant prosten, wat jo och keen hinnen verbidd, souguer, wann sie sech vollaafen loossen, sech total derniëft behuelen an sech net méih kontrolléiert kréien ! ... Mir därfen de Cannabis net der Pharmaindustrie iwerloossen, déih machen schon zevill Profit op onserer Krankheet an den Niëwewirkungen vun hieren Pëllen, anstatt ons ze heelen ...

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  • Don Mafiosi am 04.04.2018 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    Das macht Sinn. Zuerst Tabak und Alkohol verpönen und dann Drogen legalisieren. Dat hat jemand gute Lobbyarbeit geleistet.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Die Dröhnung am 04.04.2018 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Sollte schnell passieren damit Luxemburg absahnen kann bevor es auch in Deutschland und Frankreich legalisiert wird. Am Morgen ein joint und der Tag ist Dein Freund.

  • Don Mafiosi am 04.04.2018 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    Das macht Sinn. Zuerst Tabak und Alkohol verpönen und dann Drogen legalisieren. Dat hat jemand gute Lobbyarbeit geleistet.

    • Stop discriming Mary Jane am 04.04.2018 11:00 Report Diesen Beitrag melden

      Tabak u. Alkohol sind legale Drogen mit vielen unangenehmen Wirkungen, Nebenwirkungen u. negativen Folgen für unsere Gesundheit, unsere Nachkommenschaft u. unsere Gesellschaft z.B. sind sie beide krebserregend, zerstören gesunde Zellen u. schwächen unser Immunsystem, wirken schädigend auf Föten u. Embrionen! Cannabis hingegen ist eine Heilpflanze, die uns präventiv schützt gegen Krebs, Krebszellen tötet, unsere Krankheitsabwehr fördert u. sogar Nichtgeborene im Bauch ohne Folgeschäden relaxen kann!! es muss nicht geraucht werden, sondern kann in vielfältigen Rezepturen eingenommen werden!

    • MIseler am 04.04.2018 15:36 Report Diesen Beitrag melden

      @ mary jane: Nicht zu vergessen, der Wein ist auch eine Medizin !

    • Don Giovanni Mafioso am 23.04.2018 15:29 Report Diesen Beitrag melden

      Don Mafiosi Es ist ja nicht die Rede alle Drogen zu legalisieren sondern nur Cannabis. Ich rauch lieber ab und zu einen Joint als mir täglich 20 krebserregende Zigaretten reinzustopfen.

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  • wann d'Cana bis grouss gin ... am 04.04.2018 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wann de Cannabis legal ass, kënnt och Roue an de Prisong, well manner Krimineller ! ... Déih Parteien, déih d'Legaliséirung net an hieren Programm ranhuelen, haten dann eben Päsch, wann sie net gewiëlt gin ! Dofir därfen sie awer weiderhin mam Crémant prosten, wat jo och keen hinnen verbidd, souguer, wann sie sech vollaafen loossen, sech total derniëft behuelen an sech net méih kontrolléiert kréien ! ... Mir därfen de Cannabis net der Pharmaindustrie iwerloossen, déih machen schon zevill Profit op onserer Krankheet an den Niëwewirkungen vun hieren Pëllen, anstatt ons ze heelen ...

    • Asket am 04.04.2018 10:27 Report Diesen Beitrag melden

      In einem Punkt haben sie Recht Alkohol ist nicht ungefährlicher. Doch statt noch mehr Giftstoffe zu legalisieren, sollte man Alkohol und Tabak kriniminalisieren. Das entlastet zum einen die Krankenkassen und ist zum anderen auch ein schönes Signal an unsere muslimischen Mitbürger bzw, die die es noch warden woollen.

    • Katastrophe am 04.04.2018 12:48 Report Diesen Beitrag melden

      Naja @Asket, Mediziner, sagen, es sei eine Heilpflanze...so viel zu den Giftstoffen. Aber ja, Alkohol und Tabak sind nicht gesünder, werden aber als Gesellschaftlich bezeichnet. Wenn mann dann aber das Ergebnis von den 2 oben genanten Stoffe sieht, wird mann stutzig... Das mit den Muslimen hab ich nicht verstanden, denn: „Es ist nicht in allen islamischen Konfessionen, Gemeinden und Kreisen verboten – so wie es unterschiedliche Interpretationen des Islams gibt, existieren auch unterschiedliche Auffassung unter Muslimen, ob Alkohol sündhaft sei.“ Sagt Akay, ein Moslem... Also...?

    • Minaret am 04.04.2018 12:59 Report Diesen Beitrag melden

      Lieber Asket, dies könnte Sie interessieren: gibt es in der heiligen Schrift des Islam durchaus unterschiedliche Ansichten über den Alkohol. So heißt es in Sure 16: "Und wir geben euch von den Früchten der Palmen und der Weinstöcke, woraus ihr euch ein Rauschgetränk macht und einen schönen Lebensunterhalt." "Das heißt, der Rauschtrank, der aus Wein oder Datteln hergestellt ist, ist eine Wohltat, die Gott den Menschen zukommen lässt", sagt der Islamwissenschaftler Peter Heine. Wer hätte das gedacht, nicht wahr?

    • Cannabis heilt! am 08.04.2018 09:37 Report Diesen Beitrag melden

      Immer wieder diese gottesfürchtigen monotheistischen patriarchalen Religionsfanatiker, die ihre Beschränktheit zur Schau stellen, indem sie sich mit veralteten Bibel- oder Koranzitaten Autorität verschaffen wollen! Auch wenn die katholische Kirche Weihrauch benutzt,um ihre Schäflein zu benebeln,hat Weihrauch an sich nichts mit Religion zu tun ... das krebserregende Weintrinken macht der Pastor vor u. Cannabisrauchen verbietet man uns, obwohl krebspräventiv: was für eine einfältige menschliche Spinnergesellschaft, die sich nicht auf sich selbst verlassen kann wegen der Fakes, auf die sie baut!

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