Einzelhandel

20. Juli 2016 06:30; Akt: 20.07.2016 10:23 Print

Bald zu viel Handelsfläche in Luxemburg?

LUXEMBURG – Immer mehr Einzelhandelsflächen werden im Großherzogtum angeboten. Damit wächst die Gefahr, dass das Angebot die Nachfrage übersteigt.

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Auf einer Gesamtfläche von fast einer Million Quadratmeter werden in Luxemburg Waren feil geboten. Knapp die Hälfte wird von Handel genutzt. Das geht aus einem Bericht des Wirtschaftsministeriums hervor. Bauprojekte, die angekündigt sind oder bereits laufen, werden diese Fläche weiter vergrößern. Zum Beispiel am Royal Hamilius in der Hauptstadt, im neuen Auchan in Gasperich oder auch der weitere Filialausbau von den Discounterketten Aldi und Lidl.

Was die Anfragen nach großen Flächen mit mehr als 400 Quadratmetern betrifft, hat das Wirtschaftsministerium bereits mehr fast 200.000 Quadratmeter zusätzlich bereitgestellt. Das ist 25 Mal so viel wie die Einkaufsfläche des Einkaufszentrums Opkorn in Differdingen, wie Wirtschaftsstaatssekretärin Francine Closener bei der Grundsteinlegung des neuen Supermarkts im Mai erklärte. Aber während sie vor allen die neuen Arbeitsplätze sieht, die der Einzelhandel bringt, relativieren andere den Bau neuer Geschäfte.

«Luxemburg ist nach Norwegen das Land in Europa mit der meisten Einkaufsfläche pro Kopf», erklärt Laurent Schonckert, Chef der Cactus-Gruppe. Dieses Angebot werde in den kommenden Jahren um 20 Prozent wachsen. «Das zu erwartende Wachstum der Bevölkerung wird nicht ausreichen, um das zu absorbieren.» Thierry Nothum vom Luxemburgischen Handelsverband CLC teilt diese Ansicht. Er meint, dass der Markt sich dann von alleine bereinigen wird. «Es wird Schließungen geben. Und es wird der städtische Handel sein, der am meisten leidet.»

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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