Luxemburg

27. Oktober 2021 12:16; Akt: 27.10.2021 13:25 Print

Bedürftige sollen leichter zum Arzt gehen können

LUXEMBURG – Die am stärksten benachteiligten Personen werden bald die Möglichkeit haben, sich auf öffentliche Kosten und mit Hilfe lokaler Vereinigungen behandeln zu lassen.

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Allgemeine Krankenversicherung bald Realität in Luxemburg. (Bild: AFP/Editpress)

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Die Menschen im Großherzogtum, die am stärksten benachteiligt sind und besonders schutzbedürftig, sollen künftig leichter an Gesundheitsleistungen kommen. Das sieht der Plan für die allgemeine Krankenversicherung vor, die ab 2022 in Luxemburg eingeführt werden soll. Einen entsprechenden Gesetzentwurf haben der Minister für Soziale Sicherheit, Romain Schneider, und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (Beide LSAP) am Mittwoch vorgestellt. Sie richtet sich an Menschen, «die sich in der Regel auf dem Staatsgebiet befinden und keine Unterstützung durch ein Sozialamt erhalten können» – und ihre Familien.

Um jede Form von «Gesundheitstourismus» zu vermeiden, so Romain Schneider unter Verweis auf Erfahrungen im Ausland, soll der Anspruch auf Versorgung erst nach drei Monaten entstehen. Anspruchssteller müssten lediglich eine Korrespondenzadresse vorweisen, die Kosten für Behandlung übernehme dann der Staat.

Verbände soll Verwaltung übernehmen

Bei der Umsetzung des Projekts setzt die Regierung auf die Wohlfahrtsverbände. Diese sollen die Adressen zur Verfügung stellen. Ab 2022 sollen sie mit den nötigen finanziellen und personellen Mitteln ausgestattet werden, damit sie die Betreuung gewährleisten können und für die Betroffenen die Beiträge zur freiwilligen Krankenversicherung bezahlen können. Pro Versichertem fallen dann Kosten von 120 Euro pro Monat, jährlich rund 1400 Euro an. Außerdem soll über die Organisationen der Eigenanteil der betroffenen Menschen abgewickelt werden.

Insgesamt sind für die Maßnahme rund 2,7 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen. Beide Ministerien schätzen die Zahl der Begünstigten derzeit auf rund 1000 Personen. Wie viele Anspruchsberechtigte es aber tatsächlich gibt, lasse sich nur schwer vorhersagen. Insgesamt beteiligen sich vier Wohlfahrtsverbände an der Maßnahme. Jeder erhält je eine Stelle für einen Sozialarbeiter. «Ziel ist es, Menschen zu unterstützen, die aufgrund fehlender Mittel oder den damit verbundenen bürokratischen Hürden keinen Zugang zum Gesundheitswesen hatten», sagte Romain Schneider.

(nm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arm am 27.10.2021 22:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch hab noch Adapto für ältere Leute Ja Scheiße ist nur für besser gestellte habe 89-jährige Nachbarin muss jedes Mal Krankenwagen bestellen um bei ein Artzt zu fahren kostet 128€ kriegt 30€ zurück lachhaft

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  • Arm am 27.10.2021 22:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch hab noch Adapto für ältere Leute Ja Scheiße ist nur für besser gestellte habe 89-jährige Nachbarin muss jedes Mal Krankenwagen bestellen um bei ein Artzt zu fahren kostet 128€ kriegt 30€ zurück lachhaft