Elektroautos

04. Juni 2020 13:24; Akt: 04.06.2020 13:33 Print

Automobilsektor stellt sich gegen Turmes

LUXEMBURG – Die Aussage des Energieministers, dass Firmenwagen in Zukunft elektrisch sein müssen, bringt die Vertreter des Automobilsektors weiter zum Überkochen.

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Das Hoa plädiert für einen Mix zwischen den verschiedenen Motorisierungen. (Bild: Editpress/Julien Garroy)

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«Illusorisch», «unverantwortlich», «ungesund»... Als Sprecher des House of automobile (Hoa) in Luxemburg nimmt Ernest Pirsch kein Blatt vor den Mund. Das besonders, nachdem Claude Turmes auf einer Pressekonferenz mitteilte, dass «in Zukunft alle Firmenwagen elektrisch sein müssen».

Das Hoa, das Akteure und Vertreter der Automobilindustrie, Leasingfirmen und Händler zusammenbringt, gab am Donnerstag eine Pressemitteilung heraus, in der sie alle negativen Aspekte dieses Vorhabens des Ministers zum Ausdruck brachten. «Wirtschaftlich gesehen ist es extrem schädlich und unzulässig, besonders in dieser Zeit», resümiert Ernest Pirsch, der von L'essentiel kontaktiert wurde.

Timing sorgt für Aufregung

Was die Fachleute verärgert, ist das Timing einer solchen Entscheidung. «Wir haben gerade zwei Monate ohne Verkäufe hinter uns, mit einem großen Lagerbestand, und es geht langsam wieder aufwärts. Das hier war nicht nötig», ärgert sich der Sprecher, der glaubt, dass Claude Turmes eine «einsame Stimme in der Regierung» sei. Das Hoa sei jedenfalls nie zu diesem Thema befragt worden.

Wenn sich das Hoa für eine Elektrifizierung der Fahrzeugflotte aussprechen sollte, muss diese in einem vernünftigen Tempo vorangetrieben werden: «Die Menschen sind nicht bereit, ebenso wenig wie die Infrastrukturen», erklärt Ernest Pirsch, der für einen ausgewogenen Mix der Antriebe plädiert.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • borderside am 04.06.2020 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wo lebt dieser Minister? Das Elektroauto ( Elektrogurke ) ist eine ökologische Lachnummer. Der Abbau der Rohstoffe Lithium und Kadmium verursacht ökologische Katastrophen in den Abbauländern in Südamarika und Afrika. Der Abbau erfolgt teilweise durch Kinderarbeit. Die zukünftige Entsorgung der Batterien ist ein weiteres Problem. Es gibt mittlerweile Techniken, welche fast keine Abgase mehr erzeugen beim normalen Verbrenner. Die absolute Zukunft ist das mit Wasserstoff angetriebene Fahrzeug, erzeugt mit grünem Strom.

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  • Julie am 04.06.2020 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    Wie ist Herr Turmes auf diesem Ministerposten gelandet, ich kenne keinen der ihn gewählt hat. Wir haben alle mittlerweile unzählige Berichte und Fernsehsendungen über Elektromobilität gelesen oder gehört, immer wieder heisst es man muss erst mal 100.000 km mit Elektroauto fahren damit seine Oekobillanz besser wird als Verbrenner, und das Thema Akkuherstellung wird immer verdrängt, für die Stadt sind Elektro-busse und -fahrräder eine gute Sache, aber Autos sollten ganz raus aus der Stadt, die verstopfen die Stadt und stehen meistens den ganzen Tag nur rum

  • keen fan vum turmes am 05.06.2020 06:29 Report Diesen Beitrag melden

    härr turmes ! ech kaafen mir NIE een electro auto , an wann se nëmmen 1000€ kast.ech sin dann nach éischter vir e waasserstoff auto,mee mir hun een sturen minister deen dat net agesäit,dat ,dat besser ass......ajo , ween huet deen mensch gewielt??ech net!!wann deen ant chamber fiirt mat sengem décken audi (keen electrischen)!!!virwat soll ech dann ee kaafen.......

Die neusten Leser-Kommentare

  • Besserwisserboy am 08.06.2020 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Di Gréng hun dach jegleche Bezuch zur Realitéit verluer! Et get héich Zäit fir Neiwahlen! Woubäi di do am Fong och kee gewielt huet, an awer sëtzen se do. Armt Lëtzebuerg...

  • Knouterketti am 05.06.2020 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    En Turmes huet ons net ze soen welchen Auto mir ons mussen kaafen Also erem en neien SUV

  • DerRechner am 05.06.2020 13:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann müsste es Creos mal schaffen, das Stromnetz auszubauen. Man darf in Luxemburg keine Wallbox mit mehr als 11 KW Zuhause betreiben. In Deutschland ist dies möglich..

  • Meinung am 05.06.2020 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Turmes, soll sich bewusst sein, dass er nur eine Marionette ist was Entscheudungen angeht von den maechtigen Laender, die Autos produzieren und deswegen auf eElektroautos setzen, weill andere grosse Firmen in andern Laendern den Druck auf die Regierungen ma hen, da diese nicht faevig sind Wasserstoff Autos zu bauen. Herr Turmes hat auch nicht die Macht um diewe Laender in Richtung Wasserstoff zu druecken, an sich kann er nur Mitlaeufer sein, bei Elektro.

  • Julie am 05.06.2020 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    @Claude, Probleme bei der Ölförderung sind bekannt, die Probleme zur Herstellung der Batterien kommen jetzt noch obendrauf ! Ölpreise bestimmen den Marktanteil, und nicht eine einmalige Kaufprämie für das Elektroauto, dass Grüne gegen Ölförderung sind kann ich verstehen, dass sie für Batterieherstellung sind beweist wieder deren Doppelmoral, Fahrrad predigen, SUV fahren