Strassenumfrage

01. März 2021 08:03; Akt: 01.03.2021 08:15 Print

Bahnhofsviertel ist nur bedingt sicherer geworden

LUXEMBURG – Nach der Kontroverse um den privaten Sicherheitsdienst im Umfeld des Hauptstadt-Bahnhofes soll eine Umfrage den Erfolg der Maßnahme untermauern – eine Gegenprobe.

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Bei unserer Straßenumfrage zeigte sich ein gemischtes Bild. (Bild: © Editpress/fabrizio Pizzolante)

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In einer Umfrage haben acht von zehn Bürgern geäußert, dass sie sich mehr Sicherheit im Luxemburger Bahnhofsviertel wünschen würden. «Das Ergebnis ist sehr eindeutig» räumt Bürgermeisterin Lydie Polfer ein. Man müsse zusätzliche Maßnahmen ergreifen, denn bereits im Oktober 2019 hätten mehr als 800 Personen ihren Unmut geäußert, führt Polfer weiter aus. Aus der am Freitag vorgestellten Umfrage des Quest Instituts geht weiter hervor, das 68 Prozent der Befragten das Sicherheitsgefühl im Viertel durch den eingesetzten privaten Sicherheitsdienst als gestärkt sehen. Die Stadtverwaltung hatte die privaten Securitys im Dezember 2020 eingestellt. Die Befragung fand zwischen dem 15. und 19. Februar statt.

Eine Straßenumfrage von L'essentiel am vergangenen Freitag zeigt, dass viele Menschen noch Raum für Verbesserungen sehen. «Wir sehen viele Polizisten», sagt etwas der 17-jährige Basile. Man sehe aber auch viele Menschen, die rauchen und trinken. Manchmal habe er den Eindruck, die Beamten würden nur darauf achten, ob jemand eine Maske trage. Für Basile scheint es so, als habe sich die Situation sogar verschlechtert. Leif, ein anderer Passant, sagt «Es ist gefährlich und wird immer schlimmer.» Er wisse auch keine Lösung für das Problem. Im Vergleich zu Frankreich sei Luxemburg jedoch immer noch in einer guten Verfassung in seinen Augen.

Auf die Situation im Bahnhofsviertel angesprochen erwidert Fatima, dass sie sich in Luxemburg-Stadt sicherer fühle als in Esch/Alzette. In der Hauptstadt seien mehr Polizisten präsent, sagt sie, das würde sie beruhigen. Private Sicherheitsdienste, Ben findet, dass sei eine «gute Lösung». Passantin Luisa wirft ein, dass sie ihre Tochter nicht alleine in das Viertel lassen würde. Nico, den wir auf der Straße treffen kritisiert, dass es einfach zu wenig Polizisten gebe. Bürgermeisterin Polfer hingegen sagt, die bisherigen Maßnahmen hätten das Sicherheitsgefühl von zwei Dritteln der Befragten verbessert. Gleichzeitig warte man bei der Stadtverwaltung auf Vorschläge der interministeriellen Gruppe.

(fl/L'essentiel )

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick W. am 01.03.2021 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wann den Obrigado an ce Centre de Toxicomanes, ( ursprünglech eng gutt Saach ) elo nach eng Kéier "vergréissert" gëtt... Et als "illegal" ugesinn gëtt; dat eng Privat Secherheetsfirma engagéiert kann ginn, d' Police neischt machen kann... da gëtt de Problème "erëm eng Kéier" (alle Jahre wieder) - nees multiplizéiert.

  • jang am 01.03.2021 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    "Hilf dir selbst, so hilft dir Gott"......dazu gibts dann noch geeignete "Firmen" die dafür sorgen könnten!? Polizisten, die man bespucken und beschimpfen kann taugen dafür NÜSCHTS!

  • Nico am 01.03.2021 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wird immer noch gewartet Umfragen und Etüden gemacht. Jetzt handeln ist Devise, alles andere verschlimmert die momentane Situation nur noch. Unsere Bahnhöfe sind ein Tummelplatz der harten Kriminalität und nur darüber diskutieren und analysieren verschlimmert die Situation nur noch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nachvollziehbar am 02.03.2021 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    die Politzei im "Fechtel der Politik" darf "Verbrecher" nicht jagen, sondern "Maskenverweigerer"!

  • Patrick W. am 01.03.2021 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wann den Obrigado an ce Centre de Toxicomanes, ( ursprünglech eng gutt Saach ) elo nach eng Kéier "vergréissert" gëtt... Et als "illegal" ugesinn gëtt; dat eng Privat Secherheetsfirma engagéiert kann ginn, d' Police neischt machen kann... da gëtt de Problème "erëm eng Kéier" (alle Jahre wieder) - nees multiplizéiert.

  • Marco am 01.03.2021 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Sobald es Dunkel wird, ist die Ecke lebengefährlich. Es kann nicht mehr lange dauern bis der erste unschuldige Passant erstochen wird. Daran ändert nix daran wenn Tagsüber 2 Polizisten mit ihrem Malinois da gassi gehen.

  • Camille am 01.03.2021 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War geschter den sonndeg seit langem ob der gare beschen spazieren geändert huet dech neicht,sin 2 mol gefrod gin ob ech drogen well kafen wei ech aus dem Delhaize Delhaize eraus komm sin, vun der Secourite hin ech ken gesin weder an der gare oder dobausen.

    • Fränz am 01.03.2021 20:38 Report Diesen Beitrag melden

      Dir braucht nemmen ze soen dir wärt vun der Geheim... an är Kollegen hätten se all um Radar, dann lafen se am 2. Gank fort.

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  • Nico am 01.03.2021 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wird immer noch gewartet Umfragen und Etüden gemacht. Jetzt handeln ist Devise, alles andere verschlimmert die momentane Situation nur noch. Unsere Bahnhöfe sind ein Tummelplatz der harten Kriminalität und nur darüber diskutieren und analysieren verschlimmert die Situation nur noch.

    • die Schwarzmalerei geht weiter am 02.03.2021 07:36 Report Diesen Beitrag melden

      der Tummelplatz der harten Kriminalität befindet sich immer noch in den Banken, auf dem Politikparkett u bei den reichsten Steuereinsparer der Welt ... das Resultat sind armgemachte kranke am Leben gebrochene Menschen in einem krankmachenden Umfeld, die als Kriminelle hingestellt werden (wie in Ungarn) ... der unprofitable Mensch zählt in dieser schnellverseuchenden Profitwegwerfmassenkonsumwelt nicht mehr u nervt nur noch, wird immer mehr degradiert u als Wegwerfmüll behandelt ... die wirklich Kriminellen dürften sich über diese Verlagerung der Verfolgten ins Drogenmilieu freuen!

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