4000 Arbeitsplätze

04. April 2019 07:59; Akt: 04.04.2019 08:03 Print

Chancen für Behinderte in Luxemburg steigen

LUXEMBURG – Der Anteil von beeinträchtigen Menschen, die ein Anstellungsverhältnis im Großherzogtum gefunden haben, ist in den vergangenen Jahren gestiegen.

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4000 Menschen mit Beeinträchtigungen haben eine Anstellung im Großherzogtum gefunden. (Bild: DPA/Symbolbild/Waltraud Grubitzsch)

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Derzeit sind im Großherzogtum 4000 Mitarbeiter mit Beeinträchtigungen angestellt. Die Hälfte von ihnen im privaten Sektor, die andere Hälfte bei staatlichen Arbeitgebern, wie einer Gemeinde oder auch einer Behindertenwerkstatt. Noch sind nicht alle Unternehmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung einer Quote nachgekommen. Von den 15.508 bei der Agence pour le développement de l'emploi (Adem) registrierten Arbeitssuchenden haben 3375 einen Status der verminderten Erwerbsfähigkeit, gelten als beeinträchtigt oder beides. 2915 von ihnen sind seit mehr als zwölf Monaten beim Adem registriert.

Laut Adem sind derzeit 40 Prozent der potenziell beeinträchtigten Arbeitnehmer in einem Beschäftigungsverhältnis – verglichen mit 35 Prozent im Jahr 2015. Im Jahr 2017 haben die entsprechenden Ministerien und ihre Kooperationspartner das Programm COSP-HR gestartet, das nun sichtbar Früchte trägt: «Ein fachübergreifendes Team bietet den betroffenen Arbeitssuchenden eine Beurteilung ihres Gesundheitszustandes, ihrer körperlichen und beruflichen Leistungsfähigkeit, ihrer Stressresistenz und ihrer sozialen Fähigkeiten», erklärt Sophie Grézault von Adem.

«Das Wichtigste sind die Kompetenzen»

250 Bewerber haben bereits an dem Programm teilgenommen, 210 waren bis zum Ende dabei. 35 Prozent der Teilnehmer haben einen Arbeitsplatz gefunden oder konnten in eine soziale Initiative integriert werden. Andere gingen in eine Behindertenwerkstatt oder beantragten eine Erwerbsunfähigenrente. Zudem seien finanzielle und praktische Maßnahmen vorgeschlagen worden, «um Arbeitgeber zu ermutigen und ihnen mögliche Ängste vor der unbekannten Situation zu nehmen».

«Das Wichtigste sind die Kompetenzen. Rollstuhlfahren ist beispielsweise nicht unvereinbar mit einem Job in der Buchhaltung», sagt Norman Fisch vom INDR (Institut National pour le Développement Durable et la Responsabilité sociale des entreprises). Das Institut berät Unternehmen in Fragen der sozialen Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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