Demo in Luxemburg

06. Dezember 2021 22:17; Akt: 06.12.2021 23:00 Print

Amnesty will Zwischenfälle vermeiden

LUXEMBURG – Nach der Ankündigung von Maßnahmengegnern, an der Amnesty-Demo am Freitag teilnehmen zu wollen, ist die Organisation um Abgrenzung bemüht.

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Amnesty International bekennt sich zur friedlichen Meinungsäußerungen bei Demonstrationen. (Bild: L'essentiel/Vincent Lescaut)

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Einige Corona-Maßnahmengegner wollen am Freitag an der von Amnesty International Luxemburg organisierten Demonstration in der Hauptstadt teilnehmen. Das kündigten einige der Impfgegner in den sozialen Netzwerken an. Zudem sind weitere Proteste für Samstag und Sonntag geplant. Amnesty plant für Freitag einen Fackelmarsch zum Tag der Menschenrechte durch Luxemburg-Stadt.

Auf Nachfrage von L'essentiel nahm Amnesty Luxemburg am Montag Stellung zur Ankündigung der Maßnahmengegner. Dabei zog Direktor Olivier Pirot eine klare rote Linie: «Als Menschenrechtsorganisation verteidigen wir das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlung», betonte Pirot gegenüber L'essentiel. Man halte es daher für legitim, dass die Corona-Maßnahmen öffentlich kritisiert werden können, auch bei einer Straßendemonstration.

Klare Position von Amnesty International

Man müsse jedoch feststellen, dass «überall dort, wo dieses Recht ausgeübt wird, eine sehr große Meinungsvielfalt herrscht und einige Teilnehmer Rhetoriken und Ideologien unterstützen, die stigmatisieren, ausgrenzen und in völligem Widerspruch zu den Menschenrechten stehen».

Die Position von Amnesty International zu Corona-Maßnahmen sei klar, erklärt Pirot. Die Regierungen seien verpflichtet, wirksame Maßnahmen zum Schutz, zur Bekämpfung und zur Eindämmung von Pandemien zu ergreifen, um das Recht auf Gesundheit für alle zu gewährleisten.

Verhältnismäßigkeit muss gewahrt bleiben

«Manchmal sind Eindämmungsmaßnahmen notwendig und können vorübergehend bestimmte Freiheiten einschränken. Mehrere internationale Instrumente erlauben solche vorübergehenden Einschränkungen, sofern sie eine gesetzliche Grundlage haben, ein legitimes Ziel verfolgen, notwendig sind und in einem angemessenen Verhältnis stehen».

Die Organisation weist darauf hin, dass sie bei ihrem Fackelzug «die Personen und Gruppen, für die wir uns im Rahmen der Kampagne ‹Write for Rights› einsetzen, ins Rampenlicht stellen» will. Man werde Beiträge und Banner für die Demonstration vorbereiten, die auf schwere Fälle von Menschenrechtsverletzungen hervorheben sollen. Denen die von der Kampagne unterstützten Personen und Gruppen ausgesetzt sind. «Wir möchten, dass diese Botschaft nicht verwischt wird», unterstreicht Pirot.

Er versichert zu dem, dass Amnesty bei dem Fackelzug darauf achten werde, dass alle Sicherheitsvorkehrungen gegen Corona eingehalten werden. Das betreffe das Tragen von Masken genauso wie die Abstandsregeln. «Wir werden unsere Verantwortung im Hinblick auf die Entwicklungen in den kommenden Tagen wahrnehmen», sagte Pirot zum Schluss.

(NM/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dede am 07.12.2021 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ach Lottchen, wenn wir dann nichts anderes finden, weil A.I. ja eine anerkannte Organisation ist, dann stänkern wir mal gegen die Fackeln ... ein paar Idioten werden mal wieder Randale machen und der eigentliche Zweck des Marsches wird dann auch von der Presse und den Medien zerrissen.

  • Amanpino am 07.12.2021 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde Fackelmärsche verbieten im Namen des Feuerschutzes. Ich hasse Fackeln !

  • @ArmHannes am 07.12.2021 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleiben unsere Grundrechte Versammlungsfreiheit Bewegungsfreiheit Meinungsfreiheit Das Ganze ist nicht normal Es gibt keine Übettsterblichkeit von Corona

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Die neusten Leser-Kommentare

  • De Grand-Sack am 07.12.2021 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Solangsam wird mir unwohl, Fackeln und unruhige Massen, es fehlt bloss noch das Horst-Wessel Lied. Was wird das Ende von diesem Trauma sein????

  • @ArmHannes am 07.12.2021 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleiben unsere Grundrechte Versammlungsfreiheit Bewegungsfreiheit Meinungsfreiheit Das Ganze ist nicht normal Es gibt keine Übettsterblichkeit von Corona

    • packtiech am 07.12.2021 12:05 Report Diesen Beitrag melden

      ja und das ist für AI nicht wichtig anscheinend?

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  • Dede am 07.12.2021 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ach Lottchen, wenn wir dann nichts anderes finden, weil A.I. ja eine anerkannte Organisation ist, dann stänkern wir mal gegen die Fackeln ... ein paar Idioten werden mal wieder Randale machen und der eigentliche Zweck des Marsches wird dann auch von der Presse und den Medien zerrissen.

  • Amanpino am 07.12.2021 07:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum Fackeln ? Warum keine Lampions mit elektrischen Kerzen drin ? Das wäre weniger gefährlich. Ich hasse Fackeln ! In Sachsen sind Rechtextreme mit Fackeln unterwegs und die haben nichts Friedliches im Sinn. Die vom Ku-Klux-Clan auch nicht.

    • jang am 07.12.2021 09:53 Report Diesen Beitrag melden

      Fackeln verpesten nur die Luft! Jahaaaaa....elektrische Kerzen, das hört Onkel Bausch & Co. gerne... :)))

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  • Amanpino am 07.12.2021 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich würde Fackelmärsche verbieten im Namen des Feuerschutzes. Ich hasse Fackeln !