Luxemburg

16. Mai 2019 17:37; Akt: 17.05.2019 08:39 Print

«Bereits 24 Fälle von Antisemitismus in 2019»

LUXEMBURG – Die Arbeitsgruppe RIAL beschäftigt sich seit 2018 mit Antisemitismus in Luxemburg. Präsident Bernard Gottlieb zeigt sich nach dem neuesten Bericht besorgt.

storybild

Bernard Gottlieb gründete RIAL im vergangenen Jahr im Oktober.

Zum Thema
Fehler gesehen?

«L'essentiel»: Herr Gottlieb, wie ist die Arbeitsgruppe RIAL entstanden?

Bernard Gottlieb, Präsident von RIAL:
Die Arbeitsgruppe wurde im Oktober 2018 gegründet. Wir haben uns zwei Jahre lang mit Antisemitismus in Luxemburg befasst. In unserem Bericht 2017 haben wir zwölf Fälle identifiziert. Im vergangenen Jahr haben sich die Vorfälle mit einer Anzahl von 26 mehr als verdoppelt. In diesem Jahr sind wir bereits bei 24 Fällen.

Wie sieht der Antisemitismus in Luxemburg aus?
Im vergangenen Jahr gab es keine Angriffe auf Menschen. Das ist beruhigend, wenn man sieht, was anderswo vor sich geht. Allerdings haben wir verschiedene Beispiele für Antisemitismus in sozialen Netzwerken im Zusammenhang mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt beobachtet. Sobald eine Diskussion eine pro-israelische Wendung nimmt, steigt die Wut.

Wie kämpft man dagegen an?
Bildung ist unerlässlich, auch bei den Lehrern. Insbesondere ist es wichtig, die Verwechslung zwischen Juden und Israelis zu vermeiden. Wenn selbst Lehrer hier Wissenslücken haben, ist das beunruhigend. Auf sie sind wir angewiesen.

Hören die Politiker zu?
Unser Bericht 2018 wurde an alle Minister und Mitglieder des Parlaments verteilt. Aber es muss eine Aktualisierung geben. RIAL unterstützt die International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) bei der Klärung der Definition von Antisemitismus.

(Patrick Théry/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schulmeister am 17.05.2019 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Verwechslung zwichen Antisemitismus und Antisionismus. Bitte beachten.

  • svendorca am 17.05.2019 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    den Palästinensern das zurück geben was ihnen geklaut wurde, und dann wird Ruhe einkehren...

  • Nëckel am 17.05.2019 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Haut ass d'Wertung einfach anescht an d'Laat leit ziemlëch déif. Eng béiss Remarque géint d'Hochfinanz gët schon als Antisemitismus gewert. Dé Begrëff gëtt einfach haut inflationär gebraucht, wat dén echten Antisemitismus hëlleft verstoppen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kritik nicht willkommen am 17.05.2019 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Leider wird auch schnell berechtigte Kritik am Staat Israel (Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser) als Antisemitismus abgetan und der Artikel geht bei den 24 erkannten Fällen nicht auf diesen Aspekt ein. Wäre hilfreich Details zu den Fällen zu veröffentlichen.

  • Nëckel am 17.05.2019 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Haut ass d'Wertung einfach anescht an d'Laat leit ziemlëch déif. Eng béiss Remarque géint d'Hochfinanz gët schon als Antisemitismus gewert. Dé Begrëff gëtt einfach haut inflationär gebraucht, wat dén echten Antisemitismus hëlleft verstoppen.

  • svendorca am 17.05.2019 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    den Palästinensern das zurück geben was ihnen geklaut wurde, und dann wird Ruhe einkehren...

  • Schulmeister am 17.05.2019 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Verwechslung zwichen Antisemitismus und Antisionismus. Bitte beachten.