Wegen Sicherheitsbedenken

08. Dezember 2021 16:19; Akt: 08.12.2021 16:22 Print

Amnesty sagt Fackelmarsch in der Hauptstadt ab

LUXEMBURG – Der für Freitag geplante Fackelmarsch von Amnesty International Luxembourg ist abgesagt. Die Organisation will verhindern, dass Impfgegner den Marsch kapern.

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Der traditionelle Fackelmarsch wurde wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. (Bild: Editpress/Hervé Montaigu/Archiv)

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Amnesty International Luxemburg hat seinen traditionellen und familiären Fackelmarsch abgesagt. Das teilte die Organisation am Mittwoch mit. An die Stelle des Marsches sollen nun mehrer dezentrale Aktionen treten. Amnesty begründet den Schritt mit der «Sicherheitslage».

«Wir bedauern bitter, dass unser eigenes Recht auf Meinungsäußerung und Demonstration heute eingeschränkt ist», schreiben die Verantwortlichen in ihrer Mitteilung und zielen damit auf Personen, die die Veranstaltung nutzen wollen, um ihre eigene Agenda in den Vordergrund zu stellen oder «das Recht auf friedliche Demonstration missbrauchen, um gewalttätige Handlungen zu begehen».

Kerzen für die Menschenrechte

«Es handelt sich hier um eine Form der Vereinnahmung des öffentlichen Raums der Meinungsäußerung, die wir nur zutiefst bedauern können, unabhängig von der Sinnhaftigkeit ihrer Forderungen», sagte Olivier Pirot, Direktor von Amnesty International Luxemburg.

Amnesty lädt daher die Bürger ein, sich auf andere Weise «für eine gerechtere Welt» einzusetzen, indem sie sich am Freitag um 18 Uhr vor ihrer Haustür mit einer brennenden Kerze in der Hand fotografieren und das Bild unter dem Hashtag Amnesty Luxemburg in den sozialen Netzwerken veröffentlichen. Wer das Anliegen von Amnesty weiter unterstützen wolle, könne sich an einer Briefaktion beteiligen. Dabei schicken Unterstützer Briefe, E-Mails und Petitionen zur Unterstützung von Menschen, deren Menschenrechte in Gefahr sind. Das Paket kann bei Amnesty Luxembourg per Mail an activisme@amnesty.lu bestellt werden. Die Pakete sind sowohl in englischer als auch französischer Sprache erhältlich.

(mc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sottel am 08.12.2021 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Et as traureg dass Amnesty hier Demo muss oofsoen, well sie färten dass do e puer Feiglingen , dei' sech hannert Masken verstoppen fir Zauber ze maan , geifen matmaan.

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  • Gonzo am 08.12.2021 17:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wei! As den Packtierch krank oder huet hen seng Fanger gebrach? Hen huet nach keen "brongen an sennlosen" Kommentar ofgin.

  • Joss am 08.12.2021 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Jojo, wann d'Schwuerbler kommen gëtt et geféierlech, dann as et fir aus der Stad raus ze bleiwen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • letzebuergtestsech am 09.12.2021 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    "Was ist das Ziel von Amnesty International? Das Ziel von amnesty international ist es, eine Welt zu schaffen, in der alle Menschen die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderen internationalen Menschenrechtsinstrumenten festgeschriebenen Rechte genießen." Wollen also nichts mit den Demos zu tun haben, soviel zu: " Eine Impfung verletzt die Menschenrechte!" L O L

  • nord am 09.12.2021 08:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    AI brauchst du nicht. Glaube ich dir! Du lebst auch sicher im Herzen Europas. Kannst dich also glücklich schätzen.

  • Jacques am 08.12.2021 21:16 Report Diesen Beitrag melden

    Amnesty International trëfft déi richteg Entscheedung an engem Land wou de Rechtsstaat kaputuléiert huet.

  • JOHNNY am 08.12.2021 20:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Sottel Masken sinn dach virgeschriwwen….

  • mp3 am 08.12.2021 19:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider muss Amnesty hiir demo weinst Schwurbler ofsoen. Mais ech kann sie verstoen, weieng serieux organisatioun giv schon mat Schwurbler an vandalen ob eng Demo goen.