Luxemburg

22. Oktober 2021 11:50; Akt: 22.10.2021 11:50 Print

Baufirmen dürfen höhere Kosten nicht weitergeben

LUXEMBURG – Die derzeitige Materialknappheit führt zu einem Anstieg der Baukosten. Der vertraglich festgelegte Preis darf sich deswegen aber oft nicht ändern.

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Baufirmen in Luxemburg haben mit explodierenden Materialkosten zu kämpfen.

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«Einige Sektoren sind von Engpässen betroffen, entweder weil es keine Materialien mehr gibt oder weil die Preise so hoch sind, dass es kompliziert oder unmöglich ist, zu produzieren», erklärt Michèle Detaille, Präsidentin von Fedil, dem Verband der luxemburgischen Hersteller. Sie fügt hinzu, dass das Problem «teilweise zyklisch ist, weil die Pandemie nicht überall vorbei ist und Länder außerhalb der EU nicht mehr produzieren, weil die Menschen immer noch krank sind oder unter Quarantäne stehen».

«Bei einigen Materialien gab es erhebliche Preissteigerungen, beispielsweise bei Holz (zirka 30 Prozent), Stahl (30-35 Prozent) und Wärmedämmungen im Bauwesen», berichtet Navid Poushanchi, Jurist beim Luxemburger Verbraucherverband (ULC). Während öffentliche Aufträge in der Regel Klauseln enthalten, die es erlauben, Preiserhöhungen aufgrund außergewöhnlicher Umstände dem Staat in Rechnung zu stellen, ist dies bei VEFA-Verträgen, die mit Privatpersonen geschlossen werden, nicht der Fall. Eine Erhöhung des Materialpreises berechtigt grundsätzlich nicht zu einer Änderung des Vertragspreises.

Anstieg der Materialpreise «sollte sich nicht auf den Verbraucher auswirken»

In diesen Verträgen kann jedoch erwähnt werden, dass der Preis revidierbar ist, sofern die Bedingungen festgelegt sind. Notarielle Verträge sehen hauptsächlich Klauseln über «höhere Gewalt, zufällige Ereignisse oder berechtigte Gründe für die Aussetzung» im Falle einer Verzögerung der Arbeiten vor, so der Anwalt. Bei anderen Arten von Verträgen, die sich auf Bau-, Umbau- oder Renovierungsarbeiten beziehen, den so genannten Bauaufträgen, stellt sich die Frage der Neubewertung und ist umstritten.

Der Anstieg der Materialpreise «sollte sich nicht auf den Verbraucher auswirken», sagt Navid Poushanchi. In bestimmten Extremfällen und um den Fortgang der Arbeiten nicht zu behindern, könnte es jedoch ratsam sein, sich für eine außergerichtliche Einigung zu entscheiden, da ein Gerichtsverfahren zu einer Verzögerung und zu erheblichen Kosten führen könnte".

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • @ e schlauen am 22.10.2021 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wei wann am Ausland alles perfekt beim Häusle bauen geing laafen.

  • e schlauen am 22.10.2021 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    ech kaafen souwisou kengt haus hei am land,ech vläicht dom!mee gesond dom.léwer am ausland,dat ass secher.

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  • Rosi am 22.10.2021 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wohnungen waren lange unterbewertet

Die neusten Leser-Kommentare

  • edsi6 am 22.10.2021 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Me. Wann den den en Haus baut, an muss deier ankafen, wéi sott den datt machen oder beziellt eisen Stadt diewerrenz

  • Rosi am 22.10.2021 19:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wohnungen waren lange unterbewertet

  • @ e schlauen am 22.10.2021 16:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wei wann am Ausland alles perfekt beim Häusle bauen geing laafen.

  • e schlauen am 22.10.2021 14:41 Report Diesen Beitrag melden

    ech kaafen souwisou kengt haus hei am land,ech vläicht dom!mee gesond dom.léwer am ausland,dat ass secher.

    • Linda am 22.10.2021 15:59 Report Diesen Beitrag melden

      Ech konnt an kann mir keen Haus an keng Wunning leeschten! Kréien knapp den Loyer bezuelt! Och wann den INDEX GEHÉICHT GET, netzt naicht! Alles get gehéicht!

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