Solidaritätsbeitrag

14. September 2020 11:11; Akt: 14.09.2020 12:26 Print

Caritas fordert Beitrag für die Schwächsten

LUXEMBURG – Die Caritas fordert einen Solidaritätsbeitrag von fünf Euro, um die Verlierer der Coronakrise und die Schwächsten der Gesellschaft zu unterstützen.

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Die Caritas fordert einen Solidaritätsbeitrag, um den Verlierern der Coronakrise zu helfen., (Bild: DPA/Marijan Murat)

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Jugendliche Schulabgänger, Kleinunternehmer oder Handwerker: Die Caritas in Luxemburg fordert einen Solidaritätsbeitrag für die Verlierer der Coronakrise. In einer Pressemitteilung weist der Sozialverband auf die Ungerechtigkeiten in der Luxemburgischen Gesellschaft hin, die durch die Corona-Pandemie und den Lockdown teilweise noch verstärkt worden seien. «Die Covid-19-Krise hat trotz energischem Vorgehen der Regierung auch Bevölkerung und Wirtschaft Luxemburgs betroffen», heißt es in der Mitteilung.

Die Caritas schlägt deshalb einen Solidaritätsbeitrag von Arbeitnehmern, die durch die vielen Maßnahmen unbeabsichtigt von den Vorteilen profitiert hätten. Denn durch die Quarantäne sei es zu einer Art bezahlter Elternzeit gekommen, weil Bildungseinrichtungen geschlossen waren. Homeoffice mit ungekürztem Einkommen bei gleichzeitigen Ersparnissen im Hinblick auf den Arbeitsweg sei ein weiteres Beispiel für positive Verläufe.

Zwei Millionen Euro könnten generiert werden

Mit einem obligatorischen Beitrag von fünf Euro könnten demnach bereits zwei Millionen Euro generiert werden, um die jugendlichen Schulabgänger, Selbstständige, Kurzarbeiter, Arbeitslose, aber auch alleinerziehende Eltern und Menschen mit wenig familiärem Rückhalt zu unterstützen. Alternativ wäre nach Angaben der Caritas auch eine Solidaritätssteuer für Besserverdiener möglich – etwa ab einem Einkommen des dreifachen Mindestlohns.

Um die Schwächsten in der Gesellschaft weiter zu unterstützen schlägt der Sozialverband eine dauerhafte Anpassung des Lebenshaltungskosten-Zuschusses vor, die schnelle Anpassung des Kindergeldes, eine Erhöhung der Mietzuschüsse, eine Anpassung des Einkommens zur sozialen Eingliederung (REVIS) sowie eine zügige Steuererleichterung für Alleinerziehende und Haushalte mit vielen Kindern.

(aub/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ady am 14.09.2020 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Déi helleg Veräiner do können nëmmen bei de Leit heeschen awer selwer näischt spendéieren.

  • Benni am 14.09.2020 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wat Iddien! Dorno kommen die nächst Gesellschaften heeschen.

  • Weinrichter Karin am 14.09.2020 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist an den kirchlichen Organisationen in L mit ihrem Reichtum diesen Menschen unter die Arme zu greifen und nicht bei doppelt und dreifach belasteten Familienmüttern und -vätern im Homeoffice anzuklopfen. Und was soll bitte die Anspielung auf das Gehalt auf im Homeoffice Werktätigen? Noch nie etwas von der Digitalisierung gehört???

Die neusten Leser-Kommentare

  • JP jr am 10.01.2021 15:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @wow Seriö? Stemmt dat? Wann jo. Wirklech wow

  • Nico am 10.01.2021 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt den schon durch das Virus gebeutelten Menschen das restliche Geld in Form von Solidarität aus der Tasche ziehen. Dies wird zu einem späteren Zeitpunkt, in irgend einer Form, die Regierung schon einfordern

  • wow am 15.09.2020 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Woren Caritas nët déi, déi virun 3 Joër Spenden gesammelt hunn fir de Leit aus dem Mëllerdall ze hëllefen déi duerch d'Heichwaasser geschiedegt goufen, an duerno déi gesammelt Suën de Leit just als Prêt geléint hun fir se duerno erem ze kréien?

  • jimbo am 14.09.2020 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Firwat net emol bei der Kierch ufänken? Am Vatikan stinn kiloweis gëlle Becheren do Stëps ze fänken...

  • Lustige Liese am 14.09.2020 17:56 Report Diesen Beitrag melden

    "Die Caritas schlägt deshalb einen Solidaritätsbeitrag von Arbeitnehmern, die durch die vielen Maßnahmen unbeabsichtigt von den Vorteilen profitiert hätten. Denn durch die Quarantäne sei es zu einer Art bezahlter Elternzeit gekommen, weil Bildungseinrichtungen geschlossen waren. Homeoffice mit ungekürztem Einkommen bei gleichzeitigen Ersparnissen im Hinblick auf den Arbeitsweg sei ein weiteres Beispiel für positive Verläufe." Liebe Caritas, der war gut. LOL.

    • Der Böse am 14.09.2020 21:40 Report Diesen Beitrag melden

      Aber doppelt LOL. Zumal wenn man bedenkt, dass die Leute mit Kindern im HomeOffice zudem noch die Arbeit der Lehrer machten: Einrichtung der Software zuhause für die Schule, Betreuung und Unterricht/Nachhilfe der Kinder resp. Hausaufgabenüberwachung.

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