Konzert in Luxemburg

26. Mai 2019 13:11; Akt: 28.05.2019 14:04 Print

«Ärzte» noch lange nicht im Ruhestand

LUXEMBURG – Am Samstag hatten knapp tausend Zuschauer die seltene Möglichkeit, die deutsche Punk-Rock-Band bei einer kleinen Club-Show im Atelier zu erleben.

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Die deutschen Punkrocker «Die Ärzte» spielen auf ihrer aktuellen Miles&More-Tour keine einzige Show in Deutschland. Bevor es auf die ganz großen Festival-Bühnen geht, spielen sich Farin Urlaub, Bela B. und Rod erstmal auf zehn kleinen Club-Bühnen in ganz Europa warm. Am Samstag waren sie im ausverkauften Atelier in Luxemburg-Stadt zu Gast.

Um Punkt 8 Uhr stieg das Punk-Trio ohne Vorband nach kurzem Intro auf die Bretter und startete gewohnt gut gelaunt in ein gut 2 1/2-stündiges Set, welches die gesamte 30-jährige Karriere der Band abdeckt. Die Gesichtszüge mögen gealtert, der Haaransatz zurückgewichen sein, aber der Spaß und die Spielfreude ist immer noch unverändert da und trägt die Band weitgehend mühelos über kleinere Durchhänger und das nicht immer saubere Zusammenspiel hinweg. Schwächen kaschiert das Trio mit viel Witz oder dem schwindelerregendem Tempo, in dem Instrumente und Gesangs-Parts hin und her gewechselt und Comedy-Salven auf die Zuschauer abgefeuert werden.

Konzert-Ping-Pong

Das Luxemburger Publikum saugt die entgegengebrachte Energie dankbar auf und wirft sie lautstark zurück. Das Ping-Pong-Spiel zwischen Musikern und Fans zaubert der Band mehr als einmal ein Lächeln ins Gesicht. Oft überlässt Farin Urlaub das Mikrofon komplett den Fan-Chören, was bei den Gassenhauern der Band («Westerland», «Deine Schuld», «Zu Spät») naturgemäß am besten funktioniert. Die Wahl-Aufforderung verknüpft man mit «Schrei nach Liebe» und setzt ein deutliches Signal gegen rechts.

Der Abschied fällt mit ganzen drei großen Zugabeblöcken dann vielleicht etwas zu lang aus. Die Unterbrechung nimmt jedes Mal wieder Fahrt raus. «Wir wollen die Ärzte sehen!» erklingt es dennoch jedes Mal aufs Neue, vielleicht auch im Hinblick auf die Abschieds-Gerüchte der Band, die sich in letzter Zeit häufen. Aber so wie diese Ärzte rocken, dürfen sie sich mit dem Ruhestand gerne noch ein wenig Zeit lassen.

Die Konzert-Bilder unserer Fotografin sind zur Zeit noch in der Freigabe des Managements.

(Dustin Mertes/L'essentiel)

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