In Luxemburg

23. Mai 2019 16:46; Akt: 23.05.2019 17:31 Print

Auf Luxemburger Dächern soll Gemüse wachsen

LUXEMBURG – Die Regierung will Bürger und Fachleute ermutigen, in der Stadt Obst und Gemüse anzubauen, um die lokale Produktion zu steigern.

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Carole Dieschbourg bei der Vorstellung des Projektes. (Bild: L'essentiel)

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«Ein großer Teil der luxemburgischen Bevölkerung (siehe Infobox) wünscht sich gesunde Nahrungsmittel, die in der Region hergestellt werden. Dieser Nachfrage wollen wir nachkommen», sagt Carole Dieschbourg. Die Umweltministerin präsentierte diesbezüglich am Donnerstag die nationale Strategie «Urbane Landwirtschaft Luxemburg».

Der Anbau von Getreide, Obst und Gemüse, aber auch die Zucht von Nutztieren soll in die Luxemburger Innenstädte zurückkehren. Die Erzeugnisse sollen darüber hinaus direkt von den Produzenten verkauft werden. Die Strategie der Regierung besteht darin, Bürger und Fachleute zu ermutigen, verschiedene Projekte in diesem Bereich zu entwickeln. Die Produktion solle sich nicht nur auf Bauernhöfe am Stadtrand konzentrieren, sondern auch in Innenhöfen, in Schrebergärten oder Gewächshäusern erfolgen.

«In Luxemburg haben viele Gebäude ein Flachdach», sagt Bruno Renders, Geschäftsführer des Conseil pour le développement économique de la construction (CDEC), der gemeinsam mit dem Ministerium die Strategie entwickelt hat. «Auch sie könnten im Rahmen des Projektes genutzt werden.»

Kein Nachteil für Wasserreserven

Um interessierten urbanen Farmern eine Hilfestellung zu geben, ist seit Donnerstag eine intelligente Karte auf geoportail.lu abrufbar. «Sie hilft dabei, nutzbare Gebiete in Luxemburg, Bettemburg-Düdelingen, Esch-Belval und Wiltz zu erkennen», erklärt Dieschbourg. Die Karte soll in Kürze für das gesamte Land erweitert werden.

«Heute deckt die luxemburgische Agrarproduktion nur noch drei Prozent des Obst- und Gemüseverbrauchs im Land», sagt Renders. Es gebe genügend Platz für eine professionelle Nischenproduktion, die die traditionelle Landwirtschaft ergänzt. Zumal die meisten importierten Früchte und Gemüse aus Frankreich und Belgien stammen, wo das Klima ähnlich ist.

Auf die Wasserreserven des Landes wirke sich die urbane Landwirtschaft nicht negativ aus. «Diese Art der Landwirtschaft benötigt weniger Wasser als die konventionelle. Auch hier kann Regenwasser zur Bewässerung genutzt werden», sagt Renders.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hengstenberg am 23.05.2019 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Sollen jetzt Kohlköpfe oder Schwachköpfe gezüchtet werden ?

  • Nëckel am 24.05.2019 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Mmmmmhh Geméiss vum Hausdach niewt der Industriezone oder an der Flugschneiss ... lecker :-))

  • CO2produzent am 04.06.2019 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    d'Bioporetten musse mir elo selwer um Daach ziechten oder/an d'Bounen a Blummendëppen laanscht d'Fassad ropwuëssen loossen, well den Agrarterrain de luxe reservéiert ass fir d'Verseuchungsindustrie de luxe, de Bauschutt de luxe an d'Stroossen de luxe mat de Gëftschlaken vum Alldaagsplastikmüll de luxe an den verseuchten Industrieterrain reservéiert fir d'Wunnen ... an am Supermarché gëtt et just nach Industriefood mat Zousatzstoffer fir de Food bëllëgst, industriefähëg an profitreich hierzestellen an domat kriebserregend onverdaulëch ... d'Autoën am Stau blosen ons gratis den CO2 op den Daach!

Die neusten Leser-Kommentare

  • CO2produzent am 04.06.2019 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    d'Bioporetten musse mir elo selwer um Daach ziechten oder/an d'Bounen a Blummendëppen laanscht d'Fassad ropwuëssen loossen, well den Agrarterrain de luxe reservéiert ass fir d'Verseuchungsindustrie de luxe, de Bauschutt de luxe an d'Stroossen de luxe mat de Gëftschlaken vum Alldaagsplastikmüll de luxe an den verseuchten Industrieterrain reservéiert fir d'Wunnen ... an am Supermarché gëtt et just nach Industriefood mat Zousatzstoffer fir de Food bëllëgst, industriefähëg an profitreich hierzestellen an domat kriebserregend onverdaulëch ... d'Autoën am Stau blosen ons gratis den CO2 op den Daach!

  • Aender am 24.05.2019 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ech hunn emmer gedurcht d'Gemiess giff am Supermarché woussen.

  • Nëckel am 24.05.2019 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Mmmmmhh Geméiss vum Hausdach niewt der Industriezone oder an der Flugschneiss ... lecker :-))

  • tumi am 23.05.2019 21:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ich hab mein Hamsterrad schon im Keller stahen.

  • svendorca am 23.05.2019 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    wenn man weniger Grünfläche zubetonieren würde, bräuchte man nicht bis in den Himmel suchen zugehen..