Steuern in Luxemburg

15. Juni 2020 20:15; Akt: 15.06.2020 20:51 Print

Auf dem Weg zu einer neuen Immobiliensteuer

LUXEMBURG – Die Regierung will die speziellen Anlagefonds «Fonds d’Investissement Spécialisé» (FIS) höher besteuern.

storybild

Ungeklärt ist zudem die Rolle der SIF in Zusammenhang mit dem drastischen Anstieg der Immobilienpreise in Luxemburg. (Bild: Editpress/Didier Sylvestre)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es ist nichts weniger als eine «Steuerungerechtigkeit», gegen die Finanzminister Pierre Gramegna (DP) vorgehen will. Am Montag diskutierte er zusammen mit Mitgliedern des Finanz- und des Wohnungsausschusses über eine höhere Besteuerung der «Fonds d’Investissement Spécialisé» (FIS) – eine Alternative zu traditionelleren Anlagefonds, mit denen, wie der OBGL auf seiner Internetseite schreibt «quasi unbegrenzt in eine Vielzahl von Vermögenswerten investiert werden kann.» Auch in Immobilien.

Nach Angaben des OBGL nimmt der Immobilienbereich bei den FIS den vierten Platz ein und ist demnach eine tragende Säule der Fonds. Ohne dabei wirklich besteuert zu werden. Sie unterliegen nur der Zeichnungssteuer. Diese beträgt 0,01 Prozent auf der Grundlage des Nettovermögens. Weder ihr Einkommen noch ihre Kapitalerträge unterliegen der Steuer. Doch eine Änderung ist in Sicht. Zumal dieser Umstand in die bis 2023 geplante Steuerreform einbezogen werden soll.

«Missbrauch» und «unlauterer Wettbewerb»

Mitglieder von Déi Lénk haben bereits einen ausführlichen Bericht hierzu angefordert, der noch vor dem Sommer vorgelegt werden soll. «Es dauert lange, alle Informationen zu erhalten, da mehrere Dienststellen beteiligt sind», sagte André Bauler, Vorsitzender des Finanz- und Haushaltsausschusses gegenüber L'essentiel. Nach Ansicht der Abgeordneten stelle die gegenwärtige Situation «einen Missbrauch» und «unlauteren Wettbewerb» dar. André Bauler spricht von «Diskriminierung der natürlichen Personen».

Ungeklärt ist zudem die Rolle der FIS und der Anlagefonds im Allgemeinen sowie ihr Zusammenhang mit dem drastischen Anstieg der Immobilienpreise in Luxemburg. Doch André Bauler relativierte ihre Auswirkungen: «Nur 18,6 Prozent der Baugrundstücke sind im Besitz von Privatunternehmen, darunter auch FISs. Der Staat und die lokalen Behörden halten 14,6 Prozent. Der Rest (66,8 Prozent) ist in der Hand von Privatpersonen.»

(jg/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tingeli am 16.06.2020 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    und es dauert und dauert, nur um die reichen Freunde und sich selbst weiter zu schützen. Warum wird die Steuer nicht sofort eingeführt? Es ist ein Unrecht gegenüber allen anderen.

  • Konfuzius sagt am 16.06.2020 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Steuer wird an dem Tag eingeführt wo Ostern und Pfingsten auf einen Tag fallen.

  • kaa am 16.06.2020 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo fir déi Lenk! Wann Wunnraum an Immobilenfongen zesummen geféiert gett fir in-oder auslänneschen Räichtum ze steigeren, den normal Biirger an d‘Ausland ausweichen muss, oder bei d‘agence sociale uklappen muss, dann ass eppes superfaul.

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 16.06.2020 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo fir déi Lenk! Wann Wunnraum an Immobilenfongen zesummen geféiert gett fir in-oder auslänneschen Räichtum ze steigeren, den normal Biirger an d‘Ausland ausweichen muss, oder bei d‘agence sociale uklappen muss, dann ass eppes superfaul.

  • Konfuzius sagt am 16.06.2020 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Steuer wird an dem Tag eingeführt wo Ostern und Pfingsten auf einen Tag fallen.

  • Tingeli am 16.06.2020 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    und es dauert und dauert, nur um die reichen Freunde und sich selbst weiter zu schützen. Warum wird die Steuer nicht sofort eingeführt? Es ist ein Unrecht gegenüber allen anderen.