Tierische Fracht

20. Juni 2019 07:05; Akt: 20.06.2019 07:14 Print

Cargolux liefert die Beluga-​​Wale wohlbehalten ab

LUXEMBURG – In einer Bucht bei Island entsteht ein Freiwasserreservat für Wale und Delphine - als Alternative zu Freizeitparks. Zwei Beluga-Wale wurden nun aus China eingeflogen.

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Zwei Beluga-Wale sind am Mittwoch von China nach Island umgezogen. Nach zwölf Stunden Flug seien die Weißwale «Little Grey» und «Little White» wohlbehalten auf dem Flughafen Keflavik gelandet, sagte eine Sprecherin der luxemburgischen Frachtfluglinie Cargolux. Die zwei Tiere sind auf dem Weg zum weltweit ersten Schutzgebiet für Beluga-Wale vor der Insel Heimaey im Süden Islands. In einer 32.000 Quadratmeter großen Bucht sollen sie in einer natürlichen Umgebung leben können, wie die Umweltorganisation Sea Life Trust mitteilte.

Die beiden Wal-Weibchen aus dem Changfeng Ocean World Aquarium in Shanghai waren die meiste Zeit ihres Lebens in Gefangenschaft. Sie wurden auch für Unterhaltungsshows im Meeresaquarium eingesetzt. Mit ihrer Ankunft fällt der Startschuss für das Freiwasserreservat, das von Sea Life Trust eröffnet wird. Es ist unter Wasser mit Netzen zum offenen Meer hin abgegrenzt, auch um die Wale zu schützen. Es sei geplant, künftig dort weitere Belugas aufzunehmen, teilte Sea Life Trust mit.

40 Tage im Quarantänebecken

Cathy Williamson von der britischen Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation sagte: «Das weltweit erste Walschutzgebiet stellt einen wichtigen Meilenstein zum Ende der Haltung von Walen und Delfinen dar, die zur Unterhaltung eingesperrt sind.» Das Projekt werde der Welt zeigen, «dass es eine Alternative zur Gefangenschaft von Walen und Delfinen gibt».

Den rund 10.000 Kilometer langen Sonderflug legten «Little Grey» und «Little White» in speziellen Containern zurück, in denen sie rund um die Uhr überwacht wurden. Für die letzte Etappe werden sie auf Lastwagen und eine Fähre geladen. In der Bucht werden sie mindestens 40 Tage in einem Quarantänebecken verbringen, wo sie sich erholen können. Später werden sie dann in die geschützte Bucht gelassen.

(L'essentiel/dpa)

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