Grossregion

27. Juni 2019 09:01; Akt: 27.06.2019 09:16 Print

Bürgermeister von Metz bleibt bei seiner Forderung

METZ – Der Bürgermeister der lothringischen Stadt will weiterhin Geld von Luxemburg für seine Stadt und die Region.

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Aus Frankreich kommen 105.000 Grenzgänger nach Luxemburg.

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Vor einiger Zeit hatten sich die Bürgermeister von Metz und Trier an die Regierung von Luxemburg gewendet und gefordert, dass das Land für die Grenzgänger zahlen soll. Dabei geht es vor allem um die Steuergelder, die Luxemburg von den Pendlern einnimmt. Als Vorbild dient ein Abkommen zwischen Luxemburg und Belgien.

Dominique Gros sagte jetzt gegenüber der Zeitung Républicain Lorrain, dass er nicht glaube, dass Luxemburg bei seiner Position lange bleiben könne. Er verlange keine Almosen, aber Luxemburg müsse seinen Nachbarländern helfen, deren Attraktivität, Lebensqualität, aber auch Verkehrsinfrastruktur zu entwickeln, sagte das Stadtoberhaupt.

Nicht nur Steuergeld soll umverteilt werden

Die von den Bürgermeistern von Trier und Metz gestartete Initiative beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Steuergelder der Grenzgänger. Vielmehr will die Initiative auch erreichen, dass auch bei den Beiträgen zu Pflegeversicherung ein Ausgleich stattfinden soll.

Darüber hinaus soll auch die Einkommensteuer auf Renten aus dem Großherzogtum und die Ausbildungskosten, Frankreich für seine 105.000 Grenzgänger entstanden sind, durch ein solche Abkommen erstattet werden. Der Ausgleich nach diesem Szenario hätte eine Größenordnung von jährlich rund 600 Millionen Euro.

Der Finanzminister Pierre Gramenga erteilte zu Beginn der Woche dieser Initiative eine Absage. Er verwies dabei auf die 110 Millionen, die Luxemburg an die Franzosen für Infrastrukturmaßnahmen im Norden Frankreichs zahlte. Dies geschehe auf Grundlage eines bestehenden bilateralen Abkommens, so der Minister.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • verkehrte welt am 27.06.2019 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Keiner zwingt die Metzer und Trierer nach Luxemburg arbeiten zu kommen. Ihre Bürgermeister könnten ja auch für attraktive Jobs zuhause sorgen. Das wäre auch besser für die Umwelt (Klimawandel, CO2, usw). Aber auf diese Idee sind sie wohl noch nicht gekommen.

  • Ideenlos am 27.06.2019 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Der Bürgermeister von Metz soll dann eben eine Strassenbenutzungsgebühr in seinem Department einführen um neue Strassen bauen zu können. Da zahlen die luxemburger Benutzer dann eben auch mit.

  • jempy am 27.06.2019 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Wei gutt war et hei an den 90er ouni 100.000 frontalieen d` pensiounkess war voll d`krankekess war voll d`strossen waren eidel an baal keen chomage! Haut hu mir nemmen caos an mussen nach bezuehlen dofir?????

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gonzo am 02.07.2019 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Sollen frou sinn dat se diefen hei schaffen la grande Nation freier sinn se gefuer mat aalen Autoen dei ausenaner gefall sinn an elo wou se anstendech Paein kreien fuerense anstendech Autoen.Fier Richtesch missten sie eng Polutiounsteier bezuellen fier dei Gazen dei mier mat hinnen all dach anotemen oder .An dann wien huet se ugestallt op Letzebouerg schaffen ze kommen .Ären Bougemester soll hinnen Platzen dei seit sischen ganz einfach .En plus machen dei 105000 Frontalier eis Strossen och futti oder fleien sie eriwer .Eis Regierung huet Recht net ze Bezuelen .

  • Camille am 27.06.2019 22:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, die Strassen um nach Luxemburg zu fahren sind schreklich!!! Immer Stau!!! Ich habe kein Ahnung was könnte die gute Lösung sein aber muss man nich vergessen dass die Lothringer nehmen an die luxemburgische Wettbewerbsfähigkeit teil! Camille, ein Luxemburger der wohnt in Frankreich

  • Pia am 27.06.2019 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richteg angel zu 100% ... hei amSchlaraffenland kann een alles mol probéieren zemol wann een vun der Grenz ass da get gären mol esou geduet an keen realiseiert dat et eis mei wei ukatzt ...

  • Pia am 27.06.2019 22:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verkehrte welt daat wier fantastesch an ass EIS ze wënschen ...

  • Léon am 27.06.2019 22:17 Report Diesen Beitrag melden

    Qu’il cherche plutôt du travail pour ces frontaliers.