Grenzkontrollen

26. März 2020 13:44; Akt: 26.03.2020 13:44 Print

Asselborn fordert, die Grenzen wieder zu öffnen

LUXEMBURG – Zum Jahrestag des Schengener Abkommens fordert Außenminister Jean Asselborn, die Grenzen schnellstmöglich wieder zu öffnen.

storybild

Außenminister Jean Asselborn (r), hier mit Bundesaußenminister Heiko Maas bei einem Treffen der europäischen Außenminister. (Bild: DPA/Mario Salerno)

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Der kühne Traum der Freizügigkeit wurde Stück für Stück zur Realität.» Dies ist einer der ersten Sätze im Communiqué von Jean Asselborn, um an den Jahrestag des Schengener Abkommens zu erinnern. So emotional er an die Errungenschaften des Abkommens erinnert, so vehement fordert er nun, die Grenzen schnellstmöglich wieder zu öffnen und die «festgelegten Freiheiten» wieder zu etablieren.

Die Wiedereinführung von Kontrollen an den gemeinsamen Grenzen zwischen bestimmten Ländern könne seiner Meinung nach «nur eine einmalige und vorübergehende Maßnahme sein». Es gelte, «das Symbol unserer Union als auch unserer Freiheiten, das zu einer der wesentlichen Säulen unserer Solidarität und unseres Wohlstands geworden ist, zu erhalten.»

Errungenschaften des Schengener Abkommens bedroht

Bedroht sieht er eben jene Errungenschaft durch die Corona-Pandemie und die damit verbunden Maßnahmen: Geschlossene Grenzen, die kilometerlange Verkehrstaus verursachen. Eine Belastungsprobe für das Großherzogtum, zumal das Leben in Luxemburg «von der ungehinderten Durchreise von Arbeitnehmern, zurückkehrenden Bürgern, lebensnotwendigen medizinischen Gütern und elementaren Gütern des täglichen Bedarfs» abhänge.

Heute gehören 26 Länder mit mehr als 400 Millionen Einwohnern zum Schengen-Raum. Nach Angaben der EU-Kommission gibt es jedes Jahr etwa 1,25 Milliarden Reisen über die Grenzen innerhalb dieser Region. Alleine nach Luxemburg pendeln in Nicht-Corona-Zeiten täglich rund 220.000 Menschen aus den Nachbarstaaten Deutschland, Frankreich und Belgien zur Arbeit.

(L'essentiel/dpa/aub)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • PifPad am 26.03.2020 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der versteht echt nichts. Wir dürfen uns nicht mixen. Grenzen auf und dann noch mehr infizieren

  • Knadderer am 26.03.2020 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    As dee vum Lämmes gebass soulang de Corona Virus net enner Kontroll ass sollen Grenzen zou bleiwen.

    einklappen einklappen
  • Arme Arbeiter gibt es auch in Luxemburg am 26.03.2020 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf welcher Welt lebt dieser Troll? Kaum zu glauben

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • sputnik am 01.04.2020 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seit Jahrzehnten hatte Luxemburg noch nie so einen Selbstdarsteller wie “ eise jang “ Absolut fernsehtauglich , unterhaltsam, Komödiant der Nation einfach vielseitig einfach ein Multi Talent . Nur eines hat er leider , leider nicht und zwar, das Verantwortungsgefühl gegenüber seinem Volk und seinem Wähler. Das muss ihm irgendwie abhanden gekommen sein oder er war dieses nie im Besitz . Respekt Herr Asselborn. Weiter so und immer schön den Deutschen nacheifern. Wir schaffen das!

  • Erzengel Gabriel am 30.03.2020 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr Doktor!. Es kann nicht jeder Minister werden.

  • Friedenstaube am 30.03.2020 09:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apropos:BLEIFT DOHEM,DOHEM,DOHEM,... DO...DO

  • Friedenstaube am 30.03.2020 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wéi eng Grenzen???Do geet naicht an är Käpp.hutt all naicht verstanen.Wann jidderen dohem bleiwt,brauch en jio och keng Grenzen,well dm Virus sinn Grenzen egal.Ech sinn jo ganz patriotesch fir eist Land,mee de Schengenervertrag besteet zanter 20 Joer.Dofir froen iech,wat huet Corona mat Grenzen zedinn...wann et nemmen drem geet,fir ze kontroléieren,wen Corona huet,da könnense dat och soss an Europa op aner Plazen man...also firwat da nëmmen op Grenzen,déi et sws nt méi gin op 20 Joer?? Apropos certificat fir Pendler,de gett jo och benotzt fir iwer(Grenzen)bei Famillien op Besuch zefueren,och wannse am chômage technique sen,steet nt drop, Wat soll dat alles,huet nach alles politesch Folgen. Ooooo EUROPA,kuck mol an Welt a léier... Bravo,Här Asselborn,Merci fir déi schéin 20 Joer!!

    • der Luxemburger am 03.04.2020 16:38 Report Diesen Beitrag melden

      Ja jetzt wissen wir wo unsere Nachbarn sind in Europa sogar die Regierung von Luxemburg haben da nicht zu melken weil sie Angst habe von Deutschland was zu aendern .

    einklappen einklappen
  • Jang Bert am 29.03.2020 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Gin deem Man nët oft recht, awer daat ass erwisen an huet esou gut ewéi keen afloss op d' verbreeden vum Virus. Et ass eigentlech just fier de Lëtzebuer ze chikanéieren. Appel, maacht Är akeef an zukunft zu Lëtzebuerg, an nët bei deenen déi Iech d'Dier op der Nues zou gemach hun.

    • der Luxemburger am 03.04.2020 16:40 Report Diesen Beitrag melden

      Da bin Ich deiner Meinung und moechte jetzt sehen dass die Luxemburger jetzt zusammen halten.

    einklappen einklappen