Waringo-Untersuchung

19. Januar 2020 13:47; Akt: 20.01.2020 09:42 Print

Bericht wirft Schlaglicht auf die Zustände bei Hofe

LUXEMBURG – In einem Zeitungsartikel sind erste Erkenntnisse über die Untersuchungen des Sonderbeauftragten zu der Situation am Großherzoglichen Hof bekannt geworden.

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Auch eine «Abdankung» von Großherzog Henri steht, laut dem Bericht, im Raum. (Bild: Editpress)

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Im vergangenen August hat die Regierung Jeannot Waringo zum «Sonderbeauftragten des Premierministers» am großherzoglichen Hof ernannt. Seine Aufgabe: Einen Bericht über die Art und Weise zu erstellen, wie der Hof sein Personal verwaltet. Einige Ergebnisse sind zum Luxemburger Land durchgesickert. Was die Zeitung am Freitag veröffentlichte, ist für den Hof alles andere als schmeichelhaft. Besonders die Großherzogin kommt darin nicht gut weg.

Sie sei «außer Kontrolle» und würde «tun, was sie will», schreibt die Wochenzeitung. Niemand wage es, sich Maria Teresa entgegenzustellen, «weder der Hofmarschall, noch der Großherzog, noch der Stab». Der Einzige, der «es wagen würde, sich auf die Konfrontation einzulassen», sei Premierminister Xavier Bettel. Er war es auch, der den Bericht, der ihm in den kommenden Wochen vorgelegt werden soll, in Auftrag gegeben hat. Eine weitere Entscheidung des Regierungschefs habe «die Mauern des Palastes zum Zittern gebracht»: Im Gegensatz zu Jean-Claude Juncker hatte der Liberale aufgehört, regelmäßig mit der Großherzogin über aktuelle politische Ereignisse zu diskutieren.

Folgen für die Regentschaft

Der brisante Bericht zur Personalpolitik am Hof könnte, sollten sich die Informationen des Landes bestätigen, die Monarchie Luxemburgs in eine schwere Krise stürzen. Nach Angaben der Zeitung, die Quellen innerhalb des Palastes zitiert, könnte Großherzog Henri sogar «abdanken», wenn das Dokument veröffentlicht wird. Erbgroßherzog Guillaume wäre dann schon wenige Monate vor der Geburt seines ersten Kindes in der Situation, das Amt seines Vaters übernehmen zu müssen.

Der Hof des Großherzogs bekommt vom Staat Gelder zugewiesen. Im Haushalt 2020 sind 10,6 Millionen Euro vorgesehen, insbesondere für Personalkosten. Im vergangen Sommer hatte ein Bericht von Reporter.lu über den hohen Personal-Verschleiß am Hof für Schlagzeilen gesorgt. Dem Bericht nach soll ein Drittel der Mitarbeiter, etwas 30 Personen, zwischen 2015 und 2019 den Hof verlassen haben, weil sie selbst gekündigt oder entlassen worden seien.

(jw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ed am 20.01.2020 08:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ma den Här Bettel mecht daat richteg...iwer 10M. Euro vum Staat doo soll a muss eng Kontroll sinn...net mei an net manner...

  • Piiip am 20.01.2020 08:44 Report Diesen Beitrag melden

    Sie well sech net upassen ? Da soll se goen !

  • asou am 19.01.2020 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mir brauchen keng monarchie,vir mech sin dat normal légt , si bestinn aus fleesch an blutt wi di anner légt och

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Die neusten Leser-Kommentare

  • charle eugenie am 25.01.2020 11:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Awer och keen Geld mee kreen

  • Bildung an Charakter am 21.01.2020 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Do schengen dei aal Genen duerchzedrécken.

  • kaa am 20.01.2020 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    De règne vum GD Henri war fir d’Land mat negativ Schlagzeilen gespickt. Geet een der Sach op de Grond war all Kéier d’Madame d’traureg Ursach. E puer Beispiller: *refus op wichteg Visiten den GD ze begleeden, ex. China, Japan ... *Pressekonferenzen géint hir anscheinend béiss Schwéiermamm (déi zu där Zäit nach geliewt huet - see och Feierkroop) *Sotheby‘s bijoux Aktiounen *Personalpolitik (net nemmen déi leschten Joren) *Decisioun sech am Kader vum Euthanasie Gesetz selwer deelweis ze entmuechten: de GD verzicht op d’promulgation des lois, wellt nemmen just nach representéieren! *Residence vun der Madame zu Paräis, ville de coeur. Schued, Letzebuerg ass esou gutt vun GDuchesse Charlotte, GD Jean mat épouse, vertrueden gin. Deen do Skandal hätten mir wirklech net gebraucht!

    • Jang den Nettblannen am 21.01.2020 09:50 Report Diesen Beitrag melden

      Nett ze vereesen hier gewollten Flucht, wou se am leschten Moment um Findel iwweried ginn ass ze bleiwen. Se soll zu Paraïs bleiwen.

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  • Schloofmutz am 20.01.2020 20:17 Report Diesen Beitrag melden

    An bei der vollen Opregung gin mir mir mol Schlofen an blosen Kärz aus ! An dremmt schein vun äerer Republik ! Vive ais Monarchie ! Guddt Nuecht

  • Léon am 20.01.2020 18:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ils ne servent à rien ,un gouffre financier énorme pour le gouvernement luxembourgeois.