Snapchat-Video

21. Mai 2021 07:53; Akt: 21.05.2021 07:58 Print

Brutaler Mobbing-​​Vorfall erschüttert Düdelingen

DÜDELINGEN – Ein Schüler des Lycée Nic-Biever wird in einem Snapchat-Video brutal gemobbt. Die Schule reagiert mit einem Facebook-Statement, die Polizei ermittelt.

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Die Police Grand-Ducale ermittelt in dem Vorfall nun gegen zwei Schüler des Lycée Nic-Biever in Düdelingen.

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Nach einem brutalen Übergriff gegen einen Mitschüler, der gefilmt und auf dem sozialen Netzwerk Snapchat geteilt wurde, hat das Lycée Nic-Biever in Düdelingen über die eigene Facebook-Seite über den Fall informiert. Zwei beteiligte Schüler werden aktuell von der Police Grand-Ducale verhört. Für viele Eltern kam der Schritt dennoch zu spät. «Hat die Schule reagiert, weil das Videomaterial viral gegangen ist?», fragt ein Elternteil. «Ich war schockiert über das Filmmaterial und hoffe, dass disziplinarische Maßnahmen ergriffen werden. Auch dem Opfer sollte geholfen werden», hofft ein anderes Elternteil.

«Mobbing und Gewalt haben in der Schulumgebung keinen Platz, das muss aufhören», heißt es im Facebook-Post der Schule. «Das geht schon lange so und es fühlt sich so an, als würde die Schule erst jetzt reagieren, nachdem das Video veröffentlicht wurde», ist in den Kommentaren zu lesen.

Der Snapchat-Clip offenbart schockierende Bilder. Zunächst musste das Opfer sich hinknien, um unter Gelächter einem anderen Schüler die Schuhe zu binden, bevor ein dritter Jugendlicher ihn mit einem Tritt auf das linke Knie niederstreckte. Zahlreiche Schüler beobachten die Tat an einer belebten Kreuzung in Düdelingen. Eingeschritten ist niemand.

«Was passiert ist, ist schockierend», gibt eine Schülerin des Lycée Nic-Biever gegenüber L'essentiel zu, «Ich kenne den Schüler, der das Opfer war, er ist ein sehr netter Junge». Ein anderer kommentiert: «Leider bin ich nicht überrascht von dem, was passiert ist. Es musste passieren, weil die jungen Leute heute keinen Respekt vor anderen haben.» Eine Schülerin ist wenig verwundert, dass die Tat in den sozialen Netzwerken aufgetaucht ist: «Wir jungen Leute sind ständig an unseren Handys, wir filmen alles und jeden, es ist zu einer normalen Sache geworden.» Ein Lehrer lobt die Reaktion der Schule via Facebook: «Nur wenige Schulverwaltungen hätten den Mut gehabt, so klar und eindeutig Stellung zu beziehen.»

(fl/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Monique am 21.05.2021 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "eingeschritten ist niemand" - dat ass grad sou schlëmm wéi d'Gewalt selwer. Amplaz ze filmen, kann ee jo och direkt agräifen oder d'Police ruffen. Mee fir e bëllegen Ego-kick well de Filmche viral kéint goen, gëtt da léiwer eng aner Persoun geaffert. Wat eng Welt...

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  • halop am 21.05.2021 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wouscht

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  • Gerard am 21.05.2021 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Zeigt doch mal das Video damit jeder weiss wer diese Kerle sind!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • J²M³B⁸ am 23.05.2021 01:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mache ein Video von dir in dem du in die Marmelade spuckst, und den Kühlschrank mit dem WC-Lappen wischst,danach würde ich das Katzelklo mit deren Zahnbürsten putzen. Nix Vermieter,nimm es selbst in die Hand. Nicht vergessen alle betroffenen WG Freunde ein Video Trailer zu senden. MfG ,ein Freund der Hater,hasst. lol

  • J²M³B⁸ am 23.05.2021 01:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    virtuel as net esou cool,ping dauert ze laang an den Kick as net do. virtuel domheet misst genau esou Wei doen wie en Kick an den Knei. also wann do noch vill Zuschauer dobai waren die hiiren Thrill genoss hunn nennt dat Schwarmidiotie.

  • J²M³B⁸ am 23.05.2021 01:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hellef brauchen och all Schoulen an Schüler die eweg gekuckt hun an den Message ze verbreeden "Qui ignore,consent !" Zumols haut wou jidereen op d'Stroos geht viir d'Rechter vun det an vun daat, as keen am stand sech virun eng mei Schwaachen an Nout ze stellen an STOP ze rufen... Mir wönschen deem Kand viir Zukunft alles Beschtens,an die Kalzong-Herkules vill 'Unlikes' mat engem psychologeschem Suivi, Kanner sin Kanner, an die sinn par fois grausam.

  • J²M³B⁸ am 23.05.2021 00:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mir hunn virun Joer eisen ganz leiwen an 'leider' gudden Schüler missten an eng anner Classe versetzen lossen weinst Mobbing,mir sinn zimlech enttäuscht wei deemols d'Directioun vum LTD reagiert huet... Ech sin beim Direkter gaangen mat der Bied eisen Bouf(12Joer,deemols),an eng anner Classe ze wiesselen,deen gudden Mann huet mech wei en Autobus gekuckt,genre esou Éppes gett et hei net. Den Mr.X huet mir ofgesinn dass ech et net geif esou sinn loossen, als Klengkarreiergegkéet vum X huet hien vum 1. Summervakanzdaag bis d'Rentrée eis guer keng Info iwert die ganz Saach matgedeelt,ob jo oder neen,zum Wiessel. Den Bouf hat d'Flémme viir zereck an seng Mega-Classe,bis dass d'Nimm opgeruf goufen,und siehe da hien as an eng anner komm. Et ware keng Klengegkéten weinst denen mir Eltern agegraf hunn,en as deprimiert heem komm,seng Punkten sinn an den Keller gaangen etc. As traureg ze gesin dass 10 Joer duerno hei am LTD esou eng traureg Story viirkom as. Positiv as ze gesin dass ouni et ze wöllen die Halefstaark op d'Tapeit bruegt hun dass d'Affer a grousser Nout as an Schutz braucht.Die brauchen selwer Hellef

  • sven am 22.05.2021 13:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich darf wohl davon ausgehen, dass die Schuldigen von der Schule fliegen und bei keinem Luxemburger Lycee mehr akzeptiert werden. Eine Karriere als „Tellerwäscher“ ist anzuraten, als zukünftige Führungskräfte sind sie hinreichend diskreditiert.