EU-Verordnung

24. Mai 2018 18:43; Akt: 25.05.2018 07:02 Print

Zu knusprige Pommes kosten 2000 Euro

LUXEMBURG – Die EU hat kürzlich eine Verordnung erlassen, die den maximal zulässigen Bräunungsgrad von Pommes oder Gromperekichelcher festlegt. Wie steht es um die Umsetzung?

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Die Kontrollen können demnächst auch auf der «Schueberfouer» durchgeführt werden. (Bild: Editpress/Ifinzi)

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Bereits seit dem 11. April dieses Jahres gilt auch in Luxemburg die neue EU-Verordnung, die unter anderem den maximal zulässigen Bräunungsgrad von Pommes frites festlegt. Diese dient vor allem dazu, den als krebserregend geltenden Stoff Acrylamid aus Lebensmitteln wie «gebackenen oder gebratenen Getreideprodukten (Brot, Frühstückszerealien), Kartoffeln (Chips, Snacks, Cracker) und Kaffeebohnen» zu verbannen, heißt es vonseiten des Gesundheitsministeriums in einer parlamentarischen Antwort auf die Fragen von Gilles Baum (DP).

Das betreffe «angesichts der wirtschaftlichen Struktur Luxemburgs vor allem Bäckereien, Gastronomie- und Cateringbetriebe sowie Röstereien», heißt es dort weiter. «Ab einer gewissen Größe müssen Betriebe eigenständig Laborkontrollen durchführen, um die Werte nicht zu überschreiten», sagt Patrick Hau, Leiter der Abteilung Lebensmittelkontrolle des Gesundheitsministeriums. «Eine Farbpalette soll vor allem als Richtlinie für kleinere Betriebe dienen.» In diesen führe die Division de la Sécurité Alimentaire selbst gelegentliche Labortests durch.

Die «Pommes-Skala» legt fest, wie braun Fritten sein dürfen.

Auch bei Karnevalsveranstaltungen oder auf der Schueberfouer werden die Hygienestandards überprüft. «Bereits jetzt führen wir regelmäßige Kontrollen durch», sagt Hau. «Wir messen an Ständen beispielsweise die Temperatur der Friteusen, die eingesetzt werden. Das hat nämlich massive Auswirkungen auf die Bildung von Acrylamid.» Ein Verstoß gegen die geltenden Bestimmungen ist übrigens keine Lappalie. Bei Zuwiderhandlung können bis zu 2000 Euro Strafe fällig werden.

(dix/L’essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimbo am 24.05.2018 19:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wat eng Idioteschkeet.... dei selwcht Leit, wou den Acrylamid an de Fritten reguleieren, hun awer vir dLegaliteit vum Glyphosat gestëmmt

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  • Jopo am 24.05.2018 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    egaal waat, daat si richteg iwerbezuelten Paiffen

  • GUGU am 25.05.2018 05:41 Report Diesen Beitrag melden

    Vive «EU» an déi modern Diktatur déi dem Bierger elo och nach virschreiwt wéi Fritten mussen aus dem Dëppen kommen well Lobbyisten esou vill Wert op eis Gesondheet leeën. Einfach lächerlech fir wéi domm Leit nach 2018 vun Bréissel gehalen gin wann een gesäit wéi op der aner Seit Firmen gewalteg Primen servéiert kréien fir Alkohol, Tubak, Drogen, Sprëtzmëttelen, Dünger, Waffen, Abgasen usw. ze produzéieren, alles BIO an Emweltfrëndlech! An all des Virschrëften an Kontrollen sin wéi gewinnt net gratis an esou gëtt dem Bierger nees Euronen aus der Täsch gehol.

Die neusten Leser-Kommentare

  • 2000 € fir eng verbrannten Fritt am 25.05.2018 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Sie hun et schon ferdeg bruëcht, dat d'Bistroen zoumachen, dat d'Baueren ofstiëwen an elo kënnen och d'Frittebuden zoumachen, well sie déih fettëg Stroofen net kënne bezuëlen! D'EUbeamten sollen dofir selwer hier genmanipuléiert glyphosalverseuchten Fibronylgromperen schiëlen an frittéieren, well keen sech méih traut Fritten fir sie ze machen, well et kéint jo eng verbrannten dobei sin, déih dann 2000 € Stroof kascht! ...

  • lolll am 25.05.2018 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wee wann mer keeng aner problemer hei am Land hätten ,ausser fritten......egal waat!!!!

  • Veritas am 25.05.2018 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    De Béisen Acrylamid, elo gëtt déi Sau duerch d'Duerf gedriwwen, wann elo keen sos oppasst, dann erlaben mir weider Roundap, Fracking (an D), an egal wéi eng Liewensmëttelzousätz déi d'Industrie erfént an net mussen deklaréiert sinn...

  • Léonie T am 25.05.2018 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    Dann bekommen wir jetzt bald noch fast rohe Pommes, weil der Verkäufer dann nichts riskiert ? Das ist genau so eine Verordnung, die die Menschen an der EU zweifeln lässt.

    • Hexe am 26.05.2018 18:29 Report Diesen Beitrag melden

      Oh ja,das ist mir schon geschehen.Zu Hause musste ich dann Medikamente gegen Magenschmerzen nehmen. Das war bestimmt gesünder als knusprige leckere Pommes.Wir essen seither nur noch zu Hause.Dort darf man ausserdem ein Glas Wein trinken,nach dem Essen beim Kaffee eine Zigarette gemütlich rauchen.Also das geht auch.Ciao bis zur nächsten Eselei aus Brüssel

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  • GUGU am 25.05.2018 05:41 Report Diesen Beitrag melden

    Vive «EU» an déi modern Diktatur déi dem Bierger elo och nach virschreiwt wéi Fritten mussen aus dem Dëppen kommen well Lobbyisten esou vill Wert op eis Gesondheet leeën. Einfach lächerlech fir wéi domm Leit nach 2018 vun Bréissel gehalen gin wann een gesäit wéi op der aner Seit Firmen gewalteg Primen servéiert kréien fir Alkohol, Tubak, Drogen, Sprëtzmëttelen, Dünger, Waffen, Abgasen usw. ze produzéieren, alles BIO an Emweltfrëndlech! An all des Virschrëften an Kontrollen sin wéi gewinnt net gratis an esou gëtt dem Bierger nees Euronen aus der Täsch gehol.