In Luxemburg

05. September 2019 07:58; Akt: 05.09.2019 08:03 Print

Bunte Straßen für einen sicheren Straßenverkehr

SASSENHEIM – Zum Schuljahresanfang hat sich die Gemeinde etwas Besonders überlegt, um die Straßen sicherer zu machen. Die Idee stammt aus Skandinavien.

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Ein riesiger Regenbogen schmückt die Scheierhaffstraße in Zolwer. Inspiriert von einem skandinavischen Projekt, wurde die Zeichnung von der Gemeinde Sassenheim vorgeschlagen, um die Aufmerksamkeit der Fahrer auf die nahegelegene Schule zu lenken. «Es ist sehr schön und gut durchdacht. Wir haben es vor einer Schule, einem «Maison Relais», einem Sport- und Kulturzentrum umgesetzt», erklärt Georges Engel, Bürgermeister von Sassenheim.

Die ersten Auswirkungen seien bereits spürbar: Die Autos würden deutlich langsamer fahren. «Es ist schön, es ist bunt und es funktioniert», sagt Marcel Belche, stellvertretender Leiter des «Maison Relais» in Sassenheim. Für ihn ist die Scheierhaffstraße trotzdem ein heißes Pflaster: «Es ist immer noch eine gefährliche Straße, die sich in der Nähe einer Autobahn befindet und von vielen Grenzgängern befahren wird. Trotzdem gefällt es den Kindern, den Eltern, es ist ein Projekt, das funktioniert.»

Eine Initiative ohne Berechtigung

Ein Erfolg, der dem Mobilitätsministerium nicht so recht schmecken will, denn schließlich müsse die Straßenverkehrsordnung ja eingehalten werden. «Selbst wenn es schön ist und funktioniert, ist es trotzdem verboten. Dies kann nur ein vorübergehendes Projekt sein, das sicherlich bald verschwinden wird.»

Für Danielle Frank, Sprecherin des Ministeriums, verstoße diese Farb-Aktion gegen Artikel 110 der Straßenverkehrsordnung. Demnach seien nur Weiß oder Gelb zulässige Farben. «Im Idealfall hätte das Rathaus das Projekt dem Mobilitätsministerium zur Genehmigung vorlegen sollen. Es obliegt dann der staatlichen Verkehrskommission, den Fall zu prüfen und zu entscheiden, aber das ist hier nicht der Fall.»

Beim Bürgermeister überwiegt der Optimismus

Georges Engel bleibt optimistisch, was die Nachsichtigkeit des Ministeriums angeht: «Ich denke, wenn es Vorschriften gibt, die es verbieten, müssen diese Vorschriften geändert werden. Ich bin zuversichtlich, dass die Kommission für viele Projekte offen ist und einsichtig genug ist, ihre Meinung in dieser Hinsicht zu unseren Gunsten zu ändern.»

(sl/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • deng Werbung am 05.09.2019 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Laut eise Gesetzer sinn vill Saachen op eise Stroosse verbueden, d'Liet maachen et awer. Des Aktioun dréit awer zur Ofwiesslung mol eng Kéier zur Sëcherheet bäi.

  • JC am 05.09.2019 09:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Layout ? BENG ?

  • O.J. am 05.09.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich zeigen die Gemeinden in Zukunft ein wenig mehr gesunden Menschenverstand auf anderen Gebieten. Ich denke da zum Beispiel an sinnlose Einschränkungen und Verbote im Bautenreglement ....

Die neusten Leser-Kommentare

  • pjac am 06.09.2019 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat wär mpl gudd gemach wann et zur Secherheet dienkt .an dat wärd et also ännert mol är Gesetzer

  • Lol am 05.09.2019 12:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer schlimmer

  • O.J. am 05.09.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich zeigen die Gemeinden in Zukunft ein wenig mehr gesunden Menschenverstand auf anderen Gebieten. Ich denke da zum Beispiel an sinnlose Einschränkungen und Verbote im Bautenreglement ....

  • uff am 05.09.2019 10:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dat sin nawell vill suen di do zur fënster raus geheit gi sin , dei suen hät e besser investéieren kënnen , z.b an eng secher spillplaatz fir d'kanner,de präiss ass baal zelvischt

    • @uff am 05.09.2019 14:24 Report Diesen Beitrag melden

      Eng Spillplaz ass natierlech vill méi wichteg wéi net iwerrannt ze ginn. -.-

    einklappen einklappen
  • deng Werbung am 05.09.2019 10:13 Report Diesen Beitrag melden

    Laut eise Gesetzer sinn vill Saachen op eise Stroosse verbueden, d'Liet maachen et awer. Des Aktioun dréit awer zur Ofwiesslung mol eng Kéier zur Sëcherheet bäi.