Claude Wiseler

05. September 2018 07:43; Akt: 05.09.2018 13:15 Print

«Brauchen Europa mehr als andere Länder»

LUXEMBURG – Der Fraktionschef der CSV macht sich für ein solidarisches Europa stark. Jedes Land müsse einen Teil der Verantwortung tragen – vor allem in der Asylpolitik.

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Mehr Solidarität innerhalb der EU hat der luxemburgische Oppositionschef Claude Wiseler vor allem in der Asyl- und Migrationspolitik verlangt. «Solidarität heißt, dass jeder einen Teil der Verantwortung übernehmen muss», sagte der CSV-Fraktionschef und Spitzenkandidat bei der Parlamentswahl vom 14. Oktober. Umfragen zufolge hat die CSV als derzeit klar stärkste Partei gute Chancen, nach der Wahl wieder an die Regierung des Großherzogtums zurückzukehren.

Ohne Solidarität mache Europa keinen Sinn. Als kleines Land brauche Luxemburg Europa mehr als andere Länder: «Kleine Länder existieren, weil Europa ihnen den Platz gibt. Und Europa ist nach dem Krieg aufgebaut worden im Respekt zwischen Großen und Kleinen», sagte Wiseler. Es freue ihn, dass Frankreich und Deutschland versuchten, Europa neu zu beleben. «Ich möchte, dass Luxemburg auch in den nächsten Jahren die Stimme in diesem Konzert mit erhebt.»

«Gott sei Dank» kein Rechtspopulismus

Er sei überzeugt, dass die Bürger jetzt «eine gemeinsame Außenpolitik, eine gemeinsame Sicherheitspolitik, eine gemeinsame Verteidigungspolitik» erwarteten. Dies sei schwierig, doch hänge die Glaubwürdigkeit der EU auch davon ab, was sie in diesen Bereichen zustande bringe. Vom Rechtspopulismus sei Luxemburg «Gott sei Dank noch mehr verschont als andere Länder»: «Weil wahrscheinlich auch das Bewusstsein der notwendigen Solidarität und des inneren Zusammenhalts eines kleinen Landes automatisch größer ist als das vielleicht in größeren Ländern der Fall ist.»

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LuxVeteran am 05.09.2018 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir lebem auf dem Kontinent Europa UND sind leidergottes Teil der EU. Was gedenkt denn die EU zu tun gegen die Welle der Finanzflüschtlinge zu tun? Politische- oder auch Religiongsflüschtlinge sind natürlich Willkommen, dazu haben wir uns ja verpflichtet, aber NICHT für Vermögensflüchtlinge!!! Cudhowen-/Calegri-Pläne lassen grüßen! Wer lesen kann ist klar im Vorteil!!!

  • Veritas am 05.09.2018 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Zemools Tankstellen an d'Immobilien Haien brauchen nach méi Europa an nach méi Awunner!

  • Phil am 06.09.2018 00:21 Report Diesen Beitrag melden

    Et fänkt jo och hei zu Lëtzebuerg un, dass emmer méi onbescholte Leit vun den "neien" Matbierger iwwerfall an blesséierten gin. Spéitstens beim éischten Mordfall oder Vergewaltigungsakt wärten och déi träg an lues Lëtzebuerger erwechen an hir Ménung bezüglich däer ultraliberaler Merkel'schen wir-schaffen-das- Awanderungspolitik änneren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Phil am 06.09.2018 00:21 Report Diesen Beitrag melden

    Et fänkt jo och hei zu Lëtzebuerg un, dass emmer méi onbescholte Leit vun den "neien" Matbierger iwwerfall an blesséierten gin. Spéitstens beim éischten Mordfall oder Vergewaltigungsakt wärten och déi träg an lues Lëtzebuerger erwechen an hir Ménung bezüglich däer ultraliberaler Merkel'schen wir-schaffen-das- Awanderungspolitik änneren.

  • Veritas am 05.09.2018 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Zemools Tankstellen an d'Immobilien Haien brauchen nach méi Europa an nach méi Awunner!

  • Lux am 05.09.2018 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn mais all Partein sin där Meenung

  • Lux am 05.09.2018 10:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hahha. Dat ass net wierkleg wowr!!!

  • svendorca am 05.09.2018 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    geschwollene Phrasen kann auch ich liefern....