Modedesign

05. Oktober 2019 21:45; Akt: 07.10.2019 15:07 Print

Auftakt für Luxemburgs erste Fashion Week

LUXEMBURG – Fashion Week in Paris, Mailand, Berlin? «Das können wir auch», ist Fabiola Puga überzeugt und wagt am Samstagabend die Premiere.

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«Wer frischt das Puder auf?» Zwei Hände gehen in die Höhe. «Wer macht die Lippen? Und wer malt die Punkte?» In der Mitte des Raumes steht ein Esstisch. Kein Zentimeter ist unter den Lippenstiften, Puderquasten und Paletten von Lidschatten mehr zu sehen. Darum herum sitzen acht Make-up-Artists. Die Models haben sie schon geschminkt. Jetzt haben sie Pause. «Der Teil, der richtig Hardcore wird, kommt erst noch», lacht eine Maskenbildnerin. Jeder der sieben Designer des heutigen Abends hat ein anderes Make-Up bestellt. Während der Show müssen die Models darum umgeschminkt werden – sieben Mal. Die Farben können erst kurz vor der Show auf die Haut aufgetragen werden. «Sonst schmelzen sie, bevor es überhaupt los geht», erklärt sie. Wenn die Mädchen vom Laufsteg kommen, geht es um jede Sekunde. Darum fliegen fünf Hände über ein einzelnes Gesicht.

Einen Raum weiter sitzen die Models auf den antiken Sofas des Chateau de Septfontaines, im Rollingergrund im Norden der Hauptstadt. Barfuß, die Lockenwickler noch im Haar, machen sie Selfies, um die Wartezeit zu überbrücken. Die Kleider der Designer hängen noch an den Stangen, mit Namensschildern versehen, damit in der Hektik nichts schiefgeht. Auf dem Boden liegen die Pumps. Jetzt geht es an die Einweisung.

Dazwischen dreht Fabiola Puga ihre Runden. Gemeinsam mit Daniel Kasindi hat sie all das hier aus dem Boden gestampft. Mode hat sie immer geliebt, «aber in Luxemburg gab es einfach nichts.» Darum fing sie bei einer Bank an. Ihren Traum gab sie dennoch nie auf. 2016 gründete sie gemeinsam mit Daniel Kasindi Luxemburgs erste Modeschule, die «Fashion und Design Academy». Ihre Models brachten die beiden zur Fashion Week nach Paris und nach Cannes. Ihr eigentliches Ziel: Die Modewelt soll nach Luxemburg kommen. Große Designer sollen hier ihre Kollektionen vorstellen und Luxemburger Designer eine Möglichkeit bekommen, ihre Arbeit zu zeigen. Das hier soll erst der Anfang sein: Luxemburgs erste Fashion Week.

(Franziska Jäger/Marlene Brey/l'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • weak fashionvision am 06.10.2019 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mode ist eine Weltverseuchungsmassnahme, die ihres Gleichen sucht ... in Billigstlohnländern von ausgebeuteten rechtlosen Frauen billigst hergestellt um profitabel auf den Markt zu bringen, um kurz darauf zerstört o verbrannt zu werden ... die Eintagsfliegenmode ist in Zeiten der klimaverändernden menschlichen Erdverseuchung nicht mehr zu rechtfertigen auch wenn wir meinen mit dem Wort 'Fashion' wirds jetzt noch moderner ... kein Bewusstsein für die Konsequenzen unseres Handelns, kein Gedanken an die Vergiftung des Wassers bei der Herstellung u der Aufnahme der giftigen Chemie durch die Haut!

  • tramil am 06.10.2019 05:28 Report Diesen Beitrag melden

    "Barfuß, die Lockenwickler noch im Haar, machen sie Selfies, um die Wartezeit zu überbrücken." Immer wieder schön zu lesen dass es Menschen gibt die sich selbst so feiern

  • Sylvie am 06.10.2019 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Die Kulisse wär schön, die meisten Models auch, aber die vorgestellte Kollektion…… na ja.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sylvie am 06.10.2019 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Die Kulisse wär schön, die meisten Models auch, aber die vorgestellte Kollektion…… na ja.

  • weak fashionvision am 06.10.2019 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mode ist eine Weltverseuchungsmassnahme, die ihres Gleichen sucht ... in Billigstlohnländern von ausgebeuteten rechtlosen Frauen billigst hergestellt um profitabel auf den Markt zu bringen, um kurz darauf zerstört o verbrannt zu werden ... die Eintagsfliegenmode ist in Zeiten der klimaverändernden menschlichen Erdverseuchung nicht mehr zu rechtfertigen auch wenn wir meinen mit dem Wort 'Fashion' wirds jetzt noch moderner ... kein Bewusstsein für die Konsequenzen unseres Handelns, kein Gedanken an die Vergiftung des Wassers bei der Herstellung u der Aufnahme der giftigen Chemie durch die Haut!

  • tramil am 06.10.2019 05:28 Report Diesen Beitrag melden

    "Barfuß, die Lockenwickler noch im Haar, machen sie Selfies, um die Wartezeit zu überbrücken." Immer wieder schön zu lesen dass es Menschen gibt die sich selbst so feiern