Flughafen Luxemburg

30. August 2017 07:57; Akt: 30.08.2017 18:11 Print

Bruchlandung beschert Luxairport eine Chaos-​​Nacht

LUXEMBURG – Die missratene Landung eines kleinen Fliegers hat den Luxemburger Flughafen von Dienstagabend bis in den frühen Mittwoch vor logistische Probleme gestellt.

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Chaos am Flughafen Luxemburg. (Bild: Twitter)

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In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ähnelte der Flughafen Luxemburg einer Flüchtlingsnotunterkunft. Kurzfristig vom Zivilschutz aufgebaute Feldbetten reihten sich aneinander, erschöpfte Menschen, die zuvor teilweise auf dem Boden kauerten, legten sich. Grund für das ungewöhnliche Bild war ein mittelschweres Airport-Chaos. Am Dienstagabend gegen 21.45 Uhr war eine kleine Maschine bei der Ladung nicht rechtzeitig zum Stehen gekommen, schoss über die Landebahn hinaus und beendete ihre Reise erst in der Wiese. Personen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden, aus Sicherheitsgründen beschloss der Flughafenbetreiber Luxairport jedoch, die Start- und Landebahnen zu schließen.

In der Folge mussten zahlreiche Flüge an den Hunsrückairport Hahn und nach Lüttich in Belgien umgeleitet werden. Unter anderem konnten Flüge von Luxair aus Kopenhagen, Korfu, Rom, Wien, Hurghada und Madrid nicht auf dem Findel landen. Die Passagiere wurden dann teilweise mit Bussen nach Luxemburg gebracht, oder später an den Findel geflogen. Eine Maschine der KLM kehrte nach Amsterdam zurück. Auch Abflüge verzögerten sich um mehrere Stunden. Flugzeuge der Frachtfluggesellschaft Cargolux mussten ebenfalls vorerst am Boden bleiben.

In den sozialen Netzwerken machten sich einige der Gestrandeten Luft. Da die Geschäfte am Findel nächtens nicht geöffnet sind, saßen die Menschen lange Zeit auf dem Trockenen. Es gab weder etwas zu trinken, noch zu essen.

Erst als der Flughafenbetreiber das Restaurant außerplanmäßig öffnete, kosetenlos Getränke verteilte und der Zivilschutz einsprang, entspannte sich die Lage.

Gegen 2 Uhr wurde die Start- und Landebahn wieder freigegeben, via Twitter gab Luxairport um 4.05 Uhr dann offiziell Entwarnung. Alles Laufe wieder nach Plan und man bedanke sich bei allen Helfern sowie bei den Passagieren für ihre Geduld. Laut RTL steckten einige Gestrandete am frühen Mittwochmorgen jedoch noch immer in Lüttlich fest.

Am Mittwochmorgen wurden überdies die Flüge nach Amsterdam (6.05 Uhr) und nach Frankfurt (7.05 Uhr) gestrichen. Aktuelle Infos über Abflüge und Ankünfte finden Sie hier.

(pw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Klein Geist am 30.08.2017 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Letzt maXe it happeninginging©

  • Captain Balu am 30.08.2017 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt müsste der Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur endlich handeln und den Sportpiloten die schon lange geforderte eigene Landepiste bauen. Noertrange oder Canach waren ja schon vor Jahrzenten in der Diskussion. Sonst kann sich so ein Vorfall immer wieder ereignen. Was sollen die ausländischen Touristen und Staatsgäste nun von Luxemburg halten. Nationbranding geht anders.

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  • Taxman am 30.08.2017 09:18 Report Diesen Beitrag melden

    Naischt ze iessen an ze drunken passt. Daat spigeelt alles erem wei den Flughafen exploteiert get am Senn vun Hospitality. (Tax Free, Snacks, Lunch, Drinks) Vill mei miserable kann en Flughafen baal net sin. Komesch dass daat erreischt esou as seitdem d'Geschaefter vun auslaenneschen Investoren iwwerholl goufen... an knaschteg an ruppeg sin se delweis och nach...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Klein Geist am 30.08.2017 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Letzt maXe it happeninginging©

  • Captain Balu am 30.08.2017 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt müsste der Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur endlich handeln und den Sportpiloten die schon lange geforderte eigene Landepiste bauen. Noertrange oder Canach waren ja schon vor Jahrzenten in der Diskussion. Sonst kann sich so ein Vorfall immer wieder ereignen. Was sollen die ausländischen Touristen und Staatsgäste nun von Luxemburg halten. Nationbranding geht anders.

    • Taxman am 30.08.2017 12:03 Report Diesen Beitrag melden

      Damit hat das nichts zu tun. Notfallplaene und Emergency Teams (Piste absuchen, Putzteams etc) brauch man... hat man aber nicht... auf keinem Platz der Welt wird wegen einem kleinen Flugzeug 8 Stunden ein Flughafen dicht gemacht. Absolute Bananenrepublik ist das wieder.

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  • Taxman am 30.08.2017 09:18 Report Diesen Beitrag melden

    Naischt ze iessen an ze drunken passt. Daat spigeelt alles erem wei den Flughafen exploteiert get am Senn vun Hospitality. (Tax Free, Snacks, Lunch, Drinks) Vill mei miserable kann en Flughafen baal net sin. Komesch dass daat erreischt esou as seitdem d'Geschaefter vun auslaenneschen Investoren iwwerholl goufen... an knaschteg an ruppeg sin se delweis och nach...

    • Katy am 30.08.2017 10:56 Report Diesen Beitrag melden

      Lagardère ass eben ee profitorienteierten Betriib.

    • Taxman am 30.08.2017 12:01 Report Diesen Beitrag melden

      Katy ward Dir mol an dei Bar visavis vum Kiosk? Dass een do keen Herpes kritt an Blosen un Fanger kritt as en Wonner... Vum Service den et eben net get guer net ze schwetzen :) 2 verfaulten pletschnass Bretzelen ouni Salz an 2 oofgestaanen Beier vir 15 Euro as och absoluten Witz... Profit okay awer net fir den Preis. Sou wei dei do opereieren verdreint all normalen Gastronom schon d'Aan. 1 Menuskaart dei muss bei der Caisse leien bleiwen... Keen Wuert Letzebuergesch... Keen Wonner dass Leit leiwer eng 0,5L Waaser am Zeitungsbuttek kaafen.

    • Jean-Luc am 30.08.2017 15:19 Report Diesen Beitrag melden

      Lagardère hat schon ganz andere Nummern in den Sand gesetzt. Man denke nur an Virgin Megastore...

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