In Contern

19. September 2018 14:07; Akt: 19.09.2018 14:18 Print

Autonomer Shuttle-​​Bus dreht seine erste Runde

CONTERN - Der selbstfahrende Shuttle-Bus von Sales-Lentz zog am Mittwoch im Industriegebiet von Contern die Massen an.

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Am Mittwoch wurde im Industriegebiet von Contern zum allerersten Mal in Luxemburg ein selbstfahrender Shuttle-Bus getestet. Das zu 100 Prozent autonome Elektrofahrzeug wird auf der vier Kilometer langen Strecke zwischen dem Gewerbegebiet und dem Bahnhof Contern eingesetzt. Am Mittwochmorgen hatten etwa 15 Personen - darunter ein Fahrbegleiter - die Gelegenheit, eine Runde in dem von der Firma Sales-Lentz betriebenen Fahrzeug der Marke Navya mitzufahren.

«Wir hatten nicht damit gerechnet, von so vielen Unternehmen mit all diesen Fragen überflutet zu werden», sagt Marion Zovilé-Braquet, Bürgermeisterin der Gemeinde Contern. Im Rahmen einer ersten Testphase wird der Shuttle-Bus zunächst für drei Monate kostenlos fahren. Ab dem kommenden Freitag kann jeder mit dem Bus fahren. Eine erste Bilanz wird im Dezember gezogen. Der Betrieb eines Shuttle-Buses kostet 200.000 Euro pro Jahr, was für eine kleine Gemeinde wie Contern sehr viel sei. Deshalb hoffen sie auf öffentlich-privaten Partnerschaften, um die Finanzierung sicherzustellen.

Die kurze Runde auf dem Parkplatz könnte gereicht haben, um mehrere Unternehmensvorsitzenden zu überzeugen, eine Investition zu wagen. «Es war mir ein Vergnügen, dieses autonome Fahrzeug zu testen», berichtet Michael Maus, Chief Operation Officer der Firma Dartalis. Außerdem fahre das Shuttle reibungslos um die Kurve, was sehr beruhigend sei. Die 13 Berater von Dartalis könnten eventuell an einem Transport Interesse haben, um leichter ins Büro zu pendeln. Auch bei Jean-Paul Neu, CEO von Dussmann Luxemburg, hörten sich die Kommentare ähnlich an: «Ich bin sehr beeindruckt und gespannt, wie diese Dienstleistung finanziert sein wird», sagt er. Der Shuttle-Bus dürfte für kurze Strecken eine Lösung bieten.

Der Shuttle-Betreiber Sales-Lentz hofft, dieses Pilotprojekt profitabel zu gestalten. «Dieses Fahrzeug wird potenziell für 2000 Menschen von Interesse sein, die zwischen dem Bahnhof und dem Industriegebiet Contern pendeln», sagt Goerges Hilbert, Generaldirektor von Sales-Lentz.

Hohe Kosten

Am Projekt wird bereits seit zwei Jahren gearbeitet. Mit der neuen Funktion als Fahrbegleiter wird ein neuer Beruf geschaffen. «Es wird keinen Fahrer mehr geben, aber eine geschulte Person wird aus Sicherheitsgründen immer mitfahren» heißt es seitens des Betreibers. Zwar weigert sich Hilbert genaue Zahlen anzugeben, jedoch seien die Kosten für das Unternehmen erheblich, da es sich um eine Hochtechnologie handelt.

(Frédéric Lambert/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Meier am 20.09.2018 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Bin mal gespannt, wann er zum ersten Mal im Berufsverkehr umgenietet wird!

  • ave am 19.09.2018 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles nemmen maan dass d arbechtsplaatzen verschwannen bravo awer en trettoir botzen a kucken dass autoen an camionetten nett do parken brengen se nett faerdeg einfach nemmen traureg

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  • Daweb am 20.09.2018 09:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Egal wat

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daweb am 20.09.2018 09:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Egal wat

  • Peter Meier am 20.09.2018 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    Bin mal gespannt, wann er zum ersten Mal im Berufsverkehr umgenietet wird!

  • ave am 19.09.2018 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles nemmen maan dass d arbechtsplaatzen verschwannen bravo awer en trettoir botzen a kucken dass autoen an camionetten nett do parken brengen se nett faerdeg einfach nemmen traureg

    • Kim S. am 20.09.2018 09:31 Report Diesen Beitrag melden

      Dat do as Zukunft op mir wellen oder net. Op der ganzer Welt kennt dat doten, well Menschheet net grad ganz gescheit as mecht sech keen Gedanken doriwer dass demnext ganz vill autonom get an vill Arbeschplatzen verschwannen. Fir eis Kanner get et emmer mei schweier eng Arbeschplatz ze fannen.

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