Corona-Krise in Luxemburg

25. Juni 2020 16:54; Akt: 25.06.2020 16:55 Print

«Aufrechterhaltung der Telearbeit ist lebenswichtig»

LUXEMBURG – Das LISER fordert, die Telearbeit trotz den Lockerungen der Regierung aufrechtzuerhalten und auch weiterhin auf Social Distancing zu setzen.

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Die Telearbeit soll maßgeblich zum erfolgreichen Kampf gegen das Coronavirus beigetragen haben. (Bild: Pixabay)

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Die Coronavirus-Epidemie scheint in Luxemburg unter Kontrolle. Maximal 15 Fälle pro Tag werden bei mehreren tausend Tests am Tag registriert. Eine Rückkehr zu den Gewohnheiten aus der Zeit vor der Krise wäre jedoch besonders riskant, erklärt das LISER (Luxemburg Institut für sozio-ökonomische Forschung) in einer am Donnerstag enthüllten retrospektiven Studie.

Dies betrifft insbesondere die Rückkehr von Arbeitnehmern aus dem Home Office in das Büro: «Die Aufrechterhaltung der Telearbeit ist von entscheidender Bedeutung. Alle Ergebnisse unserer Simulationen deuten darauf hin, dass die Einstellung der Telearbeit große epidemiologische Schäden verursacht, selbst wenn Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ergriffen werden.»

Um zu dieser Schlussfolgerung zu gelangen, stützt sich das LISER auf Studien, die während des Lockdowns durchgeführt wurden. «Der Kontaminationsprozess hängt ebenso von der Anzahl der im Büro verbrachten Stunden ab wie von der Anzahl der kontaminierten Personen und von vorbeugenden Maßnahmen (Hygiene, Masken, soziale Distanzierung)».

Jede Woche Lockdown führte zu 28 Prozent Rückgang der nationalen Produktion

Neben anderen Empfehlungen besteht das Institut auf der Notwendigkeit, «soziale Distanzierung und verschiedene Hygienemaßnahmen bei allen Zusammenkünften, einschließlich Familienfeiern, beizubehalten». Die Durchführung von PCR-Tests bei Anwohnern und Grenzgängern gilt als «ausreichend, um einen Rückschlag in der Zahl der Infektionen zu vermeiden». Rückverfolgungs- und Quarantänemaßnahmen für infizierte Personen werden ebenfalls begrüßt.

Gute Nachrichten für den Catering-Sektor: "Die Wiedereröffnung von Betrieben mit halber Kapazität und mit distanzierenden Maßnahmen ist eine gute Lösung mit sehr geringem Risiko einer Erhöhung der Zahl der Infektionen». Man habe zwar herausgefunden, dass bei einem fortlaufenden Lockdown die Zahl der Infektionen seit Mitte Juni auf null sein könnte, aber der Neustart der Wirtschaft sei unerlässlich gewesen.

«Jede Woche des Lockdowns hat zu einem Rückgang der wöchentlichen nationalen Produktion um etwa 28 Prozent geführt», so das Institut für sozio-ökonomische Forschung. Das Baugewerbe, die Horesca sowie Groß- und Einzelhandelsdienstleistungen waren die am stärksten betroffenen Sektoren.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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