Reform beschlossen

14. Dezember 2010 20:18; Akt: 15.12.2010 12:39 Print

Ab Januar zahlen Patienten mehr für Gesundheit

LUXEMBURG –Nach Ärztestreik und wochenlangem Streit ist die Gesundheitsreform beschlossen. Ab Januar heißt das für Patienten: Höhere Krankenkassenbeiträge, Generika und der Referenzarzt.

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Seit Wochen streitet das Land um die Gesundheitsreform. Bei der Abstimmung im Parlament war das am Dienstagnachmittag nicht anders. «Das ist die schlimmste Reform des Jahrhunderts!», schimpfte Carlo Wagner, Ex-Gesundheitsminister und DP-Abgeordneter. «Da kann man nur hoffen, dass die Regierung die Rentenreform nicht genauso auf die leichte Schulter nimmt», meckerte er weiter.

70 Millionen Euro will Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo (LSAP) mit seiner umstrittenen Reform sparen. Ein Dorn im Auge der Grünen: «Wir hätten begrüßt, wenn zunächst über die strukturellen Veränderungen nachgedacht worden wäre und dann an die damit verbundenen Einsparungen und nicht umgekehrt», erklärte der Abgeordnete Felix Braz.

Auch wenn die Opposition motzte: Die Stimmen der Koalition reichten, um die Reform zu beschließen.

Was sich ändert

Für die Patienten verändert sich einiges und – zum Teil - schon ab Januar. Sie können sich dann einen Referenzarzt aussuchen, der aber erst 2012 verbindlich wird. Bei den Medikamenten werden grundsätzlich zunächst Generika verschrieben und keine teureren Varianten.

Das sogenannte «Patienten-Dossier», in dem Behandlungen dokumentiert und wichtige medizinische Daten elektronisch gespeichert werden, tritt ebenfalls nach und nach in Kraft.

Für alle steigen die Krankenkassenbeiträge um 0,1 Prozent. Für ärmere Haushalte gibt es Hilfszahlungen vom Staat. Umgekrempelt wird ebenfalls die Organisation der Krankenhäuser, die auf Grund ihrer jeweiligen Spezialisierung «Kompetenz-Zentren» herausbilden sollen.

(sb/L'essentiel Online mit PaT)

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