Upcycling

21. September 2020 16:49; Akt: 21.09.2020 17:41 Print

Bettemburg kämpft gegen Kippenstummel

BETTEMBURG – Das luxemburgische Unternehmen Shime wird künftig Zigarettenkippen aus der Gemeinde recyceln. Auch Schifflingen und Düdelingen wollen bei dem Projekt mitmachen.

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Die Gemeinde Bettemburg sagt umweltfeindlichen Zigarettenstummeln den Kampf an. Als erste Stadt Luxemburgs lässt Bettemburg künftig Kippenstummel recyceln und daraus Stadtmobiliar herstellen. «Ich bin sehr stolz darauf, dass wir als erste Gemeinde mit diesem Projekt starten», sagt Gusty Graas, Gemeinderat von Bettemburg.

Die Stadt hat sich mit dem Unternehmen Shime von Stéphane Herard zusammengetan, das bereits seit neun Monaten in Luxemburg gegen die Kippenplage kämpft. In Kooperation mit dem bretonischen Start-up MéGo!, das aus Abfällen Rohstoffe gewinnt, sammelt das kleine Unternehmen von Grenzpendler Herard Zigarettenstummel und geht damit gegen die Umweltverschmutzung vor. Die in speziellen Aschenbechern gesammelten Zigaretten werden in Containern in Contern gelagert. Sobald 250 Kilogramm erreicht sind, schickt Shime die Container an MéGo!, wo die Zigarettenabfälle recycelt werden: Übrig bleiben von den Stummeln dann nur noch ungiftige Cellulose-Acetat-Platten. Nach Vorstellung des Geschäftsführers und des Stadtrates sollen aus diesen Platten schließlich neue Möbel für die Stadt Bettemburg gebaut werden.

Aschenbecher «Made in Luxemburg»

30 Aschenbecher werden insgesamt in der Stadt aufgestellt, darunter zehn Aschenbecher «Made in Luxemburg», die exklusiv von Shime und der Firma Berl entworfen wurden. Für das gesamte Projekt plant Bettemburg mit einem Budget von 15.000 Euro.

In Frankreich, Belgien und mehreren Luxemburger Unternehmen ist Shime bereits aktiv, nun hofft Geschäftsführer Herard auch die Bettemburger Bürger sensibilisieren zu können: «Täglich werden in Luxemburg über zwei Millionen Zigaretten geraucht. Unser Ziel ist es, die Bevölkerung aufzuklären und dazu zu bringen, ihre Zigarettenstummel in einen Aschenbecher zu werfen», erklärt er. Auch Düdelingen und Schifflingen wollen diesen Weg mitgehen und haben jeweils etwa zehn Aschenbecher bestellt.

(mm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Keensu am 21.09.2020 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    30 Aeschebecher fir 15000 euro,die Bevölkerung bezillt. as daat normal?zu Brüssel oder aner Stied kascht et epes,wan een den Dreck op de Buedem geheit.

  • jean-paul am 21.09.2020 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    500 € pro Aschenbecher. das ist ja geschenkt.

  • De_klenge_Fuerzkapp am 21.09.2020 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder der raucht, sollte es dann wieder bekommen und aufessen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 21.09.2020 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Firwat net e Pfand op Zigarettestëmp machen? Pro Pack 50€, all Stomp dann 1€ zreck. Schon hin och dStrummerten eng sënnvoll Aufgab an en Zousatzverdingscht...

  • Diane am 21.09.2020 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenzpendlerfirma. Und wieder macht Luxemburg sich abhängig

  • jean-paul am 21.09.2020 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    500 € pro Aschenbecher. das ist ja geschenkt.

  • Keensu am 21.09.2020 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    30 Aeschebecher fir 15000 euro,die Bevölkerung bezillt. as daat normal?zu Brüssel oder aner Stied kascht et epes,wan een den Dreck op de Buedem geheit.

  • De_klenge_Fuerzkapp am 21.09.2020 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder der raucht, sollte es dann wieder bekommen und aufessen.