Rassismus in Luxemburg

30. September 2020 08:49; Akt: 30.09.2020 08:50 Print

Absurde Antworten auf rassistische Fragen

LUXEMBURG – Ein Workshop der Organisation «Garance» zeigt, wie man sich vor dem in Luxemburg herrschenden Rassismus schützen kann.

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Der von der gemeinnützigen Organisation Garance organisierte Workshop soll Frauen im Kampf gegen Rassismus helfen.

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«Wenn das nächste Mal ein Fremder mein Haar berührt, weil es weich aussieht, werde ich nicht klein beigeben. Es ist nicht immer böse gemeint, aber vielleicht fasse ich dann auch einfach seine Haare an. Vielleicht verstehen die Leute dann, wie schmerzhaft es ist», erzählt Valerie*. Die junge afrostämmige Frau nahm an einem verbalen Selbstverteidigungs-Workshop für Frauen gegen Rassismus teil, der von der gemeinnützigen Organisation Garance organisiert wurde.

«Mikro-Aggressionen stellen im Alltag eine enorme psychische Belastung dar. Und es ist ermüdend, die Menschen ständig darauf aufmerksam machen zu müssen. Aber ich will mir nichts mehr gefallen lassen.» Um diese Verteidigungsstrategien zu vermitteln, bedient sich der Workshop verschiedener Rollenspiele. «Wir lehren die Teilnehmer, ihre Grenzen zu setzen», erklärt Coach Irene Zeilinger.

«Wenn Menschen nicht verstehen wollen und absichtlich eine rassistische Frage stellen, können wir eine absurde Antwort geben, um sie aufzurütteln und zum Nachdenken anzuregen», sagt Valerie. Sie schätzt, dass sie sich in Luxemburg durch gute Verdienstmöglichkeiten sicherer fühlt als in Frankreich oder Belgien. Gleichzeitig berichtet sie aber auch von der Diskriminierung, die Kinder von Bekannten in der Schule erleiden müssen. «Es erschreckt mich für den Tag, an dem ich Mutter werde».

*Der Vorname wurde geändert.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dan am 30.09.2020 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirwaat dann net? Waat ass dann dann um Roude Leif schlecht? Eischter aert schlecht klengkareiert Denken.

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  • och eng Wourecht am 30.09.2020 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Et wier mol interessant ze wessen wat fir Déeler vun onser Multikulti-Gesellschaft esou rassistesch Tendenzen hun, dann wier et och méi einfach eppes dergeint ze machen amplaatz Alles emmer nemmen ze généraliséieren an ze polariséieren.

  • Nemesis am 30.09.2020 17:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An wei ass et dann mam Rassismus géint Lëtzebuerger???Dat geet beim akaafen un.( EN FRANCAIS)an den svp get dax vergiess

Die neusten Leser-Kommentare

  • Léon am 30.09.2020 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Toutes vos conneries ça fatigue

  • Diane am 30.09.2020 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau! Am Zug: Hehe les Luxos etc etc do schwaetzt keen driwer!

  • Nemesis am 30.09.2020 17:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An wei ass et dann mam Rassismus géint Lëtzebuerger???Dat geet beim akaafen un.( EN FRANCAIS)an den svp get dax vergiess

  • Paulanergarten am 30.09.2020 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    An d'Hoer gräifen... seriö?

  • Dan am 30.09.2020 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirwaat dann net? Waat ass dann dann um Roude Leif schlecht? Eischter aert schlecht klengkareiert Denken.

    • Carlo L. am 30.09.2020 18:17 Report Diesen Beitrag melden

      de 'Roude Leiw' ass en pavillon fir Armei, Schëffer a Flieger, dei Leit dei sech freiwëlleg domat garneiren mengen secher si wäre besser wi d'Auslänner (an daat ass kleng kareiërt Denken), dobei si sie selwer Auslänner, baal iwerall op der Welt... iwregens: ouni 'Auslänner' geet hei zu Lëtzeburg neischt mei... nët an der Wirtschaft an nët an der Kultur

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