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14. Februar 2018 12:44; Akt: 14.02.2018 13:16 Print
Als Reaktion auf ein Gerichtsurteil werden in Luxemburg die Öffnungszeiten im Lebensmittelsektor punktuell ausgeweitet. Ein Sprecher von Wirtschaftsminister Étienne Schneider (LSAP) bestätigte am Mittwochmittag eine entsprechende Meldung von RTL. Demnach dürfen Bäcker, Metzger und andere Betriebe aus dem sogenannten «Métier de bouche» bereits um 4 Uhr morgens aufsperren und bis 21 Uhr offen halten.
Bildstrecken Franzosen fürchten um ihre CroissantsZur Vorgeschichte: Einem Bäcker aus Differdingen war die Konkurrenz der Tankstellen, die Kunden schon vor 6 Uhr morgens mit frischen Croissants und Brötchen versorgen, ein Dorn im Auge. Deshalb wollte er im Juni 2015 vom Wirtschaftsministerium eine Sondererlaubnis, um sein Geschäft früher zu öffnen – doch Minister Étienne Schneider lehnte unter Verweis auf die aktuell geltende Gesetzeslage ab. Der Bäcker klagte – und bekam nun in letzter Instanz vom Verwaltungsgerichtshof Recht. Auch die Verfassungsrichter waren zu der Auffassung gekommen, dass es gegen die Gleichheit vor dem Gesetz verstoße, wenn für Bäcker andere Öffnungszeiten gelten wie für Tankstellen, sofern diese die selben Produkte verkaufen.
«Wir haben bereits im Dezember eine Anfrage der Féderation des Artisans bezüglich einer Ausnahmeregelung bei den Öffnungszeiten erhalten», sagt Ministeriumssprecher Paul Zenners. «Diesem Antrag wurde, in Voraussicht des zu erwartenden Urteils, stattgegeben. Demnach können schon seit dem 22. Januar alle Bäcker, Zuckerbäcker oder Metzger in ganz Luxemburg von 4 bis 21 Uhr öffnen. Diese Bestimmung gilt für das ganze Jahr 2018.»
Das derzeit geltende Ladenöffnungsgesetz soll jedoch generell überarbeitet werden. Das Institut Liser führt gerade eine Studie durch, die mögliche Auswirkungen von längeren Öffnungszeiten auf Arbeitgeber und Beschäftigte untersucht. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen noch vor dem Sommer publik werden, so der Sprecher.
(jt/L'essentiel)
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Et gëtt déck Zäit. Endlech!
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Der Staat verdient doch auch an den längeren Öffnungszeiten, und das ohne einen Finger krumm zu machen und ohne Schweiss auf der Stirn. Warum diese Anstalten?
Der Staat verdient doch auch an den längeren Öffnungszeiten, und das ohne einen Finger krumm zu machen und ohne Schweiss auf der Stirn. Warum diese Anstalten?
Et gëtt déck Zäit. Endlech!
Hmmm
Endlich,firwaat nick direkt esu
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