In Luxemburg

17. Januar 2020 14:14; Akt: 17.01.2020 16:52 Print

Alex Bodry nimmt Abschied von der Politik

LUXEMBURG – Der LSAP-Abgeordnete Alex Bodry zieht sich aus der Politik zurück, um dem Staatsrat beizutreten. Am Freitag zog er Bilanz.

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Alex Bodry nimmt Abschied von der Politik, um den Staasrat beizutreten.

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Nach 35 Jahren in der Politik legte am heutigen Freitagmorgen Alex Bodry alle Karten auf den Tisch. In einer letzten Pressekonferenz kündigte der 61-Jährige seinen Rückzug aus der Politik an. Der LSAP-Politiker, der demnächst dem Staatsrat beitreten wird, bekleidete während seiner politischen Karriere mehreren Ministerposten, diente in vier Legislaturperioden als Abgeordneter und war von 2004 bis 2014 LSAP-Fraktionschef und gleichzeitig Bürgermeister von Düdelingen.

«Aus meiner Zeit als Minister für die Polizei- und Sicherheitskräfte nehme ich die Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei mit», sagte Bodry. Der Minister erwähnte außerdem «erfolgreiche Maßnahmen» bei der Energienutzung, dem Gewässerschutz und der Abfallverwaltung, die er während seine Zeit als Umweltminister ergriff und die nach Bodrys Ansicht, Luxemburg große Fortschritte brachten Als ehemaliger Bürgermeister der Stadt Düdelingen ist er stolz darauf, dem Stadtzentrum ein neues Gesicht verliehen und zum Bau des Sportzentrums beigetragen zu haben.

«Zeit für neue Gesichter»

In dieser Zeit hatte Bodry die Gelegenheit, mit zahlreichen politischen Persönlichkeiten zusammenzuarbeiten – sowohl in Luxemburg als auch im Ausland. Ein Vorbild habe er nicht gehabt. Beeindruckt sei er aber von dem Luxemburger LSAP-Politiker Robert Krieps (1922-1990) gewesen. Dieser wurde während des Zweiten Weltkriegs in ein Konzentrationslager gesteckt. «Seine Art, gewisse Themen anzusprechen war beachtenswert», sagte der ehemalige LSAP-Fraktionsvorsitzende. Er erwähnte auch den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Willy Brandt (1913-1992) und seine Politik, die den Grundstein zur Wiedervereinigung Deutschlands legte.

Mit seinem Rücktritt möchte Bodry vor allem «Platz für neue Gesichter auf der politischen Szene schaffen». Gesundheitliche Gründe hätten ebenfalls eine Rolle bei der Entscheidung gespielt. «Ein Politiker steht ständig unter Stress. Ab einem gewissen Alter, ist es besser, kürzer zu treten», sagte Bodry.

Auf die Frage, ob er daran denke, eine Biografie zu schreiben antwortete der ehemalige Abgeordnete humorvoll, dass eine solche «die bestehende luxemburgische Polit-Literatur nicht aufwerten würde». Der ausgebildete Jurist und ehemalige Anwalt zöge eher ein Buch über die politischen Einrichtungen des Landes. «Ich habe den Vorteil, sie von innen erlebt zu haben. Ich könnte deshalb einen interessanten Blickwinkel bieten», sagte er.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • De_klenge_Fuerzkapp am 17.01.2020 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Noch einer der es geschaft hat, seine Taschen voll zukriegen.

  • Gerd am 18.01.2020 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    ech proviteieren an deem Alter schon 4 Joer vun menger Pensioun,well dei Joeren kommen net mei rem.

  • KLOMP am 17.01.2020 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat schlemmt as net dat hie geet, mais wou hien lo geet dat as Schlemm. Heen as en aalen Politiker deen aus eenger vum Vollek definitiv ofgewielter Partei kennt, an dat kann net sin dat deen lo an den Staatsroot geet. A keen seet eppes schliesslech sin dat keng Eireposten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Phil am 20.01.2020 03:06 Report Diesen Beitrag melden

    Tjo.... et ass net einfach fir mat esou Leit wéi Bausch, Turmes an Dieschbourg zesummem ze schaffen!

  • Gerd am 18.01.2020 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    ech proviteieren an deem Alter schon 4 Joer vun menger Pensioun,well dei Joeren kommen net mei rem.

  • KLOMP am 17.01.2020 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat schlemmt as net dat hie geet, mais wou hien lo geet dat as Schlemm. Heen as en aalen Politiker deen aus eenger vum Vollek definitiv ofgewielter Partei kennt, an dat kann net sin dat deen lo an den Staatsroot geet. A keen seet eppes schliesslech sin dat keng Eireposten.

  • De_klenge_Fuerzkapp am 17.01.2020 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Noch einer der es geschaft hat, seine Taschen voll zukriegen.