Umfrage

30. Mai 2018 14:48; Akt: 30.05.2018 15:15 Print

Viele Luxemburger qualmen trotz Verboten weiter

LUXEMBURG - Die Fondation Cancer bedauert eine Stagnation der Raucherzahlen im Land. Deshalb sei «eine deutliche Preiserhöhung notwendig».

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Über die Tabakpreise sei eine Regulierung des Käuferverhaltens möglich, findet die Fondation Cancer. (Bild: AFP/Jean-christophe Verhaegen)

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Laut einer TNS-Ilres-Umfrage unter 4225 Personen ab 15 Jahren stieg die Zahl der Raucher in Luxemburg zwischen 2016 und 2017 leicht an und erreichte 21 Prozent. Das ist ein Punkt mehr als im Vorjahr. Obwohl es schwierig ist, Schlussfolgerungen aus einer solch geringfügigen Veränderung zu ziehen, beklagt die Fondation Cancer eine Stagnation seit fünf Jahren. Die Studie ergab den gleichen Prozentsatz an Rauchern in den Jahren 2013, 2014 und 2015 – und das obwohl die Regierung neue Rauchverbote eingeführt hat.

Im Detail der Umfrage zeigen sich jedoch unterschiedliche Trends. Erstens gibt es weniger junge Raucher als im Vorjahr. 22 Prozent der 18- bis 24-Jährigen rauchten 2017, verglichen mit 26 Prozent im Jahr 2016. «Gute Nachrichten» seien das, so die Krebsstiftung, die dennoch bedauert, dass in diesem Alter mehr Frauen als Männer rauchen (24 Prozent gegenüber 21 Prozent).

Mehr als die Hälfe der Raucher will aufhören

Menschen im Alter von 25 bis 34 Jahren nehmen immer noch am häufigsten Tabak zu sich (27 Prozent). «Wenn man in diesem Alter eine Familie gründet, werden kleine Kinder unfreiwillig Zeugen dieses Verhaltens», heißt es in der Studie weiter.

Zu den positiven Entwicklungen gehört, dass 55 Prozent der Raucher mit dem Rauchen aufhören wollen. Dieser Wunsch geht meist mit einem Rückgang des Konsums einher, da die Hälfte der befragten Raucher weniger als zehn Zigaretten pro Tag konsumieren. «Aber die Anzahl der gerauchten Jahre hat mehr Einfluss auf die Gesundheit als die Menge, die geraucht wird.»

Die Fondation Cancer kämpft weiter

Die Tabakabhängigkeit bleibt ein Problem für einen Teil der Bevölkerung. 16 Prozent der Bewohner rauchen täglich. Das ist ein Prozentpunkt mehr als 2016. Und die Konsumgewohnheiten ändern sich. Es gibt mehr Shisha-Raucher. Ein Viertel der 15- bis 24-Jährigen konsumiert regelmäßig Shisha. Zusätzlich gaben 1,2 Prozent der Befragten an, E-Zigaretten zu rauchen, häufig zusätzlich zur klassischen Zigarette (64 Prozent).

Angesichts all dieser Zahlen will die Krebsstiftung den Druck nicht verringern: «Wir setzen uns für eine deutliche Erhöhung der Zigarettenpreise ein. So könnte man – wie schon bei den Teenagern – auch bei Erwachsenen einen Rückgang an Rauchern herbeiführen.»

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dimitrij am 30.05.2018 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Iwwer déi Milliounen un Steieren déi den Staat drop verdéngt , beschwéiert awer keen sech.

  • sic ... am 31.05.2018 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ass den Artikel hei geschriwen, fir de Leit rem selwer d'Schold un hierem Kriebs ze gin an d'Wirtschaftsverseucher a Schutz ze huëlen? Diesel- a Feinstaubverseuchung, Radioaktivitéit, Glyphosat an ondeklaréiert Chimie am Industriefood, Plastikverseuchung ... an dann gëtt et rem eng Kéier Zeit, dem Konsument selwer d'Schold un sengem Kriebs ze gin wéinst dem Fëmmen, woubei z.B. Alkohol mindestens genee sou kriebserregend ass ouni Ofschreckbiller an GENTECH weiderhin ondeklaréiert als Food verkaaft gëtt ... einfach skandalös, wéih sie firun der Wirtschaft kuschen an just d'Leit beschëllegen ..

  • Jeff millim am 30.05.2018 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst die Menschen sonst Rauchen angewöhnen mega Reklamen rausmachen und dann Mönchengladbach nach Föhr da müsste mal die Politik was tun und die medizinische Ursache und Hilfen zum Aufhören helfen das zu bezahlen weil ich möchte gerne auch hören aber eine Pflaster 100 € zum aufhören zu rauchen die Preise sind wir zu hoch und dann kriegt man nur das Geld zurück wenn man noch das geschafft hat Fahrradsattel schafft ok man kann Geld von der Krankenkasse zurück und das müsste gerne mal geändert werden vielmehr Hilfe zum Aufhören von rauchen und Unterstützung von Krankenkassen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • sic ... am 31.05.2018 08:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ass den Artikel hei geschriwen, fir de Leit rem selwer d'Schold un hierem Kriebs ze gin an d'Wirtschaftsverseucher a Schutz ze huëlen? Diesel- a Feinstaubverseuchung, Radioaktivitéit, Glyphosat an ondeklaréiert Chimie am Industriefood, Plastikverseuchung ... an dann gëtt et rem eng Kéier Zeit, dem Konsument selwer d'Schold un sengem Kriebs ze gin wéinst dem Fëmmen, woubei z.B. Alkohol mindestens genee sou kriebserregend ass ouni Ofschreckbiller an GENTECH weiderhin ondeklaréiert als Food verkaaft gëtt ... einfach skandalös, wéih sie firun der Wirtschaft kuschen an just d'Leit beschëllegen ..

  • Jeff millim am 30.05.2018 18:28 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst die Menschen sonst Rauchen angewöhnen mega Reklamen rausmachen und dann Mönchengladbach nach Föhr da müsste mal die Politik was tun und die medizinische Ursache und Hilfen zum Aufhören helfen das zu bezahlen weil ich möchte gerne auch hören aber eine Pflaster 100 € zum aufhören zu rauchen die Preise sind wir zu hoch und dann kriegt man nur das Geld zurück wenn man noch das geschafft hat Fahrradsattel schafft ok man kann Geld von der Krankenkasse zurück und das müsste gerne mal geändert werden vielmehr Hilfe zum Aufhören von rauchen und Unterstützung von Krankenkassen

    • rotz am 30.05.2018 23:07 Report Diesen Beitrag melden

      Leier schreiwen!

    • Erny am 31.05.2018 09:22 Report Diesen Beitrag melden

      Es gibt staatliche Unterstützung für Rauchstopp, man muss es nur tun (und auch durchziehen). Nur Mut! Im Übrigen: das Geld, das man nicht mehr für Zigaretten verpulvert, sollte man auch nicht vergessen. Unter dem Strich gewinnt man auch finanziell.

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  • Niemand am 30.05.2018 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    Hier geht es nicht um die Gesundheit, sondern mehr ums Geld.

    • pitti am 30.05.2018 22:22 Report Diesen Beitrag melden

      genau dir huet recht das dem staat egal , mir och .......

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  • Dimitrij am 30.05.2018 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Iwwer déi Milliounen un Steieren déi den Staat drop verdéngt , beschwéiert awer keen sech.

  • svendorca am 30.05.2018 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    es gibt Gesetze die man beachten soll,..aber mir hat keiner was zu verbieten,..außer ich übertrete das Gesetz...

    • Erny am 31.05.2018 09:16 Report Diesen Beitrag melden

      Soviel zur vielbeschworenen "Rücksicht" der Raucher...

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