In Luxemburg

17. Oktober 2019 07:50; Akt: 17.10.2019 13:18 Print

Bauern stellen Ministerium mit einem Bagger bloß

RÜMELINGEN – Ein Waldweg in einem Naturschutzgebiet wurde trotz Verbot mit Bauschutt angelegt – obwohl das Umweltministerium vorab darauf hingewiesen wurde.

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Zwischen Rümelingen und Tetingen wurde ein illegaler Waldweg gebaut. (Bild: DPA)

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Im Wald zwischen Tetingen und Rümelingen wurde offenbar 2012 im Auftag des Staates ein illegaler Weg angelegt. Das berichteten unsere Kollegen von Radio 100,7 am Mittwoch. Er führt durch ein «Natura 2000»-Gebiet, ein Biotop, das seltenen Vögeln und Fledermäusen einen Lebensraum bietet. Nur Teil des Weges, ein etwa 250 Meter langes Stück, soll 2017 nachträglich vom Umweltministerium genehmigt worden sein – der Rest nicht.

Darüber hinaus wurde das Fundament des gesamten Weges – verbotenerweise – mit Bauschutt gelegt. Zwei ansässige Bauern hatten das Umweltministerium bereits zu Beginn der Bauarbeiten darauf hingewiesen. Der damals zuständige Staatssekretär, Camille Gira, antwortete, dass es möglich sein könne, dass an der ein oder anderen Stelle ein Stück Beton verbaut wurde. Vor einigen Wochen gruben die Landwirte schließlich mit einem Bagger Löcher in die Straße, um zu zeigen, dass das Fundament tatsächlich aus zwei Lagen Bauschutt besteht.

Die Natur- und Forstverwaltung soll nun herausfinden, wie es zu dieser Situation kommen konnte. Wann die Untersuchung abgeschlossen sein wird, ist noch nicht bekannt. Im Zusammenhang mit der Affäre um Roberto Traversini könnte dieser zweite Vorfall, in den das Umweltministerium nun verwickelt zu sein scheint, hohe Wellen schlagen.

(Maurice Magar/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Julie am 17.10.2019 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    Es reicht ! Die Grünen haben ausreichend bewiesen dass sie unfähig sind Natur zu schützen, abtreten bitte

  • Bulli Brei am 17.10.2019 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Dei "Greng" = eine Umweltsünde ! Wann versteht Ihr das endlich ? Oeko-futzis scheren sich einen Dreck um die Bürger und die Umwelt; wie alle POLITIKER wollen sie nur WIEDERGEWAHLT werden; es sind keine Altruisten oder Philantropen. "Die schönste Macht der Welt ist das Geld der Anderen ausgeben zu können"

  • Freundschaftsdienste am 17.10.2019 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Was kümmern mich meine eigene Gesetze?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Raymond am 19.10.2019 17:14 Report Diesen Beitrag melden

    keen Drama, mä déi Gréng brauch keen.

  • robbie am 17.10.2019 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    2012 war do nach keen Natura 2000 Gebiet.

  • Chico am 17.10.2019 16:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der damals zuständige Staatssekretär, Camille Gira, antwortete, dass es möglich sein könne, dass an der ein oder anderen Stelle ein Stück Beton verbaut wurde.  Mei muss een dozu net mei soen dat versteisst geint ee gesetz, en wusst et huet dat awer net beim parquet gemellt.

  • robbie am 17.10.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    2012 war kee Gréngen an der Regierung! An 2017 as "nodréiglech" ee klengt Stéck genehmegt ginn, du War deWee scho längst faerdeg.

    • Nico Stoffel am 17.10.2019 13:57 Report Diesen Beitrag melden

      Wei kann dann en gringen Minister 2017 eng Genehmegung eraus gin

    einklappen einklappen
  • Kenni77 am 17.10.2019 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gring gett och emol brong ! An dann stenkt et !!!! Vun eis gett et verlangt, awer selwer keen Virbild sinn !!!