Atomkraftwerk

15. Dezember 2019 17:02; Akt: 15.12.2019 17:16 Print

Cattenom «bedroht Luxemburgs Existenz»

LUXEMBURG – Der französische Vorstoß, die Laufzeit des AKW verlängern zu wollen, gibt im Großherzogtum Anlass zur Sorge.

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Das AKW Cattenom ging im Jahr 1986 ans Netz.

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Das Kernkraftwerk Cattenom flößt vielen Luxemburgern Angst ein. Besonders im Hinblick auf die geplante Verlängerung der Laufzeit der vier Reaktoren. Sie soll nach dem Willen des Betreibers EDF bis zum Jahr 2035 verlängert werden. Nach der initialen Planung hätten die Reaktoren nach 40 Jahren Laufzeit – also 2026 – abgeschaltet werden sollen.

Die ersten kritischen Stellungnahmen aus Luxemburg sind bereits der zuständigen Aufsichtsbehörde «Autorité de sûreté nucléaire» übermittelt worden. Der Déi-Gréng-Politiker Carlo Back ist der Ansicht, dass «die französische Energiewahl die Existenz eines kleinen Staates wie Luxemburg bedroht.»

Umweltministerin Carole Dieschbourg und Energieminister Claude Turmes erklären, dass «die Regierung regelmäßig an den Standpunkt Luxemburgs erinnert», der «die Abschaltung des Kraftwerks Cattenom» fordert.

« Werden alles tun »

Da es sich um eine souveräne Entscheidung handelt, beschränken sich die luxemburgischen Minister nicht darauf. "Die Regierung ermutigt die französischen Behörden, einen ehrgeizigen Standpunkt zur Verbesserung der nuklearen Sicherheit einzunehmen".

Etwa zehn Kilometer von der luxemburgischen Grenze entfernt, wurde Cattenom 1986 in Betrieb genommen. Claude Turmes hatte kürzlich «Bedenken über den Zustand» einiger Apparaturen des AKW geäußert: «Wir werden auf rechtlicher und politischer alles tun, um sicherzustellen, dass die Laufzeit nicht verlängert wird.»

Den rund 2000 Beschäftigten in Cattenom will Turmes eine Alternative bieten, falls die französischen Behörden seiner Forderung nachkommen: Eine luxemburgische Anlage zur Erzeugung von Solarenergie, die in Thionville stehen soll.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robbes am 15.12.2019 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder ein typischer Turmes: Eine Solaranlage mit 2000 Beschäftigten !!! Was sollen die denn tun?

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  • Schmeler Raymond am 15.12.2019 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    Hätten mer Deen hei gebaut da wäre Milliarden fällech vir en ofgerappen.

  • Knueterer am 15.12.2019 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ech froe mech a wéi enger Welt verschidde Leit liewen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • idiot am 02.09.2020 23:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dee Claud Turmes soll an Pension gooen

  • JAKO am 16.12.2019 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    waart nött ze laang,an soot dénen FRANZOUSEN sie sollen daat ATOMKRAFTWIERK direkt ofschalten, et geht nöt dass én NATION WIE FRANKREICH én Land wie LETZEBURG wöll einfach vernichten, an ons Land zum SPERRGEBIET erklären,falls dat ganz haut oder muer an LUT FLITT. GITT BEI JAPANER KUCKEN WAAT DO GESCHITT ASS.

  • Brigitte am 16.12.2019 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Dann solllten die EDF auch endlich mal die Versicherungssumme für den GAU auf realistische Summen erhöhen. Es genügt nicht dass jeder der sein Hab und Gut verliert mit 100€ angespeist wird.

  • Nukleares Desaster am 16.12.2019 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    1. Sie haben keinen Plan zur Stillegung 2. Die Entsorgung des Kraftwerks wird mehr kosten als sie je damit verdient haben. 3. Im Gegensatz zum Gewinn werden die Abrisskosten vom französischen Staat d.h. Volk getragen werden

  • sammy am 15.12.2019 23:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hahaha en AKW duerch Solaranlag z'ersetzen. Näischt verstaan.

    • Pablito am 16.12.2019 09:31 Report Diesen Beitrag melden

      Villeicht neicht verstanen awer alles richteg gemeet. En AKW duerch eng Solaranlag ze ersetzen an eng gudd Entscheedung.

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