Traversini-Fall

30. September 2019 15:07; Akt: 30.09.2019 17:16 Print

Carole Dieschbourg bleibt im Kreuzfeuer

LUXEMBURG – Die CSV hatte die Umweltministerin nach dem Fall Traversini zum Rücktritt aufgefordert. Carole Dieschbourg erklärt nun, sie wolle im Amt bleiben.

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Carole Dieschbourg erklärt sich im Fall Traversini.

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Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng), gab am Montag auf einer Pressekonferenz bekannt, dass sie nicht zurücktreten wird.

Im Fall des Gartenhauses des zurückgetretenen grünen Bürgermeisters von Differdingen, Roberto Traversini, habe sie sich an den formalen Ablauf gehalten. Der Antrag auf Genehmigung der Holzverkleidung des Gartenhauses «wurde wie jeder andere Antrag behandelt». Die Naturverwaltung habe die notwendigen Erkundigungen eingeholt, bevor sie darüber entschied. Diese Entscheidung sei dann vom Ministerium übernommen worden.

Zu dem Rechtsstreit gegen Traversini wollte sie sich nicht äußern: «Um die Gewaltenteilung zu respektieren, werde ich als Ministerin zu diesem Fall nicht Stellung nehmen. Ich habe Vertrauen in das Justizsystem des Landes», sagte sie.

Vorwürfe gegen Dieschbourg

Das von Dieschbourg geleitete Umweltministerium hatte bauliche Veränderungen auf dem Grundstück des Differdinger Bürgermeisters Roberto Traversini nachträglich genehmigt. Ihr Parteikollege Traversini war über die Affäre gestürzt und als Bürgermeister zurückgetreten. Die CSV warf der Grünenpolitikerin in diesem Zusammenhang «Günstlingswirtschaft» vor.

Die Umweltministerin sieht sich mit weiteren Vorwürfen konfrontiert. Dabei geht es um Entschädigungszahlungen nach den schweren Überschwemmungen im Müllerthal 2016 und 2018. Im Rahmen der Renaturierung der Lauter sollten Mühlenbesitzer am Fluss einen Anspruch darauf haben, ihre Bauten an einer anderen stelle des Flusses neu zu errichten. Zu diesen Mühlenbesitzern zählen auch die Eltern der Ministerin.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Julie am 30.09.2019 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdig.... bitte wenigstens Anstand beweisen und in "Würde" zurücktreten ( bevor die Ermittler vor der Tür stehen ). Ihr Grünen wolltet doch beweisen dass ihr alles besser machen würdet, das war wohl nix ... die Leute durchschauen schneller die "Affären" als gedacht

    einklappen einklappen
  • Pfaffenfresser am 30.09.2019 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Das Gesetz gilt eben auch für grüne Politiker !!

  • Sylvie am 30.09.2019 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Nach esou eent waat sech un séi "Stull" accrochéiert!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Popo am 02.10.2019 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also noo deenen 'surprisen', hun die gring un glaubwuerdigkeet verluer. Ech wielen se net mei

  • Arm am 01.10.2019 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

  • green gardenliving de luxe am 01.10.2019 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    eng Hätzcampagne wéinst engem Gaardenhaischen an engem Gaardenzonk an enger Grëngzon! ... typësch Luxusburg! ... soss hu mer jo keng Pëng, well d'Ëmklasséiërungen vun Grëngzon op Industriezon sin hei am Land nach nie sou schnell durchgezunn gin, wéih an denen läschten Joëren ... dat ganzt Land huët sech zu enger Industriebauschuttdeponie ëntwëckelt a kee Mënsch regt sech doriwer op! ...

  • JC am 01.10.2019 08:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Korruptioun an Abus de Pouvoir ass dach metlerweil un der Daagesuerdnung ! schon bâl e Konkurenzkampf teschend de verschiddenen Administratiounen ! wien gewent de Match vun der Korruptioun ? CNS ADEM FISKUS GEMENGEN EMWELT POLITIK EDUCATION FIRMATION CONTINUE ????????? lets de Games begins . Äntwert ass einfach ! LICENCIMENT DÉSHONÔRABLE avec effet immédiat !

  • Daneli Theiselchen am 01.10.2019 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    Dei leien all dass d'Fatzen fleien dei Grëng sinn onwielbar do as een mei falsch wei deen Aneren !!!