In Luxemburg

23. Februar 2018 07:51; Akt: 23.02.2018 07:51 Print

Bei diesen Anbietern gibt es echten Ökostrom

LUXEMBURG – Ist «öko» gleich «öko»? Greenpeace und der «Mouvement écologique» haben Luxemburger Stromanbieter unter die Lupe genommen.

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«Öko» ist nicht gleich «öko»: Zu diesem Schluss kommen Greenpeace und «Mouvement écologique» (Bild: Pixabay)

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Wer – der Liebe zur Umwelt und des eigenen Geldbeutels wegen – den Stromanbieter wechseln will und sich auf dem Vergleichsportal calculix.lu umschaut, wird überrascht sein: Sämtlicher Strom für Luxemburger Haushalte ist demnach «öko». Doch ist es wirklich so einfach? Und ist «öko» gleich «öko»?

«Die Kennzeichnung basiert auf Zertifikaten, die von den Stromanbietern erworben werden und die Herkunft des Stroms dokumentieren», erklärt Camille Hierzig, Direktor des Luxemburger Regulierungsinstituts (ILR): «Diese bescheinigen, dass der Strom grün ist, gehen aber nicht ins Detail.» So würde etwa keine Aussage darüber gemacht, wie alt die Anlagen seien oder ob der Stromerzeuger in neue Projekte investiert, um die fossile und nukleare Produktion zu ersetzen.

Umweltbewusstsein hat seinen Preis

Diese Recherchearbeit haben sich aber Greenpeace und der «Mouvement écologique» gemacht und die Stromerzeuger – zumindest jene, die sich transparent zeigten – unter die Lupe genommen. Sie bewerteten das Alter der Anlagen, die Kunden-Beratung und überprüften, ob die Anbieter die Erzeuger kontrollieren und ob Verbindungen zur Kernenergie und der Kohleindustrie bestehen. Demnach empfehlenswert sind: green (Eida), nova naturstroum (Enovos, LEO, NordEnergie, Steinenergy), SwitchBLUE (Electris) und Terra Invest (Sudstroum).

Ein Wechsel zu einem dieser Erzeuger kommt der Umwelt zugute – allerdings weniger dem Geldbeutel. Bei einem Jahresverbrauch von 6000 Kilowattstunden kann der Unterschied zu den anderen Strom-Anbietern von rund 50 bis zu mehreren hundert Euro ausmachen. Umweltbewusstsein hat eben seinen Preis.

(mv/pw/L´essentiel)

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