Olai

16. Dezember 2014 18:05; Akt: 16.12.2014 18:16 Print

Chamber blickt auf 5 Jahre Integrationspolitik zurück

LUXEMBURG - Das Luxemburgische Amt für Aufnahme und Integration Olai existiert seit fünf Jahren. Die Chamber hat sich am Dienstag mit dessen Arbeit befasst.

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Rund 1000 Asylsuchende kommen jährlich in Luxemburg in Sicherheit. (Bild: Editpress)

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Jährlich finden rund 1000 Asylsuchende Obhut im Großherzogtum – für ein solch kleines Land, eine nicht unbeträchtliche Zahl. Die Frage, wie sie hier aufgenommen und integriert werden können, spielt daher eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund hat die Kommission für Familie und Integration die Arbeit des seit fünf Jahren existierenden Luxemburgischen Amts für Aufnahme und Integration (Olai) am Dienstag ausgewertet.

Insgesamt stünde es um die Betreuung von Ausländern in Luxemburg besser als zuvor. Dies liege vor allem an der verbesserten Unterstützung von Asylsuchenden und einer besseren Koordinierung der EU-Politik mit nationalen Gesetzen. Der Aufnahme- und Integrationsvertrag, der für Nicht-Luxemburger Sprach- und Staatsbürgerkunde-Kurse vorsieht, habe sich als sehr wirkungsvoll erwiesen.

Jetzt muss nachjustiert werde

Gleichzeitig stellte die Kommission einige Elemente der Integrationsprogramme in Frage. So monierte die CSV-Abgeordnete Sylvie Andrich, dass die Betreuung der Asylanten zu weit gehe: «Diese Menschen stehen in einem Abhängigkeitsverhältnis. Sie kochen nicht selber und sind auf Taschengeld angewiesen, das man ihnen gibt. Weil sie hier nicht arbeiten dürfen. Man sollte ihnen Dinge beibringen, die einen Nutzen bringen.»

Christiane Martin, Direktorin des Olai, bestätigt diese Probleme: «Wir haben die finanziellen Hilfen reduziert, um die Sachleistungen erhöhen zu können. Doch dadurch haben die Menschen eine gewisse Autonomie verloren.» Doch solche Erfahrungen seien notwendig, denn «solche Experimente» ermöglichten es, dass an der Integrationspolitik jetzt nachjustiert werden könne.

Auch in anderen Bereichen helfe der Rückblick auf die ersten fünf Jahre des Olai, um Dinge zu verbessern. So erwähnt Andrich unter anderem die Möglichkeit, Freiwillige in die Arbeit des Olai zu integrieren: «Diese könnten beispielsweise beim Wäschewaschen in Asylantenheimen helfen. Die Menschen dort kommen aus anderen Kulturen und haben beispielsweise Probleme damit, die Maschinen zu bedienen.»

(jd/pw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fred am 16.12.2014 20:43 Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwie versteh ich den Sinn nicht: Warum soll man Asylsuchende, die fast alle abgewiesen werden , integrieren??

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fred am 16.12.2014 20:43 Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwie versteh ich den Sinn nicht: Warum soll man Asylsuchende, die fast alle abgewiesen werden , integrieren??