In Luxemburg

20. Mai 2019 12:41; Akt: 20.05.2019 14:27 Print

Am Arbeitsplatz gibt Französisch den Ton an

LUXEMBURG – Laut einer Statec-Studie sprechen die meisten Leute in Luxemburg auf der Arbeit Französisch. Zuhause wird dafür zum Großteil Luxemburgisch gesprochen.

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Während sie für die Arbeit oft mehrere Sprachen benutzen, sprechen die meisten Luxemburger Zuhause nur luxemburgisch. (Bild: Editpress/Alain Rischard)

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Die Mehrsprachigkeit ist in Luxemburg fest verankert: So arbeiten drei von vier Luxemburgern in einem mehrsprachigen Unternehmen. Darunter müssen sogar «25 Prozent vier oder mehr Sprachen verwenden können», heißt es in einer Statec-Studie, die am Montag veröffentlicht wurde. Im Allgemeinen ist Französisch die Sprache, die am häufigsten am Arbeitsplatz genutzt wird. 78 Prozent der Arbeitnehmer sprechen es, es folgen Englisch mit 51 Prozent und Luxemburgisch mit 48 Prozent.

Abgesehen von der öffentlichen Verwaltung, wo Luxemburgisch die häufigste Sprache ist, dominiert Französisch in fast allen Wirtschaftszweigen. Auch in Bereichen wie Gesundheit, Industrie, Handel und der Horesca – also Sektoren «in denen die luxemburgischen Kunden einen wichtigen Platz einnehmen», ist Luxemburgisch an zweiter Stelle.

«Das Arbeitsumfeld der Luxemburger ist mehrsprachiger als das von ausländischen Arbeitnehmern»

Die Studie offenbarte auch, dass Englisch im Finanz- und Versicherungswesen vor Französisch liegt und dass Portugiesisch die zweite Arbeitssprache bei Verwaltungs- und Hilfsdienstleistungen, inklusive Gebäudereinigung, ist. Deutsch liegt in der Arbeitswelt an vierter Stelle, ist aber in den Bereichen Gesundheit, öffentliche Verwaltung, Industrie und Handel mit mehr als 40 Prozent weiterhin präsent.

«Das Arbeitsumfeld der Luxemburger ist mehrsprachiger als das von ausländischen Arbeitnehmern», so heißt es in der Studie: 63 Prozent der Luxemburger gebrauchen drei oder mehr Sprachen im Arbeitsalltag, verglichen mit 30 Prozent der Nicht-Luxemburger.

Mehrsprachigkeit ist Zuhause wenig verbreitet

Zuhause ist jedoch Luxemburgisch, die am meisten gesprochene Sprache. Sie ist nach wie vor, die am besten beherrschte (42 Prozent) und am häufigsten angewandte Sprache (53 Prozent), vor Französisch und Portugiesisch. 88 Prozent der Luxemburger verwenden die Landessprache, wenn sie Zuhause sind, ebenso wie 13 Prozent der Einwohner, die jedoch keine luxemburgischen Staatsangehörigen sind.

Mehrsprachigkeit sei Zuhause weniger verbreitet als am Arbeitsplatz, schreibt das Statistikinstitut: «Sieben von zehn Menschen leben in einem Haushalt, in dem nur eine Sprache gesprochen wird. Zwei von zehn verwenden zwei Sprachen und nur jeder zehnte drei oder mehr Sprachen.»

(Mathieu Vacon/ L´essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • bb am 20.05.2019 13:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ech fannen et schlemm. zemols an engem Spidol soll an muss en Letzebuergeg kennen. Et kann net sin dass ech mein Leed muss op Franseich erklären. Oder an enger Garage vir Revisioun. Do schwätzen ech mat Hänn an Feiss vir dass dei verstinn wat ech mengen.

  • Nigtowl am 20.05.2019 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    et muss een sech schon d'Fro stellen, virwaat et esou , et mengt een , mat Genoss déi franséisch Sprooch eraus hieft. Mä et ass einfach ze verstoen , wann ee gesäit, datt et hei am Land Agencen gin déi siche fir hier Klieen nëmmen Leit aus Frankreich oder de Belge!!! Daat ass jo schon eng Diskriminéierung fir d'Letzebuerger! Dass do d'Gerwerkschaften net agreifen ass unverständlech. Et misst een emol op do d'Mencherechter net mat Féiss getrëppelt gin

  • Pit am 20.05.2019 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richteg sou bb

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pia am 22.05.2019 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    diane ech kann iech gutt verstoen an et kann ee sech just nach schummen et freet sech nëmmen wei eng säit daat mei (sollt) maachen ..

  • Diane am 22.05.2019 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Awer NET gär.Fransousen setzen am Fierstellungsgespréich dabei, Fransousen als Patron an dei bestemmen ween hei am eegenen Land eng Plaatz kritt.Ausgeart soen ech just. Ech hun op enger Plaatz geschafft, als eenzegen Letzeboier, wou ech noo Letzeboieg schwätzen matt Leit agressiv gefroot gouf waat ech gesoot hun, waat d'Leit gesoot hun etc etc an um Mettesdesch ugeschnauzt gouf ech soll gefällegst op franséig mam Deschnooper schwätzen.... .. Alles net méi schéin hei,alles aanescht.

  • Tatta Moni am 21.05.2019 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Fierwat huet mein Jong dann seng 13 eme mat Englisch an Deitsch ofgeschloss huet ( wei diTatte meechten vun sengen Komeroden) wann am richtechen Liewen nömmen Franzeich geschwaat get???

  • Dusninja am 20.05.2019 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch, dann bin immer an den Arbeitsplätzen, Krankenhäusern, Geschäften und Dienstleistern gelandet, wo ausser frz. keine weitere Sprache gesprochen wird. Vielleicht noch etwas gebrochen Englisch. Eine war so gar felsenfest davon überzeugt, dass Frz. die einzige Amtssprache in Lux ist.

  • Kenni77 am 20.05.2019 17:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ech schwätzen an schreiwen 4 Sproochen fleissend an gär, an awer stoussen ech matt verschidden Clients un meng Grenzen , an hun Gefill wei wann Leit dobaussen nach mei verlangen wei daat wou een kann ! an daat nerft ! Wou ech och en groussen Problem gesinn ass den Behennertentransport ! Et Chauffeuren dei eisen Jong sichen kommen kennen keen Letzeburgech an eis Leit mat Besoin aus engem letzeburger Stoodi kennen keng Friemsprooch ! Frust puur well dei einfachst Fro net kann beäntwert ginn :(