Finanzmarkt

19. Juli 2019 09:00; Akt: 18.07.2019 22:08 Print

Alfi-​​Präsidentin wirbt für Fonds als Altersvorsorge

LUXEMBURG – Corinne Lamesch, die neue Präsidentin der luxemburgischen Investmentfondvereinigung (Alfi), stellt ihre Vorhaben für die nächsten Jahre vor.

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Corinne Lamesch, will die Bewohner für die Rolle der Finanzbranche in der Gesellschaft sensibilisieren.

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L'essentiel: Frau Lamesch, Sie sind Präsidentin der luxemburgischen Investmentfondvereinigung, kurz Alfi. Welche Prioritäten setzen Sie mit der Agenda «Ambition 2020-2025», die Sie gerade vorbereiten?

Corinne Lamesch Ein Ziel ist es, die Bewohner Luxemburgs und genauso die Bewohner der Grenzregionen für die Rolle zu sensibilisieren, die diese Branche in unserer Gesellschaft spielen kann. Dabei denke ich vor allem an die Altersvorsorge: Die Haushalte haben viel Geld auf ihren Konten, aber sie bekommen derzeit wenig Zinsen dafür. Vermögensverwalter können helfen, eine nachhaltige Vorsorge aufzubauen. Nachhaltigkeit kann in diesem Zusammenhang auch heißen, Finanzierungen zu finden, bei denen in verantwortungsbewusste Fonds mit ökologischen und sozialen Zielen investiert wird.

Sind solche Fonds auch für Anleger geeignet, die keine großen finanziellen Risiken eingehen wollen?

Die Unternehmen, in die wir investieren, müssen schon jetzt Risiken reduzieren, sonst würden sie an Wert verlieren. Das ist der Trend.

Die 4000 Milliarden-Marke an verwaltetem Vermögen (Assets under Management) in Luxemburg wurde geknackt, wie weit kann das noch gehen?

Im ersten Quartal blieb die Branche trotz Marktvolatilität und geopolitischem Umfeld stabil. Wir haben gerade die 4,4 Billionen bei Vermögenswerte überschritten. 5000 Milliarden ist eine Zahl, die wir erreichen wollen.

Die von der Alfi geforderte Abschaffung oder zumindest Verringerung der Abonnementsteuer ist weiterhin ein Streitpunkt mit der Regierung?

Wir diskutieren weiterhin mit den zuständigen Behörden über diese Steuer, die nicht von anderen Ländern erhoben wird und die Anleger belastet. Der Finanzminister hat angekündigt, dass er sich mit der Situation bei grünen Fonds befassen wird. Das ist schon mal positiv.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • tom meier am 19.07.2019 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Jahr 1995 hat Arthur Andersen Wirtschaftsberatung in Luxemburg bereits eine Studie dazu erstellt. Die Machbarkeit einer Rentenlösung über Fotos steht vollkommen außer Frage. Das geht. Warum braucht es 25 Jahre bis das Konzept noch einmal das Licht des Tages erblickt?. wer 1 Stunde Zeit hat kann mit wenigen Mitteln innerhalb dieser Frist das Konzept zum Beispiel der Deutschen Rentenversicherung nachvollziehen und nachrechnen. Das Ergebnis ist vollkommen einfach. Liegt euer Geld unter das Kopfkissen, tastet es nicht an und mit 65 lebt ihr davon. Keinerlei Ertrag primitives Sparkonten verwalten. Der Antrag wird vom System gefressen. Die Mitarbeiter der Rentenversicherung sind verbeamtet der ganze Laden kostet X Milliarden zulasten der Spar. Da ist es doch mehr als legitim dass selbst nur 2 % Lösung im Ertragsbereich die bessere Option ist.

  • Ambition: Volatilität von Sparkonten am 20.07.2019 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    ... über 400.000.000 sind nicht genug, sie wollen alle unsere Konten leerräumen, um sich ein schönes Leben im Alter vorzubereiten ...

  • Philip J. Fry am 19.07.2019 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Give me all your money!.....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ambition: Volatilität von Sparkonten am 20.07.2019 07:26 Report Diesen Beitrag melden

    ... über 400.000.000 sind nicht genug, sie wollen alle unsere Konten leerräumen, um sich ein schönes Leben im Alter vorzubereiten ...

  • Philip J. Fry am 19.07.2019 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Give me all your money!.....

  • Tom Meier am 19.07.2019 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Ich (Tom Meier) habe den Beitrag unten im Auto frei aufs Handy diktiert. Deshalb sind Fehler drin. Hier die korrigierte Version (sorry): Im Jahr 1995 hat Arthur Andersen Wirtschaftsberatung Luxemburg bereits eine Studie dazu erstellt. Die Machbarkeit einer Rentenlösung über Fonds steht außer Frage. Warum braucht es 25 Jahre bis das Konzept nochmal auftaucht? Wer 1 Stunde Zeit hat kann innerhalb dieser Frist das Konzept zum Beispiel der Deutschen Rentenversicherung nach nachrechnen. Das Ergebnis: Legt euer Geld unters Kopfkissen, dann stiehlt uns zumindest das RentenSystem nichts weg.

  • tom meier am 19.07.2019 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Jahr 1995 hat Arthur Andersen Wirtschaftsberatung in Luxemburg bereits eine Studie dazu erstellt. Die Machbarkeit einer Rentenlösung über Fotos steht vollkommen außer Frage. Das geht. Warum braucht es 25 Jahre bis das Konzept noch einmal das Licht des Tages erblickt?. wer 1 Stunde Zeit hat kann mit wenigen Mitteln innerhalb dieser Frist das Konzept zum Beispiel der Deutschen Rentenversicherung nachvollziehen und nachrechnen. Das Ergebnis ist vollkommen einfach. Liegt euer Geld unter das Kopfkissen, tastet es nicht an und mit 65 lebt ihr davon. Keinerlei Ertrag primitives Sparkonten verwalten. Der Antrag wird vom System gefressen. Die Mitarbeiter der Rentenversicherung sind verbeamtet der ganze Laden kostet X Milliarden zulasten der Spar. Da ist es doch mehr als legitim dass selbst nur 2 % Lösung im Ertragsbereich die bessere Option ist.