Online-Enzyklopädie

11. September 2017 10:43; Akt: 11.09.2017 14:26 Print

Bereits 50.000 Wiki-​​Artikel auf Luxemburgisch

LUXEMBURG - Das weltweite Mitmach-Lexikon Wikipedia spricht seit 13 Jahren auch Luxemburgisch. Nun feiert die Seite einen wichtigen Meilenstein.

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Die luxemburgische Wikipedia ist seit 2004 online. (Bild: L'essentiel)

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Die Online-Enzyklopädie Wikipedia gibt es in fast 300 Sprachen, auch auf Luxemburgisch. Mittlerweile stehen auf lb.wikipedia.org mehr als 50.000 Artikel zum Nachschlagen zur Verfügung, wie der Verein Wikimedia Lëtzebuerg in einer Pressemitteilung erklärt.

Was ist ein «Gielemännchen»? Gab es in Esch/Alzette wirklich einmal einen Flughafen? Und was stand im sogenannten «Maulkuerfgesetz»? Auf der luxemburgischen Wikipedia finden sich umfangreiche Informationen über das Großherzogtum, aber nicht nur. Zahlreiche Artikel zu unterschiedlichsten Sachthemen lassen sich auf Luxemburgisch studieren. Vergangenen Juli etwa war der Wolf der meistgesuchteste Artikel. Weitere beliebte Einträge sind «Lëtzebuerg (Land)», «Aktualitéit» oder «Eifeler Regel». Pikant: Seit Monaten stößt ausgerechnet die Pornodarstellerin Audrey Bitoni auf großes Interesse der Leserschaft – aus welchen Gründen auch immer.

Rechtschreibung als größter Zankapfel

Die luxemburgische Wikipedia-Version ging 2004 ins Netz und verzeichnet heute pro Monat rund 672.000 Klicks (Stand Juli 2017). Derzeit kümmern sich 18 aktive Autoren um die Seite, wie Edson Souza Morais, Präsident von Wikimedia Lëtzebuerg, auf Nachfrage von L'essentiel sagt. Der Zugang zum Editieren steht aber jedermann offen. Einzige Bedingung, damit ein neuer Artikel beziehungsweise eine Änderung oder Ergänzung freigeschaltet wird: Die Information muss relevant, sachbezogen und überprüfbar sein.

Die Anzahl der Luxemburgisch-Autoren habe in den vergangenen Jahren zugenommen, sagt Souza Morais, und das nicht nur im Inland. Zum Beispiel gibt es auch einen User, der in Russland wohnt und kleine Artikel auf Luxemburgisch schreibt. Ein Wermutstropfen sei, dass noch keine Frau Mitglied im Verein sei oder Artikel verfasse. Immerhin gebe es eine Userin, die Fotos über Luxemburg auf die Plattform hochlade. Und die größte Streitfrage in der Community? Die luxemburgische Rechtschreibung, die viele Menschen hierzulande ins Schwitzen bringt. Die Situation habe sich jedoch weitgehend entschärft, seitdem feste Schreibregeln festgelegt wurden, sagt der Vereinspräsident. Diese beruhen auf dem beliebten Korrekturtool Spellchecker.lu, bei dem Souza Morais als Autor mitarbeitet.

(Jörg Tschürtz/L'essentiel)

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