Findel

23. August 2019 07:00; Akt: 23.08.2019 07:22 Print

Bis zu 15 Kollisionen pro Jahr mit Vögeln

LUXEMBURG – Am Luxemburger Flughafen gibt es eine eigene Abteilung, die Vögel von den Startbahnen fernhalten soll. Ein Restrisiko bleibt allerdings.

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Nicht alle Vögel können von den Maschinen ferngehalten werden. (Bild: AFP)

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Der Flughafen Luxemburg muss wie alle anderen Flughäfen die Sicherheit der startenden und landendenden Flugzeuge gewährleisten, insbesondere die Gefahr von sogenannten Vogelschlägen sind immer da. Darunter versteht man die Kollision eines Vogels mit einem Flugzeug in Bewegung. Gerät ein Vogel ins Triebwerk, kann die Maschine im schlimmsten Fall abstürzen. Im Jahre 2009 beispielsweise musste ein Airbus A320 nach einer Kollision mit einer Gänseschar in New York auf dem Hudson River notlanden.

Am Findel werden zwei Methoden angewendet, um Vögel von den Start- und Landebahnen fernzuhalten. «Wir benutzen eine «Schreckschraube», eine akustische Vogelscheuche, die die verzweifelten Schreie von Vögeln oder die Rufe ihrer natürlichen Gegner nachahmt», erklärt Nico Ries, Leiter der Flugplatzabteilung der Flugsicherung. «Wir erschrecken sie auch mit Autohupen. Darüber hinaus arbeiten wir an der Implementierung eines automatischen Erkennungssystems», erklärt der Fachmann weiter.

Vögel hatten im Juni ein Luxair-Flugzeug getroffen

Ein Restrisiko bleibt allerdings, denn laut Nico Ries gibt es bei Findel jedes Jahr 12 bis 15 Kollisionen zwischen Flugzeugen und Vögeln. «Es sind kleine Vögel», fügt der Leiter der Flugplatzabteilung hinzu. Kelly Kieffer, Mitglied des ornithologischen Zentrums der gemeinnützigen Organisation natur&ëmwelt, meint, dass es sich bei diesen kleinen Vögeln um Stare handeln könnte, «die um den Findel in großer Zahl vorkommen». Außerdem «ist der Turmfalke eine Art, die in Luxemburg oft mit Flugzeugen kollidiert», ergänzt sie.

Unfälle zwischen einem Flugzeug und Vögeln ereignen sich natürlich auch im Flug. Eine Luxair-Boeing war im vergangenen Juni Opfer einer Vogelschlages . Der Unfall führte zu einigen verspäteten Flügen. Die betreffende Maschine musste am Findel repariert werden. Dies sei kein außergewöhnliches Problem, sondern «leider kein Einzelfall», unterstreicht das Unternehmen.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • leider kein Einzelfall am 25.08.2019 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Juxair war im vergangenen Juni Opfer einer Vogelschlages ...???!!! sollte es nicht heissen: Eine Vogelschar war im vergangenen Juni Opfer einer Luxair-Boing ...

  • Kenni77 am 23.08.2019 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ween war wuel fir 1 do ! Sie sinn jo gudd am dikteieren waat een nach dirf oder net ! Handelt en Deal aus , dayy Villercher nach just Fleien wann Fliegeren am Hangar sinn !-ironie off

  • Tontauben am 23.08.2019 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Die Vögel einfangen oder abschiessen,so wird es in den meisten Flughäfen gemacht

Die neusten Leser-Kommentare

  • leider kein Einzelfall am 25.08.2019 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Juxair war im vergangenen Juni Opfer einer Vogelschlages ...???!!! sollte es nicht heissen: Eine Vogelschar war im vergangenen Juni Opfer einer Luxair-Boing ...

  • Tontauben am 23.08.2019 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Die Vögel einfangen oder abschiessen,so wird es in den meisten Flughäfen gemacht

  • Kenni77 am 23.08.2019 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ween war wuel fir 1 do ! Sie sinn jo gudd am dikteieren waat een nach dirf oder net ! Handelt en Deal aus , dayy Villercher nach just Fleien wann Fliegeren am Hangar sinn !-ironie off

  • Patrick W. am 23.08.2019 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Weniger Flüge, besser für die Vögel. Weniger Flüge, besser für die Anwohner. Weniger Flüge, besser für das Klima. Weniger Flüge, weniger Unfälle. Weniger Flüge, besser leben.