Tierquälerei

21. Oktober 2020 09:00; Akt: 21.10.2020 15:34 Print

Auch in Luxemburg werden Pferde verstümmelt

LUXEMBURG – In Frankreich ist ein Mann festgenommen worden, der Pferden die Ohren abgeschnitten hatte. Auch im Großherzogtum sind Besitzer auf der Hut – aus gutem Grund.

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Die Pferdebesitzer in Luxemburg sind alarmiert. (Bild: AFP)

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Nach zahlreichen Pferdemisshandlungen ist in Frankreich ein Verdächtiger festgenommen worden. Er hatte den Tieren bei lebendigen Leibe die Ohren abgeschnitten. In unserem Nachbarland wird derzeit in rund 150 Fällen wegen Tierquälerei an Pferden ermittelt. Zahlreiche Besitzer übernachten derzeit in den Ställen, um ihre Tiere vor einem Übergriff zu schützen.

In Luxemburg «gibt es keine Vorfälle, die sich mit denen in Frankreich vergleichen lassen», teilt die Police Grand-Ducale mit. Dennoch sind die Pferdebesitzer hierzulande in Alarmbereitschaft – zumal es in der Vergangenheit bereits zu Übergriffen gekommen ist. «Ich erinnere mich an eine Frau, die zwei oder drei Pferde mit einem Messer attackiert und Schnittwunden zugefügt hat. Das ist etwa zehn Jahre her», sagt der Besitzer eines Pferdes, der es vorzieht anonym zu bleiben, im Gespräch mit L'essentiel. Er berichtet weiter: «Vor etwa zwei Jahren versuchte ein Mann auch einer Stute die Gebärmutter zu entfernen.»

Verbotsschilder und Überwachunsgkameras

Untereinander halten sich die Pferdebesitzer in Luxemburg über derartige Vorfälle auf dem Laufenden. «Wer so etwas einem hilflosen Tier antut, ist in meinen Augen ein Psychopath», fährt unser Gesprächspartner fort. Die Polizei nimmt das Problem sehr ernst. «In diesem speziellen Fall hat es einen Austausch mit unseren französischen Kollegen gegeben», sagt ein Sprecher und mahnt die Besitzer verdächtige Vorfälle unverzüglich zu melden.

Um Tierquäler von vornherein von den Ställen fernzuhalten, seien auch Verbotsschilder, Zäune, regelmäßige Kontrollgänge, Vorhängeschlösser oder Überwachungskameras hilfreich. «Außerdem sollten nur so viele Personen wie nötig, den Aufenthaltsort der Pferde kennen. Die Besitzer sollten sich auch immer wieder mit dem örtlichen Förster und Tierschutzverbänden austauschen», so der Polizeisprecher.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pia am 21.10.2020 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et get KEE Grond Déieren wéi ze doen, Mënsch! Wéini verstees de daat endlech ewéi esou villes waat normal misst sinn?

  • Ady am 21.10.2020 11:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eng Sauerei ass daat, deene Vullemettien soll een als Strof och d‘Oueren rof schneiden.

  • HansHAns am 21.10.2020 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Da kann die Strafe gar nicht hoch genug sein, so eine Sauerei...

Die neusten Leser-Kommentare

  • ch m am 21.10.2020 15:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde das traurig dass man sich an wehrlosen Tieren vergreifen kann,das sind Feiglinge,man sollte die kastrieren aber ohne Narkose,dann würden sie am eigenen Laib erfahren wie es ist.

  • Pia am 21.10.2020 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et get KEE Grond Déieren wéi ze doen, Mënsch! Wéini verstees de daat endlech ewéi esou villes waat normal misst sinn?

  • Ady am 21.10.2020 11:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eng Sauerei ass daat, deene Vullemettien soll een als Strof och d‘Oueren rof schneiden.

  • Menocomprende am 21.10.2020 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ernst gemeinte Frage. Gibt es ein Motiv dahinter?

  • Paul am 21.10.2020 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mir kommt gerade der Gedanke,wäre es nicht möglich,Hunde,wenn sie denn mit Pferden zusammen gehalten werden können,auszubilden,wie Wachhunde in einer Schafsherde,die vor Räubern,Wolf,Bären,MENSCHEN,warnen und verteidigen.Das wäre ein zusätzlicher Schutz,oder?