Gewerkschaft OGBL

25. September 2012 17:00; Akt: 25.09.2012 17:35 Print

Besorgnis an allen Fronten

ESCH/ALZETTE – Von den Renten über Luxguard und Cargolux bsi zur Jugendarbeitslosigkeit - die Gewerkschaft OGBL ist an allen Fronten vor allem eins: besorgt.

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Die Demonstration am 16. Oktober soll ein Warnschuss sein, denn die Gewerkschaft OGBL geht mit den schlimmsten Befürchtungen ins neue Schuljahr. Der Rundumschlag von OGBL-Präsident Jean-Claude Reding beginnt mit drohenden neuen Sparmaßnahmen: «Wenn die Regierung den Haushalten mit dem Entwurf für das Budget 2013 neue Sparmaßnahmen aufhalsen sollte, dann gehen wir am 16. Oktober nicht nur gegen die Rentenreform auf die Straße», stellte der OGBL-Vorsitzende Jean-Claude Reding am Dienstag bei einer Pressekonferenz klar.

Beim Sorgenkind Cargolux fordert der OGBL die Regierung auf, seiner Verantwortung als Hauptaktionär mit einem direkten und indirekten Anteil von insgesamt 65 Prozent gerecht zu werden. «Cargolux ist nicht irgendeine Firma, sondern die Basis einer gesamten Wirtschaftsbranche, der Logistik, die ein wichtiges Standbein für Luxemburg werden soll», warnte Jean-Claude Reding.

Ausbildung für Jugendliche der Wirtschaftssituation anpassen

Für den amerikanischen Mutterkonzern von Luxguard, Guardian, der am Standort Düdelingen keine dreistelligen Millionenbeträge investieren will, hat Jean-Claude Reding ebenfalls kein Verständnis: «Seit Jahren schreibt diese Firma in Luxemburg schwarze Zahlen. Sie müsste Geld für Investitionen auf der hohen Kante haben.» Zudem stehe die Frage im Raum, welche Zukunft die Forschungszentren der Glasbranche in Luxemburg haben, wenn die Produktionsstätten keine Zukunft haben sollten.

Ebenfalls besorgniserregend ist für die Gewerkschaft die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Es gebe «eine große Diskrepanz zwischen den Ausbildungsmöglichkeiten und den tatsächlich freien Arbeitsplätzen», erklärte Reding. Die Ausbildung müsse endlich der wirtschaftlichen Realität angepasst werden. Am 9. Oktober soll ein Flashmob vor dem Parlament stattfinden, mit dem auf die Situation der Jugendlichen ohne Arbeit aufmerksam gemacht werden soll.

(L'essentiel Online/Patrick Théry)

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